> > > Ibert, Jacques: Orchesterwerke
Dienstag, 20. November 2018

Ibert, Jacques - Orchesterwerke

Französische Würze


Label/Verlag: Chandos
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Neeme Järvi setzt seine Raritätenerkundung auf französischem Boden fort und macht mit einem weithin Unterschätzten bekannt.

Der estnisch-amerikanische Dirigent Neeme Järvi ist bekannt für seinen Wagemut, auch abseitiges Repertoire zu erschließen. Was dabei herauskommt, sind in der Regel handwerklich mehr als solide Einspielungen, ideal für einen ersten Zugang zu wenig bekannten Werken. Und oft kommen andere Interpreten, die sich im Anschluss vielleicht noch intensiver mit ebensolchen Werken beschäftigen, auch nicht zu besseren Ergebnissen als der versierte Routinier. Mit dem Genfer Orchestre de la Suisse Romande hat Järvi für Chandos bereits inspirierte Zusammenstellungen von Orchesterwerken Massenets, Saint-Saens’ und Chabriers herausgebracht.

Nun ist Jacques Ibert (1890–1962) dran, ein völlig unterbewerteter Komponist, der gegenüber Poulenc und anderen Zeitgenossen leider unterging. Dabei hat Ibert mit seinen Orchesterwerken, die impressionistische Klangvaleurs mit dem rhythmischen Esprit neoklassizistischer Richtung samt Jazzeinschlägen wunderbar duftig verbinden, einiges zu bieten. Launig und frisch ist das 'Divertissement' für Kammerorchester mit seinen charaktervollen Tanzsätzen, voller Klangschmelz die 'Sarabande pour Dulcinee' (1932). Ein Feuer brennt Järvi in dem abschließenden Orchesterscherzo 'Bacchanale' (1956) ab. Und doch bleibt am Ende – wie oft bei Järvi – der Eindruck, dass ein letzter Rest an Ausdrucksstärke zurückgehalten worden ist. Dennoch: ein Ohrenöffner für Ibert!


Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.



Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



Cover vergrößern

    Ibert, Jacques: Orchesterwerke

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Chandos
1
08.04.2016
EAN:
095115516829

Cover vergössern

Ibert, Jacques


Cover vergössern

Chandos

Chandos Records was founded in 1979 by Brian Couzens and quickly established itself as one of the world's leading classical labels. Prior to forming the label, Brian Couzens, along with his son Ralph, worked for 8 years running a mobile recording unit recording for major labels (including RCA, Polydor, CFP, etc.) with many of the world's leading artists.
The company has championed rare and neglected repertoire, filling in many gaps in the record catalogues. Initially focussing on British composers (Alwyn, Bax, Bliss, Dyso, Moeran, Rubbra, Walton etc), it subsequently embraced a much wider field. Chandos' diverse catalogue contains over 2000 titles, from early music to contemporary, with composers from around the world. The company's aim is to present an exciting and varied selection of superbly recorded music to as many people as possible.
The following artists are strongly associated with, or exclusive to, the label: Richard Hickox, Matthias Bamert, I Fagiolini, Neeme Järvi, Louis Lortie, Jean-Efflam Bavouzet, Rumon Gamba, James Ehnes, Sir Charles Mackerras, David Parry, Valeri Polyansky, The Purcell Quartet, Gennady Rozhdestvensky, Howard Shelley, Simon Standage, Yan Pascal Tortelier, Vernon Handley, the BBC Philharmonic, BBC National Orchestra of Wales, the City of London Sinfonia and Collegium Muscium 90.
Chandos is universally acclaimed for the excellence of its sound quality and has always been at the forefront of technical innovation. In 1978, Chandos was one of the first to record in 16bit/44.1kHz PCM digital, as well as being one of the first to edit a digital recording completely in the digital domain (Holst: the Planet ? SNO/Gibson). In 1983, Chandos was one of the first to produce and release Compact Discs into the marketplace ? a revolution in the recorded music industry.
Today, Chandos has kept up with technology by recording mostly in 24bit/96kHz PCM but now also in DSD for producing ?surround sound? SACDs. Chandos releases at least five new recordings a month, together with imaginative re-issues of back-catlogue material.
The company has received countless awards, including several Gramophone Awards, notably the 2001 ?Record of the Year? for Richard Hickox?s recording of the original version of Vaughan Williams? A London Symphony; ?Best Choral Recording of 2003? for its recording of an undiscovered mass by Hummel and the ?Best Orchestral Recording? of 2004 for its set of Bax Symphonies. Other highlights include the American Grammy for Britten?s opera Peter Grimes, and most recently (2008), two further Grammy Awards, one for Hansel and Gretel and the other for Grechaninov?s Passion Week. Jean-Efflam Bavouzet?s debut on Chandos was also awarded Record of the Year by Monde de la Musique this year.
Chandos remains an independent, family run company which produces and markets its recordings from its office in Colchester, England, and is distributed worldwide.


Mehr Info...


Cover vergössern
Jetzt kaufen bei...


Weitere Besprechungen zum Label/Verlag Chandos:

  • Zur Kritik... Absoluter Adams: Das Royal Scottish National Orchestra spielt souverän zwei Orchesterwerke von John Adams. Weiter...
    (Dr. Aron Sayed, )
  • Zur Kritik... Divergent: Ein nicht besonders schlüssiger, orchestral immer wieder ‚weichgespülter‘ Zugang zu Francis Poulenc, der durch impressionistische Klangfarben verblüfft. Die Solisten wissen es besser. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
  • Zur Kritik... Nicht immer anspruchsvoll, aber unterhaltsam: Sakari Oramo und das BBC Symphony Orchestra überzeugen vor allem mit der späten (Zweiten) Sinfonie von Florent Schmitt. Weiter...
    (Dr. Michael Loos, )
blättern

Alle Kritiken von Chandos...

Weitere CD-Besprechungen von Dr. Tobias Pfleger:

  • Zur Kritik... Tiefe persönliche Betroffenheit: Das Atos Trio nimmt mit einer glühend intensiven Aufnahme zweier tschechischer Klaviertrio-Meisterwerke für sich ein. Weiter...
    (Dr. Tobias Pfleger, )
  • Zur Kritik... Durchdringung: Das Wiener Klaviertrio eröffnete mit gewohnter Klasse eine neue Reihe der Brahms-Klaviertrios. Weiter...
    (Dr. Tobias Pfleger, )
  • Zur Kritik... Geist der Vergangenheit: Masaaki Suzuki nähert sich Strawinskys Neoklassizismus im Geist der Alten Musik. Weiter...
    (Dr. Tobias Pfleger, )
blättern

Alle Kritiken von Dr. Tobias Pfleger...

Weitere Kritiken interessanter Labels:

  • Zur Kritik... Ein Haus eine Welt: Autoritative Ersteinspielungen zweier wichtiger Werke eines der bedeutendsten deutschen Komponisten. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
  • Zur Kritik... Altenglische Kostbarkeiten: Eine betörende Sammlung von altenglischen Preziosen, kongenial dargestellt. Weiter...
    (Diederich Lüken, )
  • Zur Kritik... Aufkeimen einer neuen Zeit: Marek Szlezer gibt hier eine ziemlich eindrucksvolle Kostprobe der selten zu hörenden Frühwerke für Klavier von Karol Szymanowski. Weiter...
    (Jan Kampmeier, )
blättern

Alle CD-Kritiken...

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (11/12 2018) herunterladen (4200 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Franz Lehár: Kaiserin Josephine - Ich heiße Sie alle ganz herzlich willkommen!

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Isabelle van Keulen im Portrait "Mir geht es vor allem um Zwischentöne"
Isabelle van Keulen im Gespräch mit klassik.com über ihre Position als Artist in Residence der Deutschen Kammerakademie Neuss am Rhein, historische Aufführungspraxis und das Spielen ohne Dirigent.

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Anzeige

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich