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Dienstag, 2. Juni 2020

Veneziano, Gaetano - Johannespassion

Barockes Juwel


Label/Verlag: Glossa
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Diese italienische Johannes-Passion ist eine echte Alternative zu den Werken von Bach oder Händel.

Ein Countertenor als Evangelist – das hat was. Um 1685 entstand die hier vorliegende 'Passione secondo Giovanni' (in lateinischer Sprache) in Neapel, fast zeitgleich mit Alessandro Scarlattis Johannes-Passion für die gleiche Stadt. Das knapp einstündige, bis heute ungedruckt gebliebene Werk gönnt dem Evangelisten nicht nur die Evangeliumslesung im Rezitativ, sondern als einzigem Solisten auch höchst kunstreiche Arien. Raffaele Pe ist nicht nur ein virtuoser, sondern auch ein engagiert gestaltender Exponent seiner Partie, neben dem die anderen Solisten fast nur wie Stichwortgeber wirken. Der Tenor Luca Cervoni bewegt als Christus nur mäßig, Marco Bussi (Pilatus), Renato Dolcini (Petrus/Servus) und Valentina Argentieri (Ancilla/Servus) haben tatsächlich fast nur unterstützende Funktion.

Auch der Chorpart ist überschaubar und wird vom Ghislieri Choir engagiert und musikalisch überzeugend bewältigt. Die Cappella Neapolitana unter der Gesamtleitung von Antonio Florio ist ein sensibler, klanglich reicher und emotional sorgsam austarierter Instrumentalpartner. Klanglich und im Booklet vorbildlich realisiert, ist die Veröffentlichung rundum erfreulich.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Veneziano, Gaetano: Johannespassion

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Glossa
1
08.04.2016
Medium:
EAN:
CD
8424562226098

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Glossa

Spaniens renommiertestes Klassiklabel wurde 1992 von Carlos Céster und den Brüdern José Miguel und Emilio Moreno gegründet. Sein "Hauptquartier" hat es in San Lorenzo del Escorial in den Bergen nahe Madrid. Zahlreiche herausragende Künstler und Ensembles aus dem Bereich der Alten Musik (z.B. Frans Brüggen und das Orchestra of the 18th Century, La Venexiana, Paolo Pandolfo, Hervé Niquet und sein Concert Spirituel u.v.a.) finden sich im Katalog des Labels. Doch machte GLOSSA von Anfang an auch wegen der innovativen Gestaltung und Produktionsverfahren von sich reden. Zu nennen wären hier die Einführung des Digipacks auf dem Klassikmarkt und dessen konsequente Verwendung, der Einsatz von Multimedia Tracks oder die Platinum-Serie mit ihrem avantgardistischen Design. Innerhalb der vergangenen knapp zwei Jahrzehnte konnte GLOSSA so zu einem der interessantesten Klassiklabels auf dem Markt avancieren. Zu verdanken ist dies nicht zuletzt auch dem Spiritus rector und Gesicht des Labels, Carlos Céster.


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