> > > 23 Vocalises - Etüden: Werke von Dukas, Honegger, Ibert, u.a.
Donnerstag, 9. Juli 2020

23 Vocalises - Etüden - Werke von Dukas, Honegger, Ibert, u.a.

Ohne Worte


Label/Verlag: BIS Records
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Gesangsübungen als Qualitätsmaßstab.

1906 gab Amédée-Landély Hettich, Professor für Gesang am Pariser Conservatoire, die erste Auftragskomposition einer Vocalise in Auftrag, um den Vortrag von Gesangsskalen und -melodien in den Hochschulprüfungen attraktiver zu machen (zuvor waren Vocalisen zum Aufwärmen der Singstimme vor Unterricht oder Prüfung zumeist einfache Skalenübungen ohne musikalischen Anspruch). Zu den Komponisten der Vocalisen zählten auch zahlreiche renommierte Komponisten, von Georges Auric oder Joseph Canteloube über Jacques Ibert, Darius Milhaud und Carl Nielsen bis Alexander Tscherepnin, Francesco Malipiero und Heitor Villa-Lobos.

Jenseits der Originalfassung für Singstimme und Klavier liegen von zahlreichen Vocalisen auch Bearbeitungen für unterschiedliche Soloinstrumente vor. Die Wahl des Altsaxophons unterstützt den expressiven Charakter der hier vorgestellten Vocalisen, und Harry White erweist sich als Meister der flexiblen, großflächigen Atemgebung. Edward Rushton ist ein gleichwertig hochkarätiger Partner am Klavier. Wenn man sich dennoch wünscht, die Vocalisen (nicht nur die berühmte von Maurice Ravel 'en forme de Habanera') von einer Singstimme vorgetragen zu bekommen, liegt dies eher an der Attraktivität der Kompositionen denn der Interpretation. Und dass zahlreiche Kompositionen (etwa jene von Joseph Jongen) auch ein attraktives Klavierlied sein könnten (und manch ein Stück für Soloblas- oder -streichinstrument und Klavier sicher eine veritable Vocalise), erweist nur die hohe Qualität der Beiträge zur Gattung.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    23 Vocalises - Etüden: Werke von Dukas, Honegger, Ibert, u.a.

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
BIS Records
1
06.04.2016
Medium:
EAN:
CD
7318590090565

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Dukas, Paul
Honegger, Arthur
Ibert, Jacques
Martinu, Bohuslav
Messiaen, Olivier
Milhaud, Darius
Nielsen, Carl August
Poulenc, Francis
Ravel, Maurice
Villa-Lobos, Heitor


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BIS Records

Most record labels begin with a need to fill a niche. When Robert von Bahr founded BIS in 1973, he seems to have found any number of musical niches to fill. The first year's releases included music from the renaissance, Telemann on period instruments, Birgit Nilsson singing Sibelius and works by 29 living composers - Ligeti and Britten as well as Rautavaara and Sallinen - next to Purcell, Mussorgsky and Richard Strauss. A musical chameleon was born, a label that meant different things to different - and usually passionate - devotees.


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