> > > Stravinsky, Igor: Pulcinella Suite/Apollon musagete
Dienstag, 20. November 2018

Stravinsky, Igor - Pulcinella Suite/Apollon musagete

Geist der Vergangenheit


Label/Verlag: BIS Records
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Masaaki Suzuki nähert sich Strawinskys Neoklassizismus im Geist der Alten Musik.

Masaaki Suzuki hat internationale Bekanntheit erlangt als Koryphäe unter den Bach-Interpreten der Gegenwart. Seine Gesamteinspielung der Kantaten sowie weiterer Werke Johann Sebastian Bachs für das schwedische Label BIS gilt als Meilenstein und Messlatte für Konkurrenzaufnahmen. Offenbar wird es Suzuki im Barockrepertoire zu eng; so hat er sich etwa in jüngerer Zeit Mozarts c-Moll-Messe gewidmet. Nun schreitet er noch weiter voran und wagt sich an Igor Strawinskys Neoklassizismus. Seine Expertise auf dem Gebiet der Alten Musik nimmt Suzuki jedoch mit, auch in der Zusammenarbeit mit der stilistisch versierten Tapiola Sinfonietta.

So durchweht Suzukis 'Pulcinella'-Suite (1924, rev. 1949) der Geist der Vergangenheit: Phrasierungsmuster, die aus der Alten Musik kommen, eine bemerkenswert leichte Klanggebung mit stark dosiertem Vibrato-Einsatz sowie ‚sprechendes‘ Musizieren heben das aus dem 18. Jahrhundert stammende Original hervor, das Strawinsky mit neoklassizistischen Mitteln persifliert. Ganz ähnlich verhält es sich bei "Apollon musagète" sowie dem "Concerto in D", die ebenfalls Strawinskys Inspiration und Anknüpfungspunkte in Musik der Vergangenheit stärker betonen als die Musizierhaltung der Entstehungszeit um 1930/40. Das ist für einen Vertreter historisch informierten Musizierens schon erstaunlich – das Ergebnis aber ist eine hochinteressante Melange von Zeit- und Stilebenen, die allerdings zuweilen vergisst, dass es sich hier zum größten Teil um Ballettmusik handelt.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Stravinsky, Igor: Pulcinella Suite/Apollon musagete

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
BIS Records
1
06.04.2016
EAN:
7318599922119

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Strawinsky, Igor


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BIS Records

Most record labels begin with a need to fill a niche. When Robert von Bahr founded BIS in 1973, he seems to have found any number of musical niches to fill. The first year's releases included music from the renaissance, Telemann on period instruments, Birgit Nilsson singing Sibelius and works by 29 living composers - Ligeti and Britten as well as Rautavaara and Sallinen - next to Purcell, Mussorgsky and Richard Strauss. A musical chameleon was born, a label that meant different things to different - and usually passionate - devotees.


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