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Samstag, 5. Dezember 2020

Rota, Nino - Klavierwerke

Kleine und große Welten


Label/Verlag: cpo
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Christian Seibert hält ein überzeugendes Plädoyer für den Komponisten Nino Rota.

Die vorliegende Auswahl aus Nino Rotas Klavierschaffen zeigen, dass der italienische Filmkomponist für seine ernsten Werke viel zu wenig bekannt ist. Die Sinfonien wurden in den vergangenen Jahren vielfach auf Tonträger eingespielt, doch zeigen sich kaum irgendwo die technische Meisterschaft und das Differenzierungsvermögen des Komponisten wie in den Klavierwerken.

Die 'Variationen und Fuge über BACH' von 1950 entwerfen ein riesiges Kaleidoskop an Stimmungen und Einsichten in die Musikgeschichte, ohne aber den großen Bogen aus dem Blick zu verlieren. Viele der einzelnen Variationen sind in der Tat Miniaturen, die auch für sich stehen könnten, und es ist Aufgabe des Interpreten, sie zu einem großen Ganzen zu verbinden. Auch die 15 Preludi von 1964 und umfangreiche Fantasia in G aus den Jahren 1944/45 zeigen einen unkonventionellen Komponisten, der zwar eine tonale Basis beibehält, auch vor Sentiment keine Angst hat (dass es nicht sentimental klingt, ist dem Interpreten zu verdanken), vor allem aber starke Ausdruckswelten zeichnet, große wie kleine. Die Fantasia ist eher düster im Ton, während die 7 'Pezzi difficili per Bambini' von 1971/72 zwar leicht verständlich, aber technisch anspruchsvoll sind; der gleichen Lebenswelt gehört 'Ippolito Gioca' von 1930 an, ein Porträt des spielenden Sohnes von seinem Kompositionslehrer Ildebrando Pizzetti.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Rota, Nino: Klavierwerke

Label:
Anzahl Medien:
cpo
1
Medium:
EAN:
CD
761203501922

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Rota, Nino


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cpo

Wohl kaum ein zweites Label hat in letzter Zeit soviel internationale Aufmerksamkeit erregt wie cpo. Die Fachwelt rühmt einhellig eine überzeugende Repertoirekonzeption, die auf hohem künstlerischen Niveau verwirklicht wird und in den Booklets eine geradezu beispielhafte Dokumentation erfährt. Der Höhepunkt dieser allgemeinen Anerkennung war sicherlich die Verleihung des "Cannes Classical Award" für das beste Label (weltweit!) auf der MIDEM im Januar 1995 und gerade wurde cpo der niedersächsische Musikpreis 2003 in "Würdigung der schöpferischen Leistungen" zuerkannt.
Besonders stolz macht uns dabei, daß cpo - 1986 gegründet - in Rekordzeit in die Spitze vorgestoßen ist. Das Geheimnis dieses Erfolges ist einfach erklärt, wenn auch schwierig umzusetzen: cpo sucht niemals den Kampf mit den Branchenriesen, sondern füllt mit Geschick die Nischen, die von den Großen nicht besetzt werden, weil sie dort keine Geschäfte wittern. Und aus mancher Nische wurde nach einhelliger Ansicht der Fachwelt mittlerweile ein wahres Schmuckkästchen.
Am Anfang einer Repertoire-Entscheidung steht bei uns noch ganz altmodisch das Partituren-lesen, denn nicht alles, was noch unentdeckt ist, muß auch auf die Silberscheibe gebannt werden. Andererseits gibt es - von der Renaissance bis zur Moderne - noch sehr viele wahre musikalische Schätze zu heben, die oft näher liegen, als man meint. Unsere großen Werk-Editionen von Pfitzner, Korngold, Hindemith oder Pettersson sind nicht umsonst gerühmt worden. In diesem Sinne werden wir fortfahren.
Letztendlich ist unser künstlerisches Credo ganz einfach: Wir machen die CDs, die wir schon immer selbst haben wollten. Seien Sie herzlich zu dieser abenteuerlichen Entdeckungsfahrt eingeladen!


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