> > > Fröhlich, Friedrich Theodor: Sämtliche Streichquartette
Dienstag, 19. November 2019

Fröhlich, Friedrich Theodor - Sämtliche Streichquartette

Kurzlebiger Schweizer


Label/Verlag: cpo
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Der heute vergessene Friedrich Theodor Fröhlich erweist sich als 'innerer Revolutionär' auf dem Gebiet des Streichquartetts.

Schon 1836 starb der 1803 geborene Aargauer Komponist Friedrich Theodor Fröhlich, der seine musikalische Ausbildung von 1826 bis 1828 u. a. bei Karl Friedrich Zelter in Berlin erfuhr. Anklänge vor allem an Schubert finden sich in den hier als Gesamteinspielung vorgelegten vier Streichquartetten Fröhlichs, von denen drei während der Berliner Zeit entstanden, das vierte um 1832 im Aargau, wohin Fröhlich als Musiklehrer desillusioniert zurückkehrte. Sie zeichnen sich durch harmonischen Reichtum, auch chromatische Schärfungen aus, die vom Schweizer Rasumowsky-Quartett mit vollem Gusto ausgekostet werden. In schnelleren Passagen besitzt die Interpretation jedoch allzu häufig nicht ganz die Raffinesse, die das Beethoven-Quartett in der Einspielung von Fröhlichs drei letzten Quartetten haben angedeihen lassen.

Grundsätzlich lassen die Rasumowskys der Musik mehr Zeit (auch ihren ggf. vorhandenen Schwächen, die es immer wieder einmal gibt), heben die Einzelstimmen dem Gesamtklang gegenüber hervor, ohne dass die Aufnahmetechnik dies in bestmöglicher Weise mittrüge. So ist man interessiert daran, die spannende Musik kennen zu lernen, hat man doch immer wieder den Eindruck, die Primaria Dora Bratchkova hätte sich gelegentlich noch stärker zurücknehmen und ihren Partnern den Vortritt lassen können.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Fröhlich, Friedrich Theodor: Sämtliche Streichquartette

Label:
Anzahl Medien:
Spielzeit:
cpo
2
125:01
Medium:
EAN:
BestellNr.:
CD
761203501724
555017-2

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Fröhlich, Theodor
 - Streichquartett f-Moll - Allgro moderato
 - Streichquartett f-Moll - Allegretto quasi andantino
 - Streichquartett f-Moll - Scherzo - molto Allegro, Trio - meno Presto
 - Streichquartett f-Moll - Finale - Adagio, Allegro ma non troppo, Adagio, Allegro tempo primo
 - Streichquartett g-Moll - Andante con variazioni
 - Streichquartett g-Moll - Scherzo - molto animato
 - Streichquartett g-Moll - Largo cantabile
 - Streichquartett g-Moll - Finale - Allegro molto
 - Streichquartett E-Dur - Allegro ma non troppo
 - Streichquartett E-Dur - Scherzo, molto animoso
 - Streichquartett E-Dur - Adagio, con molto espressione
 - Streichquartett E-Dur - Finale - Allegro agitato, Recitativo, Andantino
 - Streichquartett c-Moll - Allegro agitato
 - Streichquartett c-Moll - Andante
 - Streichquartett c-Moll - Scherzo - presto
 - Streichquartett c-Moll - Finale - Adagio, Allegro


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cpo

Wohl kaum ein zweites Label hat in letzter Zeit soviel internationale Aufmerksamkeit erregt wie cpo. Die Fachwelt rühmt einhellig eine überzeugende Repertoirekonzeption, die auf hohem künstlerischen Niveau verwirklicht wird und in den Booklets eine geradezu beispielhafte Dokumentation erfährt. Der Höhepunkt dieser allgemeinen Anerkennung war sicherlich die Verleihung des "Cannes Classical Award" für das beste Label (weltweit!) auf der MIDEM im Januar 1995 und gerade wurde cpo der niedersächsische Musikpreis 2003 in "Würdigung der schöpferischen Leistungen" zuerkannt.
Besonders stolz macht uns dabei, daß cpo - 1986 gegründet - in Rekordzeit in die Spitze vorgestoßen ist. Das Geheimnis dieses Erfolges ist einfach erklärt, wenn auch schwierig umzusetzen: cpo sucht niemals den Kampf mit den Branchenriesen, sondern füllt mit Geschick die Nischen, die von den Großen nicht besetzt werden, weil sie dort keine Geschäfte wittern. Und aus mancher Nische wurde nach einhelliger Ansicht der Fachwelt mittlerweile ein wahres Schmuckkästchen.
Am Anfang einer Repertoire-Entscheidung steht bei uns noch ganz altmodisch das Partituren-lesen, denn nicht alles, was noch unentdeckt ist, muß auch auf die Silberscheibe gebannt werden. Andererseits gibt es - von der Renaissance bis zur Moderne - noch sehr viele wahre musikalische Schätze zu heben, die oft näher liegen, als man meint. Unsere großen Werk-Editionen von Pfitzner, Korngold, Hindemith oder Pettersson sind nicht umsonst gerühmt worden. In diesem Sinne werden wir fortfahren.
Letztendlich ist unser künstlerisches Credo ganz einfach: Wir machen die CDs, die wir schon immer selbst haben wollten. Seien Sie herzlich zu dieser abenteuerlichen Entdeckungsfahrt eingeladen!


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