> > > Tanz! (Franz): »Und Lenz wird kommen / Und Winter wird gehn …«
Freitag, 4. Dezember 2020

Tanz! (Franz) - »Und Lenz wird kommen / Und Winter wird gehn …«

Trauermarschheiterkeit


Label/Verlag: col legno
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Das Ensemble Franui setzt sich mit der Musik Franz Schuberts auseinander.

Auf 1402 Metern ist die Welt nicht grenzenlos, aber hoch genug zum mutig arrangierten Perspektivenwechsel. Hier spielt die Osttiroler Musikbanda Franui, ein mit alpenländischem Instrumentarium bestücktes Ensemble. In allem steckt etwas von Franz Schubert, im Namen, in den Werken, im programmatischen Titel der CD 'Tanz! (Franz)'. Die Uraufführung von 'Tanz! (Franz)' 2014 beim Festival DIALOGE der Stiftung Mozarteum Salzburg begründete ihren internationalen Ruhm. 2015 folgte die CD beim Label col legno.

Lustvoll und kreativ entlockt das versierte Ensemble jeglichem zu Tode betrübten Motiv der insgesamt 16 Musiktitel wenigstens einen Hauch von Himmel-hoch-Jauchzendem im beschwingten Zweivierteltakt, wenn nicht mehr. Die Urheber Markus Kraler und Andreas Schett studierten bei Béla Bartók die Machart, arrangierten oder komponierten neu mit geschickt zerlegtem Material aus Schuberts Liedern und Tänzen, kombiniert oder neu gedacht mit Motiven und Melodien von György Ligeti und Bartók. Vereinzelt kochten sie daraus auch nur den Sud, veredelt mit einer Prise Richard Strauss, Bruckner oder Mozart oder was sie im Augenblick des Schaffens aufschnappten. Klassikspezialisten werden hier zu Kriminologen auf der Suche nach dem verarbeiteten Motivfragment. Unbedarfte staunen, wie alpenländische Tanzspielweisen mit Klezmer und Klassik so geschickt ineinander verwirbelt sind.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Tanz! (Franz): »Und Lenz wird kommen / Und Winter wird gehn …«

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Spielzeit:
Aufnahmejahr:
col legno
1
05.02.2016
54:30
2015
Medium:
EAN:
BestellNr.:
CD
9120031341406
WWE 1CD 20432

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"Tanzmusik aus hochalpinem Gebiet und aus der Tiefebene, zwischen Schubert, Bartók und Osttiroler Jungbauernball, quer durch musikalische Epochen und Stile. Die Musicbanda Franui auf dem Tanzboden? Spielt das zehnköpfige Ensemble aus dem 1402 m ü. d. M. gelegenen kleinen Dorf Innervillgraten in Osttirol (Österreich) nicht vorwiegend Trauermärsche? Sind die Musiker nicht bekannt geworden, da sie mit einem berglerischen Instrumentarium Liedern von Schubert, Brahms und Mahler zu Leibe rückten? Der Trauermarsch und die Polka sind zwei Seiten ein und derselben Medaille, lehren uns die Musiker von Franui, der Friedhof und der Tanzboden liegen nahe beieinander. Mit Saiteninstrumenten, die man aus der Volksmusik kennt (wie Hackbrett, Volksharfe, Zither), Holz- und Blechbläsern, Streichern (Violine, Kontrabass) und Stimmen kann man nicht nur Lieder der Romantik verwandeln. Man kann auch auf einer Beerdigung spielen – und auf der Tanzfläche reüssieren."


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Bayerischer Rundfunk (BR): "CD-Tipp des Tages auf BR Klassik „Jedes der 16 Stücke ist ein Kunstwerk, und auch nach dreimaligem Hören dieser 55 Minuten Musik weiß man nicht, welches denn nun das schönste ist.”"

Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Es Werde Licht. Und es ward Posaune. Wie solche Metamorphosen zustande kommen, weiß eigentlich jeder leidlich gute Musikant. Unter denjenigen, die es zurzeit am besten wissen, sind die zehn Musiker von der Banda Franui aus Osttirol zu nennen, die außer Posaune auch noch Tuba, Trompete, Klarinette, Saxophon, Akkordeon, Geige Hackbrett Zither und Kontrabass spielen und manchmal singen. Ihr neues Album beim Label col lego (harmonia mundi) heißt „Tanz! (Franz)“, es trägt als Motto einen Vers aus einem bekannten Müllergedicht vor sich her: „Und Lenz wird kommen / und Winter wird gehen…“, womit zugleich Auferstehung und Verwandlung bezeichnet sind, denn genau darum geht es in diesen sechzehn Tanzbodenliedern: um das Prinzip Frühling. Unsterbliche Musiken von Schubert, Bartók, Mozart, Bruckner und Strauss dürfen im unverwechselbaren Franui-Sound ihr zweites Leben beginnen, als glückliches Fragment. Hellgrün sprießt da das verliebt übereinander kopierte Dreierlei des „Menuett mit Dirndl“ himmelblau der „Alptraum eines österr. Pianisten“, der sich taktweise zusammensetzt aus neunzehn Schubertschen Klaviertänzen – als seien die nicht schon kurz genug. Und mitten in all die Freud hinein schlepptanzt ein Moll-Lila-Trompetensolo, den Tod des Paten beklagend. "


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col legno

Welche Produktion von col legno Sie auch vor sich haben, eines ist gewiss: bunt wird sie sein und außergewöhnlich. Wir widmen uns herausragender Musik der Gegenwart und den Visionen ihrer Protagonisten.

col legno bedeutet "mit dem Holz". Jeder Streicher weiß, was zu tun ist, wenn er diese Spielanweisung in seinen Noten liest: Er nimmt den Bogen, dreht ihn um und schlägt mit dem Holz auf die Saiten. Einst unerhört! Heute noch überraschend. Mit dieser spielerischen Offenheit dem Instrument gegenüber wurde die Klangvielfalt erweitert. Dieselbe Offenheit widmet col legno der Musik.

col legno veröffentlicht Neue Musik - umfassend und zeitgemäß. Das Label steht für die Vielseitigkeit der Gegenwart und aufregende Interpretationen von Musik der Vergangenheit. Unsere Hörer haben viel mit uns gemein: Sie heißen Neues willkommen, wechseln Perspektiven, genießen eine Prise Humor und lieben das Kribbeln beim Genuss kreativer Inspiration.

col legno nutzt die jeweils für die Produktionen optimalen Tonträger und Formate - von der CD über Multichannel Medien bis hin zu gänzlich neuen Entwicklungen. Dabei bieten wir unseren Hörern immer "state-of-the-art" Technik und beste Audioqualität.

Die künstlerische Leitung des Labels wurde 2005 von Andreas Schett und Gustav Kuhn übernommen. Unter ihrer Führung hat sich der Katalog kontinuierlich und in klaren Zügen erweitert. Seit 2015 ist Andreas Schett alleiniger Inhaber des Labels.

col legno - new colors of music

 


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