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Sonntag, 20. Oktober 2019

Stravinsky, Igor - L´Oiseau de feu

Energisch und akkurat


Label/Verlag: Sinfonieorchester Basel
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Ein Klangkaleidoskop kreiert das Sinfonieorchester Basel unter der Leitung von Dennis Russell Davies mit Strawinksys 'L'Oiseau de feu'. Den zweiten Teil dieser spannenden CD bildet die Klavierfassung für vier Hände.

Mit 'L’Oiseau de feu' (Der Feuervogel) schuf Igor Strawinsky 1910 im Alter von 27 Jahren seine erste Ballettmusik, die das 20. Jahrhundert in musikalischer Hinsicht nachhaltig prägen sollte. Das Sinfonieorchester Basel hat nun eine Doppel-CD veröffentlicht, die im ersten Teil die Orchesterfassung des Werkes enthält, gespielt vom Sinfonieorchester Basel unter der Leitung von Dennis Russell Davies, und im zweiten Teil eine Fassung für Klavier vierhändig, gespielt und interpretiert von Maki Namekawa und Dennis Russell Davies. Strawinsky hatte im Gegensatz zu seinen späteren Balletten 'Petrouchka' und 'Le Sacre du Printemps' neben der Fassung für Orchester nur eine weitere für Klavier zweihändig veröffentlicht, nicht aber eine vierhändige Fassung. Die hier gespielte Bearbeitung des Werkes für vier Hände stammt von Dennis Russell Davies selbst.

Wie gewohnt brilliert das Sinfonieorchester Basel in 'L’Oiseau de feu' von Anfang an mit expressivem Spiel und weitem Klangspektrum. Schon der Beginn in den tiefen Streichern zieht den Hörer mit seiner ausdrucksstarken Interpretation in seinen Bann, und auch die Forte-Piano-Akzente, die das Orchester besonders deutlich hervorhebt, verfehlen ihre Wirkung nicht. Durch diese Interpretation wird die Orchesterfassung zu einem wahren Klangkaleidoskop voller Melodien, schillernder Glissandi und dynamischen Bewegungen bis an die Grenze des Hörbaren. Davies hat hier mit seinem Orchester sehr genaue Dynamikstufen herausgearbeitet, die genau umgesetzt werden. Auch spieltechnisch bewegt sich das Sinfonieorchester Basel auf hohem Niveau: Akkurate Artikulation und eine sehr präzise Umsetzung schneller Unisono-Passagen sorgen für einen transparenten Blick auf das große Werk des Instrumentationskünstlers Strawinsky. Durchgehend ist die große Energie der Interpreten spürbar, manchmal auch in einem leicht treibenden Tempo, das in diesem Maß gerade für die richtige Portion an Aufbruchsstimmung und Bewegung sorgt. Auch wenn eine Szene wie 'Corovod de princesses' sehr sanft, gefühlvoll und getragen gespielt werden soll, fügt sich dieser elegische, warme Klangcharakter ohne Bruch in das große Ganze ein und gelangt am Ende des Werkes zu einer prächtigen Fanfare.

Die Fassung für Klavier vierhändig wirkt wie ein zweites, unabhängiges Werk und kann nur schwer mit der Orchesterfassung verglichen werden. Die schon allein durch das Instrument entstehende Veränderung dynamischer und expressiver Möglichkeiten, welche einen essentiellen Anteil an dem Werk haben, sorgt für eine völlig neue, aber ebenfalls spannende Wahrnehmung des Werkes. Maki Namekawa und Dennis Russell Davies schaffen es, dem Werk eine ganz neue Gestalt zu geben, zudem gelingt es ihnen, insgesamt die Energie aufrecht zu erhalten.

Wieder einmal bewährt sich die bereits in anderen Aufnahmeprojekten des Orchesters verfolgte Idee, von einem Werk zwei unterschiedliche Fassungen gegenüberzustellen. Beide Fassungen wurden in hervorragender Qualität aufgenommen und mögen beide für sich stehen können – je besser man jedoch die eine Fassung kennt, desto spannender ist es, sich in die andere zu vertiefen.

Miriam Thaler Kurzkritik von Miriam Thaler,


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Stravinsky, Igor: L´Oiseau de feu

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Sinfonieorchester Basel
2
29.01.2016
Medium:
EAN:

CD
4260313810109


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Strawinsky, Igor


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Sinfonieorchester Basel

Es gibt viele gute Gründe für eine Reise nach Basel – ein ganz besonderer ist sein Sinfonieorchester. Das Sinfonieorchester Basel ist eines der ältesten und zugleich innovativsten Orchester der Schweiz. In der Nordwestschweiz verankert, geniesst es eine starke überregionale und internationale Ausstrahlung. In seinen eigenen Konzertreihen, im Theater Basel sowie bei Gastspielen im In- und Ausland beweist es immer wieder aufs Neue seine hohe Klangkultur. Chefdirigent ist seit 2009 der renommierte amerikanische Dirigent und Pianist Dennis Russell Davies.

Die Gründung des Orchesters geht auf das Jahr 1876 zurück. Sie fällt damit in das Baujahr des akustisch hervorragenden Musiksaals im Basler Stadt-Casino, der auch heute noch die Spielstätte des Ensembles ist.

Unter den Dirigenten, die dem Sinfonieorchester Basel eng verbunden waren oder es noch sind, finden sich Namen wie Johannes Brahms, Felix Weingartner, Gustav Mahler, Wilhelm Furtwängler, Antal Dorati, Gary Bertini, Walter Weller, Armin Jordan, Horst Stein, Otto Klemperer, Nello Santi, Pierre Boulez, Marko Letonja, Valery Gergiev und Mario Venzago.Eine ganze Reihe bedeutender Werke des 20. Jahrhunderts – unter anderem von Béla Bartók, Arthur Honegger und Bohuslav Martinů – wurden vom Sinfonieorchester Basel uraufgeführt.

1997 fusionierte das Basler Sinfonie-Orchester mit dem Radio Sinfonieorchester Basel. Dabei wurde für das Ensemble der heute gültige Name gefunden: Sinfonieorchester Basel. Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Orchesters war 2012 die Ablösung von der langjährigen Veranstalterin AMG (Allgemeine Musikgesellschaft Basel) und der gleichzeitige Aufbau einer eigenen Abonnement-Reihe.

Das Repertoire des Sinfonieorchesters Basel ist breit gefächert: Es reicht von der Wiener Klassik über die Romantik bis hin zu Kompositionen der jüngsten Moderne. Gezielt werden auch neue Konzertformen gesucht und Koproduktionen mit Jazz-, Rock- oder Techno-Acts realisiert. Unter Dennis Russell Davies baut das Orchester seine Stärken und sein Repertoire laufend aus. Schwerpunkte sind unter seinem Dirigat nebst Klassikern der Moderne auch Werke von schweizerischen und amerikanischen Komponisten. Davies und das Sinfonieorchester Basel pflegen eine enge Zusammenarbeit mit der Paul Sacher Stiftung Basel.

Zahlreiche international beachtete und zum Teil preisgekrönte CD-Produktionen dokumentieren das Schaffen des Sinfonieorchesters Basel. Gegenwärtig widmet sich das Orchester unter seinem Chefdirigenten Gesamteinspielungen der Sinfonien von Franz Schubert und Arthur Honegger.

Seit ein paar Jahren zeigt das Sinfonieorchester Basel vermehrt auch internationale Präsenz. So führte beispielsweise 2010 eine Tournee das Sinfonieorchester Basel nach China, und im Herbst 2012 gab das Orchester zwei gefeierte Gastspiele in St. Petersburg und Moskau. Im Frühling 2014 spielte das Orchester im Rahmen einer ausgedehnten England-Tournee Konzerte in London, Cambridge, Basingstoke, Coventry und Cardiff. Für den Frühling 2015 ist eine Tournee nach Südkorea und China geplant.


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