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Mittwoch, 19. September 2018

Weber, Carl Maria von - Sämtliche Ouvertüren

Nicht ganz erste Wahl


Label/Verlag: cpo
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Am stärksten überzeugt Howard Griffiths hier mit Raritäten aus der Feder Carl Maria von Webers.

Howard Griffiths‘ Begeisterung für Musik aller Epochen, für das Unbekannte wie das Bekannte, ist in fast all seinen Einspielungen unmittelbar fassbar. Die große Frische und Wärme seiner Interpretationen überzeugt gerade dort am allermeisten, wo die Konkurrenz nicht übermächtig ist. Bei einer Gesamteinspielung der Ouvertüren Carl Maria von Webers gibt es natürlich Stücke, die mehr als nur gemeinhin bekannt sind, andererseits aber auch Raritäten, etwa die Ouvertüren zu 'Turandot', 'Peter Schmoll', 'Preciosa' oder 'Silvana' (letztere eine Ouvertüre, die heute vergessen wäre, stammte sie von einem anderen Komponisten).

Und für die Raritäten muss man ihn lieben. Das Tänzerische der 'Preciosa'-Ouvertüre etwa habe ich so mitreißend noch nie erlebt. Bei der 'Turandot'-Ouvertüre betont Griffiths die Voranklänge an Dvořák (die Lawrence Foster mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra nur durch gewisses ‚Gewicht‘ vermeiden konnte). Die Jubelouvertüre kann leicht ‚unnobel‘ geraten – da verführen Webers Tempi gelegentlich zum ‚Rasen‘. Dafür wählt Griffiths beim 'Freischütz' insgesamt eher moderate Tempi, und auch bei 'Euryanthe' ist Marek Janowski noch einen Hauch frischer. Insgesamt eine unterhaltsame, immer wieder vorbildliche, insgesamt aber nicht ganz runde Produktion.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Weber, Carl Maria von: Sämtliche Ouvertüren

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
cpo
1
10.12.2015
EAN:
761203783120

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Weber, Carl Maria von


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cpo

Wohl kaum ein zweites Label hat in letzter Zeit soviel internationale Aufmerksamkeit erregt wie cpo. Die Fachwelt rühmt einhellig eine überzeugende Repertoirekonzeption, die auf hohem künstlerischen Niveau verwirklicht wird und in den Booklets eine geradezu beispielhafte Dokumentation erfährt. Der Höhepunkt dieser allgemeinen Anerkennung war sicherlich die Verleihung des "Cannes Classical Award" für das beste Label (weltweit!) auf der MIDEM im Januar 1995 und gerade wurde cpo der niedersächsische Musikpreis 2003 in "Würdigung der schöpferischen Leistungen" zuerkannt.
Besonders stolz macht uns dabei, daß cpo - 1986 gegründet - in Rekordzeit in die Spitze vorgestoßen ist. Das Geheimnis dieses Erfolges ist einfach erklärt, wenn auch schwierig umzusetzen: cpo sucht niemals den Kampf mit den Branchenriesen, sondern füllt mit Geschick die Nischen, die von den Großen nicht besetzt werden, weil sie dort keine Geschäfte wittern. Und aus mancher Nische wurde nach einhelliger Ansicht der Fachwelt mittlerweile ein wahres Schmuckkästchen.
Am Anfang einer Repertoire-Entscheidung steht bei uns noch ganz altmodisch das Partituren-lesen, denn nicht alles, was noch unentdeckt ist, muß auch auf die Silberscheibe gebannt werden. Andererseits gibt es - von der Renaissance bis zur Moderne - noch sehr viele wahre musikalische Schätze zu heben, die oft näher liegen, als man meint. Unsere großen Werk-Editionen von Pfitzner, Korngold, Hindemith oder Pettersson sind nicht umsonst gerühmt worden. In diesem Sinne werden wir fortfahren.
Letztendlich ist unser künstlerisches Credo ganz einfach: Wir machen die CDs, die wir schon immer selbst haben wollten. Seien Sie herzlich zu dieser abenteuerlichen Entdeckungsfahrt eingeladen!


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