> > > Rachmaninoff, Sergei: Sämtliche Werke für Klavier solo
Freitag, 22. September 2017

Rachmaninoff, Sergei - Sämtliche Werke für Klavier solo

Rachmaninoff in südlich-warmem Gewande


Label/Verlag: Odradek
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Der portugiesische Pianist Artur Pizarro veröffentlicht bei Odradek Rachmaninoffs gesamtes Œuvre für Soloklavier. Sieben CDs voll individuellem Stil – zwar nicht unbedingt stilechte, aber durchaus gelungene Interpretationen.

‚Eine Gottheit mit drei Gesichtern‘ nannte einst ein Kritiker Sergei Vasilyevich Rachmaninoff, den großen russischen Komponisten, Pianisten und Dirigenten. ‚Groß‘ im wahrsten Sinne des Wortes, denn er war wohl circa 1,90m und hatte außerordentlich große Hände, mit denen er mühelos den Umfang einer Duodezime greifen konnte. Es verwundert daher auch nicht, dass seinen Kompositionen für Klavier Vollgriffigkeit, vieltönige Akkorde sowie weitreichende Arpeggien charakteristisch sind, die zu meistern sicher vielen Pianisten kein Leichtes ist. Rachmaninoffs außergewöhnlich virtuose Fähigkeiten und seine von seinen Zeitgenossen beschriebene meisterhafte Genialität im Spiel auf dem im 19. Jahrhundert so populär gewordenen Tasteninstrument projizierte der Komponist auch auf seine eigenen Werke, die er natürlich auch selbst zu spielen in der Lage war. Von Beginn seines kompositorischen Schaffens mit 17 Jahren bis zur letzten niedergeschriebenen Note im Jahre 1941 durchzog die Klaviermusik sein Leben. So entstand ein klaviermusikalisches Œuvre, das in Rachmaninoffs Gesamtwerk insgesamt den größten Umfang einnimmt, voll von technischer Komplexität, stilistischer Varianz, musikalischer Ausdrucksstärke und charakterlichem Reichtum.

Die Erbfolge der Rachmaninoff-Interpreten

Sich einem solch gigantischen Werkkosmos zu widmen und dies vollständig auf Tonträger zu bannen, gelang bislang nur dem russisch-isländischen Pianisten mit Schweizer Wohnsitz Vladimir Ashkenazy. In einer CD-Sammlung von elf CDs veröffentlichte er 2014 bei Decca ‚Sämtliche Werke für Klavier von Sergei Rachmaninoff‘, welche er zwischen 1963 und 2013 aufgenommen und damit einen Meilenstein gesetzt hat. Zudem spielte er als Dirigent alle Sinfonien des russischen Komponisten ein. Daher gehört Ashkenazy heute zu einem der anerkanntesten Rachmaninoff-Interpreten unserer Zeit. Er war jedoch nicht der erste, der Rachmaninoffs gesamtes Soloklavierwerk ergründete und in kompaktem Format einem Publikum zu Gehör zu brachte. Dies tat bereits der 2015 verstorbene russische Pianist Vladimir Selivokhin, als er im Rahmen eines musikalischen Zyklus‘ an lediglich zwei Abenden (Datum leider unbekannt) das vollständige Klaviersoloprogramm vortrug. Aufnahmen sind allerdings kaum erhalten, obwohl Selivokhin in Konzerten häufig Rachmaninoffs Werke vortrug.

Verfolgt man die Linie der bedeutendsten Rachmaninoff-Interpreten bis zum Komponisten selbst zurück, so lassen sich aber noch weitere Namen nennen: Benno Moiseiwitsch (1890–1963) wurde von Rachmaninoff als musikalischer Erbe gesehen und der Komponist zählte ihn nicht nur zu den besten Interpreten seiner Klaviermusik, sondern vertrat zuweilen sogar die Ansicht, Moiseiwitsch spiele seine Werke besser als er selbst. Von ihm existiert heute leider nur noch eine einzige Teilaufnahme des Prelude h-Moll op. 32 Nr. 10. In Moiseiwitschs Fußstapfen traten anschließend die Russen Vladimir Horowitz (1903-1989) sowie Sviatoslav Richter (1915-1997), die beide generell zu den berühmtesten und besten Rachmaninoff-Interpreten und sowjetischen Klaviervirtuosen des 20. Jahrhunderts zählen. Während von Richter heutzutage noch etliche Aufnahmen zu finden sind, beschränkt sich Horowitz‘ erhaltenes Repertoire auf ein Minimum, wie etwa die Sonate Nr. 2 op. 36. In deren Erbfolge reihten sich die bereits oben erwähnten Pianisten Vladimir Ashkenazy (*1937) und Vladimir Selivokhin (1949–2015) ein. Will man neben Artur Pizarro noch einen Blick auf bedeutende aktuelle Interpreten von Rachmaninoffs Klaviermusik werfen, so lassen sich wohl Boris Berezovsky (*1969) sowie Nikolai Lugansky (*1972) nennen, die sich beide bereits umfassend im Rahmen sowohl von Konzerten als auch CD-Einspielungen um das klaviermusikalische Erbe ihres Landsmannes verdient gemacht haben. Betrachtet man ihr bereits veröffentlichtes Repertoire, lässt sich zukünftig möglicherweise auch von ihnen eine Gesamteinspielung erwarten.

Die Gesamteinspielung von Artur Pizarro

Die vorliegende Sammlung, interpretiert von Artur Pizarro und 2015 erschienen beim Label Odradek, umfasst auf sieben CDs alle Werke Rachmaninoffs für Soloklavier zweihändig. Die Klavierkonzerte etwa sind darin, wie der Titel ‚Sergei Rachmaninoff – Complete Piano Works‘ vermuten lässt, nicht inbegriffen. Dem Begleitheft ist zu entnehmen, dass sich der portugiesische Pianist Artur Pizarro (*1968) bereits seit langem mit Rachmaninoffs Werken auseinandersetzt. Sie strahlen auf ihn eine persönliche Faszination aus, die ihn noch lange - ‚bis meine Finger sie nicht mehr spielen können‘ -begleiten wird.

An dieser Stelle seien bereits ein paar kritische Worte zum Booklet erlaubt: Zwar gefällt grundsätzlich die Aufmachung der CD-Kollektion sowie deren grafische Gestaltung, darüber hinaus ist auch die dreisprachige Bereitstellung der Texte auf Englisch, Deutsch und sogar Japanisch positiv, jedoch sind die Texte, wenngleich inhaltlich überwiegend interessant und leicht zu lesen, sowohl stilistisch zu umgangssprachlich als auch von eher dürftigem Ausdruck. Die deutsche Übersetzung ist orthografisch, grammatikalisch sowie in Bezug auf Kommasetzung erheblich fehlerhaft. So etwas sollte in dieser Häufigkeit in einer solchen Publikation nicht vorkommen. Pizarros Interpretation und der Gehalt der vorliegenden Einspielung stehen selbstverständlich abseits von dieser Kritik.

Portugiesische Originalität

Will man zunächst ein allgemeines Urteil abgeben, so lässt sich zusammenfassen, dass die siebenteilige CD-Publikation in vielerlei Hinsicht, etwa in Bezug auf das hohe musikalische Niveau, überzeugen kann, aber im Detail auch einige Kritikpunkte einstecken muss. Sie ist tendenziell eher von südländisch-warmherziger Emotionalität und Freiheit als von still empfundenem Ausdruck und genauer Präzision geprägt. Artur Pizarro ist eben Portugiese und kein Russe. Er bleibt sich und seiner Herkunft treu und versteht aus ihr Rachmaninoffs Musik. Damit findet er seinen eigenen Zugang zu ihr und liefert eine zuweilen ungewöhnliche, aber nichtsdestotrotz qualitativ hochwertige Interpretation. Besonders gelungen sind in vorliegender Aufnahme die 'Corelli-Variationen' op. 42, die beiden Sonaten opp. 28 und 36 sowie die 'Moment musicaux' op. 16. Auffällig ist in Bezug auf die Originalität der Sammlung beispielsweise Artur Pizarros Wahl des Flügels, dem ein warmer, weicher Klang und stumpfer Anschlag der Tasten eigen ist. Ihm entlockt der Pianist bezaubernde Pianoschattierungen, erfüllt von Sanftheit und Intimität, die er teilweise fast bis ins Unhörbare ausreizt und ihnen damit eine energiereiche Spannung verleiht. Die Schwäche liegt bei diesem Instrument jedoch im Forte, denn dort klingt er, vermutlich auch wegen des relativ langen Nachhalls, der komponierten Vollgriffigkeit und der Verwendung des Pedals, schnell etwas muffig und fehlt es ihm an raumeinnehmender Kraft. Russische Interpreten, wie etwa Ashkenazy, Richter und Horowitz, spielten überwiegend auf Instrumenten mit tendenziell eher hartem Anschlag und kühlem, aber strahlendem Ton, der auch in vollgriffigen Passagen an Transparenz nicht verliert. Die Klangqualität der Odradek-Aufnahme ist sehr gut. Sie legt einen wesentlichen Fokus auf den Erhalt des charakteristischen Originalklangs des Flügels, indem beispielsweise bei Wegnahme des Pedals die Töne auf ganz typische Art und Weise abklingen, ohne, dass etwa ein zusätzliches Störgeräusch erklingt. Quasi im Umkehrschluss bildet sich beim Hörer die Assoziation eines echten, raumnahen Konzertflügels, was das Hörerlebnis deutlich verlebendigt.

Die Erben und Pizarros Interpretation

Artur Pizarro, der bereits im Alter von drei Jahren mit dem Klavierspiel begann, spielt auf technisch hohem Niveau und mit lockerer Geschmeidigkeit. Sein Spektrum an Anschlagsvarianz ist umfangreich und reicht von hauchzart, butterweich über tupfend, knackig zu kraftvoll, energiereich. Besonders auffällig ist, dass er die Musik als umfassende Stimmung und emotionalen Ausdruck versteht, auf die er den Schwerpunkt legt, und für deren Umsetzung ihm seine technischen Fähigkeiten nur als Werkzeug dienen. Pizarros Gestaltungsspannweite ist daher umfassend: Ob eine lyrisch zarte Melodie, schwebend auf einem verschmelzenden Klangteppich, ob ein kräftiges, trockenes oder weiches, leuchtendes Forte, ob ein überschwänglich voranpreschendes Crescendo, ob eine traurig singende Weise, ob ein sanft intimes, fast in sich vergehendes, butterweiches, hauchzartes Piano – der Portugiese weiß Empfindungen zu wecken.

Leider passiert es dabei allerdings hin und wieder, dass einzelne Töne dem Phrasenverlauf nicht genau eingebettet sind oder vereinzelte Abschnitte nicht ganz homogen erscheinen – dies aber lediglich in Nuancen auf Mikroebene. Im Allgemeinen liegt Artur Pizarros Stärke eben im Erzeugen einer emotional nach außen dringenden Stimmung und an Stellen, in denen der Fokus auf einer über einem begleitenden Klangteppich schwebenden Melodie liegt. Dort beeindruckt der portugiesische Pianist mit Gleichmäßigkeit und geschmeidiger Weichheit im Begleitapparat sowie strahlender Leuchtkraft in der Melodiestimme, vor allem im Piano. Schwächer treten dabei die für Rachmaninoffs Musik so typischen vollgriffigen, akkordreichen Passagen hervor, denen es des öfteren an Transparenz und differenziertem Ausmusizieren mangelt. Zwar kann Pizarro die Tonmassen bewältigen, doch entsteht zuweilen nebulöse Schwammigkeit und metrische Ungenauigkeit. Offen bleibt natürlich, ob dies technischen Grenzen geschuldet oder eine bewusste Entscheidung des Interpreten war. Im Vergleich dazu spielt beispielsweise Richter, etwa in Aufnahmen der 'Preludes' op. 23 oder der 'Etudes-Tableaux' op. 33, durchweg äußerst akkurat und transparent sowie mit einem harten, überaus kraftvollen Klang.

In Bezug auf die gewählten Tempi bewegt sich Pizarro sehr nah an seinen russischen Kollegen. Abwechslungsreich und mehr als Charakter denn als Geschwindigkeitsmaß verstanden, setzt er die vorgegebenen Angaben um, wobei er insbesondere Ritardandi sehr sparsam und weniger ausgiebig als üblich auslegt. Die Deutlichkeit, mit der Pizarro die in den Noten stehenden Vortrags- und Ausdrucksangaben umsetzt, bewegt sich überhaupt innerhalb eines mittelbreiten Spektrums; es könnte mehr sein. Traditionell werden größere dynamische Kontraste, längere Rubati und expressivere Agogik von Interpreten wie Ashkenazy oder Selivokhin bevorzugt. Dies aber bleibt natürlich eine persönliche Auslegungsfrage und gehört vermutlich zu Pizarros Stil. Währenddessen nimmt sich Pizarro metrisch innerhalb kleiner Abschnitte teilweise wiederum mehr Freiheit, einzelne Noten elastisch zu gestalten und sie mit umliegenden Tönen in Beziehung zu setzen. Dadurch lädt er die Musik mit Freizügigkeit und südländischem Temperament auf. Kritisch daran ist allerdings, dass er damit immer wieder in gewissem Maße in rhythmisch-metrische Unpräzision verfällt, sodass die Musik zwar einerseits angenehm dahinwabert, andererseits zuweilen ihrem greifbaren metrischen Gefüge leicht entrückt scheint. Ashkenazy spielt dagegen präziser und knackiger und verleiht der Musik einen Sinngehalt, der tief empfunden und verstehend durchlebt wirkt. Typisch russisch disziplinierte Genauigkeit sowie ein herkömmlicher Zugang zu Rachmaninoffs Musik finden sich bei Artur Pizarro also eher wenig. Dafür aber erhält die sonst oft schwere Musik einen südländisch warmen, zeitgenössisch leichten, populärmusikalischen Touch.

Artur Pizarros Einspielung Soloklavier-Gesamtwerks von Sergei Rachmaninoff ist von hohem musikhistorischem Wert. Wer eine der russischen Interpretationsästhetik folgende, an ‚ursprünglichen‘ Vortragsweisen orientierte Aufnahme sucht, wird mit dieser Sammlung vermutlich nicht richtig glücklich. Artur Pizarro bietet jedoch eine eloquente, wohlklingende Einspielung, die, wenngleich fernab von ‚echt russischer‘ Interpretation, einen individuellen, lyrisch empfundenen und qualitativ hochwertigen Zugangsweg aufzeigt, der einigen Genuss bereiten wird.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.



Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



Cover vergrößern

    Rachmaninoff, Sergei: Sämtliche Werke für Klavier solo

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Odradek
7
13.11.2015
EAN:

850869006015


Cover vergössern

Rachmaninoff, Sergej


Cover vergössern

Odradek

Odradek Records ist keine beliebige neue Plattenfirma. Es ist der erste Schritt eines größeren Projekts, welches es sich zur Aufgabe gemacht hat, klassische Musik neu zu produzieren und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wir sind der Meinung, daß die derzeitige Struktur der Musikwelt das wahre Wesen der Musik verkennt und ihr nicht die gebührende Bedeutung beimisst. Die Welt der klassischen Musik dreht sich im Wesentlichen um wenige, berühmte Namen, einige große Konzerthäuser und ein Repertoire, welchem - eingeschränkt durch die Fesseln der Popularität - wenig Spielraum gelassen wird. Nachwuchskünstler werden zumeist im musikfeindlichen Labyrinth der Wettbewerbe gefunden, wobei der große Erfolg dort nicht selten enger mit Extravaganz und Theatralik als mit der Genauigkeit und Feinheit der Interpretation verknüpft ist. Solch ein System, welches den Gesetzen der freien Marktwirtschaft ausgesetzt ist, zwingt die große Mehrheit der Künstler immense Summen für eine CD Aufnahme aufzubringen, deren Gewinn größtenteils wieder an die Plattenfirma zurückfließt. Dadurch bleibt vielen guten Musikern die Möglichkeit einer professionellen Aufnahme verwehrt. Solch ein System hat sich nicht nur schon weit von der Kunst entfernt, es ist ein System, das in sich selbst in einer großen Krise steckt.

Idealerweise sollte Musik, genau wie andere Primärgüter, nicht vom Markt abhängig sein. Uns ist klar, dass dies streng genommen eine utopische Vision ist. Aber gerade dieses Streben nach dem Unerreichbaren ist ein grundlegender Antrieb für die Dynamik unseres Projekts.

Odradek Records ist eine nicht an Profit orientierte Plattenfirma. Nach Deckung aller Produktions- und Vertriebskosten gehen alle Erlöse an den Künstler. Die zwei maßgebenden Kriterien zur Auswahl der Künstler sind einerseits höchste musikalische Qualität und andererseits die Attraktivität des vorgeschlagenen Programms. Wir wollen nicht ausschließen, sondern mit einbeziehen: Es ist nicht von Bedeutung ob jemand einen wichtigen Wettbewerb gewonnen oder schon in großen Konzerthallen gespielt hat. Ebenso interessieren uns weder Alter und Herkunft eines Künstlers, noch ob er bei einer großen Plattenfirma unter Vertrag ist. Das einzig relevante Kriterium ist die musikalische Qualität des Künstlers. Wir interessieren uns für Aufnahmen von Chopin und Co., genauso wie für Aufnahmen von Stücken von Berio, Scelsi, Copland, Carter, Webern, Schönberg, Ligeti, Kurtag, Ives u.v.a.

Odradek Records produziert nicht nur CDs. Wir sind überzeugt, daß Musik in ihrer Ganzheit erst im Konzert voll zur Geltung kommen kann. Aus diesem Grund organisieren wir regelmäßig Musikfestivals in verschiedenen Städten, um unsere CDs und die Musik zu fördern.

Zu guter Letzt noch ein Wort zu unserem Namen, den wir einer Kurzgeschichte von Kafka entliehen haben. Ebenso wie der Familienvater in Kafkas Geschichte, sind auch wir besorgt. Besorgt, dass Musik immer mehr ein ?Odradek? wird; ein undefinierbares und unverständliches Wesen, dessen Stimme künstlich klingt ? wie die Stimme eines Menschen ?ohne Lungen?; ein Wesen ohne Form, das auf beängstigende Weise all das kopiert was jemals lebendig war und von jenen, die über die notwendigen Instrumente der Macht und Kontrolle verfügen, in jede Form gepresst werden kann. Wir hoffen, dass das käfigähnliche Geländer, das den Mann in Kafkas Bildern umgibt, sich in ein Instrument verwandelt ? wir möchten unser Gefängnis in Freiheit verwandeln.

Wir möchten dazu beitragen, dass Musik wieder ausschließlich als Kunstwerk wahrgenommen und die ursprüngliche Funktion musikalischer Interpretation wiederhergestellt wird ? die einzige, die eine mögliche Zukunft eröffnet: ein Feld der Forschung.

Willkommen beim Projekt Odradek!


Mehr Info...


Cover vergössern
Jetzt kaufen bei...


Weitere Besprechungen zum Label/Verlag Odradek:

  • Zur Kritik... Zersplitterte Musik: Das monochrome Cover sollte einen nicht glauben machen, hier würde bloß Grau in Grau geboten. Mariann Marczi stellt ein ebenso fesselndes wie einheitliches Programm ungarischer Klaviermusik des 20. Jahrhunderts vor. Weiter...
    (Sebastian Rose, )
  • Zur Kritik... Große Fußstapfen: Mit dieser Nachverfolgung von Nielsens Fußspuren hinterlässt das Ensemble Carion selbst große Fußstapfen. Es wäre zu wünschen, dass Nachahmer die Fährte aufnehmen. Weiter...
    (Dr. Tobias Pfleger, )
  • Zur Kritik... Unausgeglichen: Das Klavierduo Miho und Masumi Hio bringt die Zeitgenossen Ravel und Strawinsky zusammen und interpretiert deren Orchesterwerke auf dem Klavier. Weiter...
    (Robert Puzik, )
blättern

Alle Kritiken von Odradek...

Weitere CD-Besprechungen von Anne Zehrt:

  • Zur Kritik... Sahnige Geschmeidigkeit: Das tschechische Ensemble Trio Martinů spielt Tschaikowsky und Martinů und überzeugt mit einer technisch einwandfreien, schlichten und doch spannend gestalteten Interpretation. Durchweg ein sahniger Ohrenschmaus. Weiter...
    (Anne Zehrt, )
  • Zur Kritik... Europäische Sicht: Der WDR Rundfunkchor stellt unter Nicolas Fink Rachmaninows 'Ganznächtliche Vigil' akkurat musiziert und differenziert gestaltet vor. Der eigentliche intime Glaubensgedanke dieser sakralen Musik bleibt aber zu wenig nachempfunden. Weiter...
    (Anne Zehrt, )
  • Zur Kritik... Gestalterische Elastizität und gesangliche Perfektion: Leichtfüßiger Schwung und warme Timbres beleben mit ausdrucksvoller Gestaltungsfreude das Oster- und das Himmelfahrtsoratorium von Johann Sebastian Bach. Eine erstklassige Einspielung mit dem Barockorchester Stuttgart unter Frieder Bernius. Weiter...
    (Anne Zehrt, )
blättern

Alle Kritiken von Anne Zehrt...

Weitere Kritiken interessanter Labels:

  • Zur Kritik... Mit starkem Pinsel: Daniel Raiskin und das Staatsorchester Rheinische Philharmonie legen sich für den dänischen Sinfoniker Louis Glass voll ins Zeug und bringen das Interessante und Ansprechende dieser vielfarbigen Musik sehr gut zur Geltung. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
  • Zur Kritik... Seltene Erden: Ein Dokument des Gelingens. Weiter...
    (Dr. Daniel Krause, )
  • Zur Kritik... Besser als die Vorlage: Der Pianist Blazej Kwiatkowski versteht Chopins Lieder als ganz persönliche Tagebucheinträge des Komponisten. Gemeinsam mit empathischen Stimmen und begleitet auf einem Breadwood von 1847 belässt er sie in ihrer Schlichtheit. Weiter...
    (Christiane Franke, )
blättern

Alle CD-Kritiken...

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (9/2017) herunterladen (1880 KByte) Class aktuel (3/2017) herunterladen (0 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Feliks Nowowiejski: Quo Vadis - Come, brothers, come, and sing to the Lord!

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Julian Prégardien im Portrait "Das ganze Projekt ist eine Reise durch die Musik"
Julian Prégardien macht die Aufführungsgeschichte großer Werke anschaulich - und setzt Impulse für die Zukunft

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Anzeige

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich