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Dienstag, 20. November 2018

Scriabin, Alexander - Sinfonien 3 & 4

Gebremste Ekstase


Label/Verlag: LSO Live
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Scheitern auf hohem Niveau: Gergiev und das LSO spielen Skrjabins Sinfonien Nr. 3 und 4.

In zwei Live-Aufnahmen von 2014 aus dem Barbican erscheinen hier unter dem hauseigenen Label des London Symphony Orchestra Alexander Skrjabins Sinfonien Nr. 3 'Le Divin Poème' und Nr. 4 'Le Poème de l'Extase' auf einer hybriden SACD. Wie immer bei russischer Spätromantik bzw. Moderne erweist sich der (damalige) Chefdirigent des LSO Valery Gergiev als überlegener Lenker, der auch vor expressiven Ausbrüchen nicht zurückschreckt. Vor allem in der Dritten Sinfonie klingt hier eine große Nähe zu Strawinskys 'Feuervorgel' an.

Dass Skrjabins umfangreiches orchestrales Wuchern nicht ganz jene Ekstase auslöst wie erwartet, mag vielleicht an den akustischen Gegebenheiten der Aufnahme liegen. Selbst im Mehrkanal-Modus bleibt es auf der orchestralen Bühne zu blass. So entfalten trotz grandioser Posaunen- und Trompetensoli zum Beispiel die Streicher nicht jenen überlegenen Glanz oder jene Wärme, wie man sie von so namhaften Interpreten erwarten darf. Sicher, es ist alles da, aber es fehlen die große souveräne Brillanz und der genialische Schwung, um den zu Pompösität neigenden Orchesterstil Skrjabins vollends zum Erblühen zu bringen.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Scriabin, Alexander: Sinfonien 3 & 4

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
LSO Live
1
06.11.2015
EAN:
822231177128

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Skrjabin, Alexander
 - Sinfonie Nr. 3 - 1. Lento - Luttes (Struggles)
 - Sinfonie Nr. 3 - 2. Voluptés (Delights)
 - Sinfonie Nr. 3 - 3. Jeu divin (Divine play)
 - Sinfonie Nr. 4 op. 54 -


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LSO Live

Einspielungen des Labels LSO Live vermitteln die Energie und Emotion der großartigsten Aufführungen mit höchster technischer Qualität und Finesse.

Liveaufzeichnungen bedeuteten früher gewöhnlich Kompromisse, aber heutzutage kann mit Hilfe der besten Aufnahmetechnik im Konzertsaal die Vitalität festgehalten werden, die im Studio so schwer nachzustellen ist.
Durch das Zusammenschneiden mehrerer Aufführungen können wir eine Vorlage schaffen, die die Spannung einer Konzertaufführung ohne unerwünschte Nebengeräusche bewahrt.

Seit 2000 veröffentlichte das LSO Live über 80 Alben und nahm zahlreiche Preise entgegen. Das London Symphony Orchestra war schon früher das am meisten aufgenommene Orchester der Welt, hatte es doch für zahlreiche Plattenfirmen gearbeitet und viele der berühmtesten Filmmusiken eingespielt. Die Investition in unsere eigenen Aufnahmen ermöglicht dem Orchester jedoch abzusichern, dass jede Veröffentlichung den höchsten Qualitätsansprüchen genügt und das Hören der besten Musik allen Menschen zugänglich ist.

Das LSO Live war eines der ersten klassischen Plattenfirmen, die Downloads anboten, um ein breiteres Publikum anzusprechen. Wir geben auch unsere Einspielungen im SACD Format (Super Audio Compact Disc) heraus. SACDs lassen sich auf allen CD-Spielern abspielen, ermöglichen aber den Hörern mit speziellen SACD-Spielern den Genuss eines hochaufgelösten, mehrkanaligen Klangs.

London Symphony Orchestra
Das London Symphony Orchestra wurde 1904 von einer Gruppe von Musikern gegründet, die für den Dirigenten Henry Wood spielten. Sie wollten ihr eigenes Orchester leiten und die Wahl haben, mit welchen Dirigenten sie zusammenarbeiteten. Sie beschrieben das LSO als eine musikalische Republik, und das Orchester war über Nacht ein Erfolg.

Heute gibt das LSO ungefähr 70 Konzerte pro Jahr in London und bis zu 90 auf Tournee. Es ist regelmäßig auf Konzertreise durch Europa, Nordamerika und im Fernen Osten. Waleri Gergijew ist seit 2007 Chefdirigent des LSO und Sir Colin Davis sein Präsident.

Das LSO organisiert auch das in der Welt am längsten laufende und umfangreichste Bildungsprogramm eines Orchesters: LSO Discovery. Mit seinem Sitz im Londoner Musikbildungszentrum LSO St Lukes schafft Discovery die Möglichkeit für Menschen aller Altersgruppen und Veranlagungen, mit Musikern des LSO zusammenzuarbeiten, etwas über Musik zu lernen und ihre Fertigkeiten zu entwickeln.


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