> > > Beethoven, Ludwig van: Symphonie Nr. 1 &2 u.a.
Freitag, 18. Januar 2019

Beethoven, Ludwig van - Symphonie Nr. 1 &2 u.a.

Fulminant


Label/Verlag: BR-Klassik
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Dieser Ausschnitt aus dem Gesamtzyklus macht Appetit auf mehr.

Im Herbst 2012 war es, als das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks eine Konzert-Tournee mit ‚allen Neunen‘ von Beethoven im Gepäck nach Japan unternahm. Das Ergebnis des dort aufgeführten Zyklus‘ wurde live mitgeschnitten, diesem Kompendium entstammt die vorliegende, beim Label BR-Klassik erschienene Einzelausgabe mit den ersten beiden Symphonien.

Beethoven ‚reloaded‘

Schon im Kopfsatz des Opus 21 ist es unmöglich, sich der dynamisch-agogischen Zugkraft zu entziehen, die Jansons‘ Dirigat von den ersten Takten an entfaltet. Bereits das einleitende Adagio besitzt hörbar vom Live-Momentum inspirierte Binnenspannung, der Drive des Allegro con brio sowie des Finalsatzes sind unwiderstehlich und machen Altbekanntes neudeutsch wahlweise zu einer Art ‚Beethoven 3.0‘ oder ‚Beethoven reloaded‘. Ausgereifte melodische Ästhetik bzw. vitale Frische kennzeichnen den zweiten Satz und das Menuett. Auch im Opus 36 nimmt Jansons fulminante Herangehensweise das Publikum mit denselben Parametern vom Anfang bis zum Ende gefangen – das Ergebnis sind Beifallsstürme im sonst schon gerne eher mal höflich zurückhaltenden Japan.

Inspiriertes Musizieren

Als nur auf den ersten Blick ‚Fremdkörper‘ sind zusätzlich mit Johannes Maria Stauds (*1974) 'Manai' und Misato Mochizuki (*1969) zwei zeitgenössische Werke zu hören – die Interpretation beider atmet denselben Geist inspirierten Musizierens wie das Hauptprogramm. Hinzu kommt die – sicherlich zu nicht unwesentlichen Teilen der herausragenden Akustik der Suntory Hall in Tokyo geschuldete – exzellente Klangqualität. Ob Einzelausgabe oder (übrigens auch auf DVD erhältliche) Komplett-Edition des ganzen Zyklus – diese Anschaffung lohnt sich unbedingt.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Beethoven, Ludwig van: Symphonie Nr. 1 &2 u.a.

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Spielzeit:
Aufnahmejahr:
BR-Klassik
1
27.11.2015
076:02
2012
EAN:
BestellNr.:
4035719001389
900138

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Beethoven, Ludwig van
 - Symphony No. 1 in C Major, Op. 21: I. Adagio molto _ Allegro con brio -
 - Symphony No. 1 in C Major, Op. 21: II. Andante cantabile con moto -
 - Symphony No. 1 in C Major, Op. 21: III. Menuetto _ Allegro molto e vivace -
 - Symphony No. 1 in C Major, Op. 21: IV. Adagio _ Allegro molto -
 - Symphony No. 2 in D Major, Op. 36: I. Adagio molto _ Allegro molto -
 - Symphony No. 2 in D Major, Op. 36: II. Larghetto -
 - Symphony No. 2 in D Major, Op. 36: III. Scherzo -
 - Symphony No. 2 in D Major, Op. 36: IV. Allegro molto -
Mochizuki, Misato
 - Nirai -
Staud, Johannes Maria
 - Maniai -


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"Als Ludwig van Beethoven begann, Symphonien zu komponieren, war die Gattung längst jenseits der Sphäre galanter und höfischer Unterhaltungsmusik und ist dabei zur wichtigsten instrumentalen Ausdrucksform geworden: Rhetorisch ausgefeilt, formal perfektioniert und individuell ausgeprägt bildeten die späten Symphonien von Mozart und Haydn einen Höhepunkt, an dem sich die nachfolgenden Generationen gemessen haben. So auch Beethoven, der es erst als Dreißigjähriger wagte, nacheinander mit zwei Symphonien hervorzutreten. Sowohl in der C-Dur-Symphonie als auch in der folgenden in D-Dur verfeinerte er thematische Binnenbezüge und schritt den vorgezeichneten Weg in Richtung Individualisierung weiter voran. Zwei Symphonien, die trotzdem ganz der musikalischen Eigengesetzlichkeit verpflichtet bleiben – ohne außermusikalische Anknüpfungspunkte wie in späteren Beethoven-Symphonien. Die Livemitschnitte von Beethovens Erster und Zweiter Symphonie sind im November 2012 anlässlich einer Japan-Konzertreise des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks entstanden und stammen aus der Tokioter Suntory Hall mit ihrer hochgelobten, einzigartigen Akustik, die Mariss Jansons und das Symphonieorchester einmal mehr zu klassisch-schlanker Klangentfaltung und interpretatorischer Finesse herausgefordert haben. Nachdem die preisgekrönte Komplettedition (BR-KLASSIK, 900119) auf beste Resonanz bei Kritikern und Publikum gestoßen ist, präsentiert BR-KLASSIK die Symphonien nun auch in Einzelveröffentlichungen. Ein besonderes Anliegen war es Mariss Jansons, den Beethoven-Symphonien Auftragswerke von Komponisten unserer Zeit als zeitgenössische Reflexionen zur Seite zu stellen. Dazu gehören das Orchesterintermezzo Nirai der in Tokio geborenen Komponistin Misato Mochizuki (*1969) sowie Maniai des Österreichers Johannes Maria Staud (*1974). Mochizuki lebt und arbeitet in Japan und Europa, wo sie als Kompositionslehrerin und als Composer in Residence wirkt und ihr Wissen weitergibt. Johannes Maria Staud belegte Meisterkurse u.a. bei Brian Ferneyhough und hat europaweit zahlreiche renommierte Kompositionspreise erhalten. Seine Werke sind u.a. bei den Wiener Festwochen und bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt worden. Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks Leitung: Mariss Jansons "


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BR-Klassik

Herausragende Musikaufnahmen der drei Klangkörper des Bayerischen Rundfunks werden unter einer gemeinsamen Marke den Musikfreunden angeboten. Das Label heißt BR-KLASSIK. Zum Start sind acht Tonträger sowie eine DVD am 18. September 2009 veröffentlicht worden. Mittlerweile umfasst der gesamte Katalog über 70 Aufnahmen.

Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Münchner Rundfunkorchester und der Chor des Bayerischen Rundfunks genießen sowohl in der Region als auch international einen außergewöhnlichen Ruf in Bezug auf Qualität, künstlerische Kreativität und die Vermittlung von klassischer Musik. Im Konzertsaal und in Hörfunk- und Fernsehübertragungen sind die drei Klangkörper regelmäßig zu hören. Herausragende Konzerte, besonders gelungene Interpretationen und selten zu hörende Werke werden nun unter der gemeinsamen Marke BR-KLASSIK auf dem hauseigenen Label dokumentiert.

Das CD-Label BR-KLASSIK ist organisatorisch bei der BRmedia Service GmbH angesiedelt, dem für die Zweitverwertungen zuständigen Tochterunternehmen des Bayerischen Rundfunks, und wird von Stefan Piendl als Label-Manager geleitet. Mit ihm und Peter Alward als A&R-Consultant konnte der Bayerische Rundfunk zwei erfolgreiche, externe Experten mit umfassender, internationaler Erfahrung für die Mitwirkung an seinem neuen Label BR-KLASSIK gewinnen.

Als logische und konsequente Fortsetzung der Surround-Sound-Offensive im Hörfunkprogramm von Bayern 4 Klassik, das ausgewählte Sendungen im Mehrkanalton und mit erhöhter Datenrate überträgt, werden auch die Tonträger-Veröffentlichungen des Öfteren als audiophile SACD produziert. Die Hybrid-SACD-Tonträger lassen sich als herkömmliche CD abspielen, enthalten aber auch eine Stereo-Spur im hochauflösenden DSD-Format sowie eine Mehrkanal-Fassung in 5.0 bzw. 5.1-Surround.

In der Reihe BR-KLASSIK ARCHIVE bringt das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks historische Aufnahmen des Labels zu Gehör. Z.B. war an zwei denkwürdigen Konzertabenden die Pianistin Martha Argerich zu Gast, 1973 unter Leitung von Eugen Jochum mit Mozarts Klavierkonzert KV 456 sowie zehn Jahre später mit Beethovens Klavierkonzert Nr. 1 unter Seiji Ozawa.

Im Vertrieb werden die Neuerscheinungen von BR-KLASSIK weltweit durch NAXOS betreut. Damit ist eine bestmögliche Präsenz auf allen wichtigen internationalen Märkten gewährleistet. Neue Aufnahmen werden im Highprice-Segment veröffentlicht, die CDs der ARCHIVE- und WISSEN-Serie auf Midprice. Zu einer modernen Vertriebsstruktur gehört selbstverständlich auch die Möglichkeit des digitalen Downloads über Musikportale wie iTunes, Musicload u.a.. Auch dieser Vertriebsweg wird über die Firma NAXOS erschlossen. Die Naxos Music Library präsentiert zudem für Universitäten und öffentliche Bibliotheken via Internet einen ständig wachsenden Katalog mit Tausenden von Titeln weltweit führender Labels. Studenten, Lehrpersonal und andere Benutzer können sich jederzeit einloggen und in der Bibliothek, im Hörsaal, im Studentenwohnheim, im Büro oder zu Hause das komplette Repertoire abrufen - auch die Aufnahmen von BR-KLASSIK.


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