> > > Sibelius, Jean: Scaramouche, op. 71
Samstag, 19. Oktober 2019

Sibelius, Jean - Scaramouche, op. 71

Sibelius und der Stummfilm


Label/Verlag: Naxos
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Jean Sibelius erweist sich in der eher unbekannten Bühnenmusik zur Pantomime 'Scaramouche' als Meister expressionistischer Stimmungen und Steigerungen.

Im Dezember 1913 vollendete Jean Sibelius die Musik zu Poul Knudsens tragischer Pantomime mit Dialog 'Scaramouche' op. 71; weder war er von dem Szenario, das er als Plagiat eines Dramas von Arthur Schnitzler empfand, überzeugt, noch von der Entscheidung, der Pantomime Sprechtext beizufügen. Zu einer Aufführung kam es erst 1922 in Kopenhagen, und obschon das Werk als Ganzes von der Kritik nicht positiv aufgenommen wurde, erfuhr Sibelius‘ Partitur lobende Erwähnung, die mit über einer Stunde Dauer neben dem Operneinakter 'Die Jungfrau im Turm' ('Jungfrun i tornet', 1896) seine einzige musikalisch durchgehende szenische Komposition ist, in der der verfeinerte Klang von Sibelius‘ Orchesterkunst (mit relativ kleinem Orchester, aber obligatem Klavier) in unterschiedlichsten Farben erkundet wird.

Das Werk ist bei dem Turku Philharmonic Orchestra unter Leif Segerstam in guten Händen, der ihm keine unnötigen Akzente aufsetzt, sondern vielmehr die feinen Linien, den kammermusikalischen Duktus des Werks erkundet, das sich von lichter Eleganz zu albträumerischen Zuständen steigert und das man entweder einem entsprechenden expressionistischen Stummfilm unterlegen oder mit einem entsprechend angelegten kürzeren Opern- oder Ballettwerk von Zemlinsky oder Schreker koppeln könnte.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Sibelius, Jean: Scaramouche, op. 71

Label:
Anzahl Medien:
Naxos
1
Medium:
EAN:
CD
747313351176

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Naxos

Als der Unternehmer Klaus Heymann 1982 für seine Frau, die Geigerin Takako Nishizaki in Hongkong das Plattenlabel Marco Polo gründete, war dies der Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. Fünf Jahre später rief Heymann das Label NAXOS ins Leben, das in der Klassikwelt längst zur festen Größe geworden ist und es bis heute versteht, hohe Qualität zu günstigen Preisen anzubieten. Der einzigartige und sich ständig erweiternde Katalog des Labels umfasst mittlerweile über 8.000 CDs mit mehr als 130.000 Titeln - von Kostbarkeiten der Alten Musik über sämtliche berühmten "Klassiker" bis hin zu Schlüsselwerken des 21. Jahrhunderts. Dabei wird der Klassik-Neuling ebenso fündig wie der Klassikliebhaber oder -sammler. International bekannte Künstler wie das Kodály Quartet, die Geigerin Tianwa Yang, der Pianist Eldar Nebolsin und die Dirigenten Marin Alsop, Antoni Wit, Leonard Slatkin und Jun Märkl werden von NAXOS betreut. Darüber hinaus setzt NAXOS modernste Aufnahmetechniken ein, um höchste Klangqualität bei seinen Produktionen zu erreichen und ist Vorreiter in der Produktion von hochauflösenden Blu-ray Audios - Grund genug für das renommierte britische Fachmagazin "Gramophone", NAXOS zum "Label of the Year" 2005 zu küren. Auch im digitalen Bereich nimmt NAXOS eine Vorreiterrolle ein: Bereits seit 2004 bietet das Label mit der NAXOS MUSIC LIBRARY ein eigenes Streamingportal mit inzwischen über 1 Million Titel an und unterhält mit ClassicsOnline zudem einen eigenen Download-Shop.


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