> > > Vivaldi, Antonio: Geistliche Werke Vol. 4
Montag, 10. August 2020

Vivaldi, Antonio - Geistliche Werke Vol. 4

Ein Venezianer in Kanada


Label/Verlag: Naxos
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Das stilistische Verständnis ist bei dieser Vivaldi-Interpretation aus Kanada nur wenig ausgeprägt.

Die verdienstvollen Veröffentlichungen des kanadischen Aradia Ensemble, das sich immer wieder jener Musik annimmt, um die die etablierten historisch informierten Klangkörper einen Bogen machen, widmen sich nun schon in der vierten Folge der Kirchenmusik Antonio Vivaldis, genauer gesagt Solomotetten und Psalmvertonungen für Chor.

So informiert die Aradias sein mögen, die Gesangssolistinnen Claire de Sévigné (Sopran) und Maria Soulis (Mezzosopran) können den instrumental gebotenen Standard nicht ganz halten – einfach weil sie dem Vokalstil des Barock denkbar fern stehen: Koloraturfertigkeit und Intonationssicherheit (Sévigné) oder rhetorische Eloquenz (Soulis) allein reichen nicht – zu tentativ erscheinen zu häufig die Haltetöne, zu unsicher die Aussprache, im Falle Soulis zu häufig zu unsauber gerät die Darbietung. Auch die Stilferne des Chors des Aradia Ensemble ist offenkundig, doch überzeugt er durch enorme Frische und präzises Rhythmisieren. Doch auch die instrumentalen Aradias erlauben sich einige wenige ‚Ausrutscher‘, die aber vergleichsweise unerheblich sind. Besonders ärgerlich der Booklettext, der interessante historische Informationen mit subjektiven und dem Wesen der Musik nicht selten widersprechenden Einlassungen vermischt.


Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.



Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



Cover vergrößern

    Vivaldi, Antonio: Geistliche Werke Vol. 4

Label:
Anzahl Medien:
Naxos
1
Medium:
EAN:
CD
747313332472

Cover vergössern

Naxos

Als der Unternehmer Klaus Heymann 1982 für seine Frau, die Geigerin Takako Nishizaki in Hongkong das Plattenlabel Marco Polo gründete, war dies der Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. Fünf Jahre später rief Heymann das Label NAXOS ins Leben, das in der Klassikwelt längst zur festen Größe geworden ist und es bis heute versteht, hohe Qualität zu günstigen Preisen anzubieten. Der einzigartige und sich ständig erweiternde Katalog des Labels umfasst mittlerweile über 8.000 CDs mit mehr als 130.000 Titeln - von Kostbarkeiten der Alten Musik über sämtliche berühmten "Klassiker" bis hin zu Schlüsselwerken des 21. Jahrhunderts. Dabei wird der Klassik-Neuling ebenso fündig wie der Klassikliebhaber oder -sammler. International bekannte Künstler wie das Kodály Quartet, die Geigerin Tianwa Yang, der Pianist Eldar Nebolsin und die Dirigenten Marin Alsop, Antoni Wit, Leonard Slatkin und Jun Märkl werden von NAXOS betreut. Darüber hinaus setzt NAXOS modernste Aufnahmetechniken ein, um höchste Klangqualität bei seinen Produktionen zu erreichen und ist Vorreiter in der Produktion von hochauflösenden Blu-ray Audios - Grund genug für das renommierte britische Fachmagazin "Gramophone", NAXOS zum "Label of the Year" 2005 zu küren. Auch im digitalen Bereich nimmt NAXOS eine Vorreiterrolle ein: Bereits seit 2004 bietet das Label mit der NAXOS MUSIC LIBRARY ein eigenes Streamingportal mit inzwischen über 1 Million Titel an und unterhält mit ClassicsOnline zudem einen eigenen Download-Shop.


Mehr Info...


Cover vergössern
Jetzt kaufen bei...


Weitere Besprechungen zum Label/Verlag Naxos:

  • Zur Kritik... Auch auf dem Klavier idiomatisch: Mit viel Klangfantasie und perfektem Zusammenspiel erkunden Maasa Nakazawa und Suhrud Athavale hier Mahlers vokalsymphonisches Monumentalwerk - in einer Klavier-Fassung des jungen Bruno Walter (eine Welt-Premiere). Weiter...
    (Dr. Hartmut Hein, )
  • Zur Kritik... Prokofjew einmal sanft: Margarita Gritskova und Maria Prinz präsentieren eine Auswahl der selten zu hörenden Lieder Sergej Prokofjews. Ihre Deutung ist facettenreich, doch der sanfte Aspekt überwiegt. Weiter...
    (Jan Kampmeier, )
  • Zur Kritik... Mit und ohne Werktreue: Die Innsbrucker Wiederbelebung von Mercadantes 'Didone abbandonata' überzeugt weder musikalisch noch szenisch rundum. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
blättern

Alle Kritiken von Naxos...

Weitere CD-Besprechungen von Dr. Jürgen Schaarwächter:

  • Zur Kritik... Sensuell und kraftvoll: Die Violinkonzerte von Fritz Leitermeyer und Dieter Acker sind zentrale Beiträge zur Ferenc-Kiss-Diskografie. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
  • Zur Kritik... Unter melancholischem Schleier: Der musikalisch ordentlichen Interpretation von Tschaikowskys violinkonzertantem Schaffen mangelt es an Verve und dem erforderlichen Quäntchen Genialität. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
  • Zur Kritik... Gemischte Urheberschaft: Ein Hamburger Passions-Pasticcio des Jahres 1775 in einer engagierten Wiedergabe. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
blättern

Alle Kritiken von Dr. Jürgen Schaarwächter...

Weitere Kritiken interessanter Labels:

  • Zur Kritik... Sensuell und kraftvoll: Die Violinkonzerte von Fritz Leitermeyer und Dieter Acker sind zentrale Beiträge zur Ferenc-Kiss-Diskografie. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
  • Zur Kritik... Verdientes 'Vincerò': Den Titel 'Vincerò!' für ein Soloalbum muss man sich leisten können. Piotr Beczala kann es! Er 'siegt' auf seinem neuesten Album mit Werken von Puccini, Mascagni, Giordano, Leoncavallo und Cilea auf ganzer Linie. Weiter...
    (Benjamin Künzel, )
  • Zur Kritik... Leuchtende Intensität der Klangfarben: Gäbe es den Begriff der altersweisen Interpretation, so träfe er das inspirierte Spiel des Hamlet Piano Trio. Weiter...
    (Christiane Franke, )
blättern

Alle CD-Kritiken...

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (7/8 2020) herunterladen (3000 KByte)

Anzeige

Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Edlira Priftuli im Portrait "Musikalisch praktizierte Ökumene"
Edlira Priftuli hat den Straßburger Wilhelmerchor zur historisch informierten Aufführungspraxis geführt

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich