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Mittwoch, 19. September 2018

Hillborg, Anders - Sirens

Sirenen und andere Bestien


Label/Verlag: BIS Records
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Neue Musik kann so schön sein: Orchesterwerke mit und ohne vokale Beteiligung von Anders Hilborg.

Mit seinen texturlastigen Klangkompositionen zeigt der schwedische Komponist Anders Hilborg (geb. 1954), wie sinnlich betörend Neue Musik für Orchester in der Gegenwart wieder sein kann. So knüpft Hilborg in 'Beast Sampler' von 2014 und 'Cold Heat' von 2011 an das Konzept einer sich langsam verschiebenden Fläche voller Strudel, atmosphärischer Schichten und Geräuschklänge à la Ligeti an, ohne dabei aber je für das Ohr unzugänglich zu sein oder unvorbereitete Hörer durch krasse Schärfen abzuschrecken. Noch betörender wird es in dem kurzen Orchesterlied 'O Dessa Ögon' (Oh, diese Augen) mit der Sopranistin Hannah Holgersson, das sich teils wieder innerhalb einer Dur-Moll-Harmonik bewegt. Dass sich Hilborg auf die Gestaltung von Stimmen versteht, zeigt aber vor allem das rund 30 Minuten lange 'Sirens' von 2011 für zwei Soprane, gemischten Chor und Orchester, das den Verführungsversuch des Odysseus durch die Sirenen in Homers Odyssee thematisiert.

Mit Sakari Oramo, David Zinmann und und Esa-Pekka Salonen stehen dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra jeweils drei Könner vor, die das Klanggeschehen souverän aufschlüsseln. Vor allem im Mehrkanal-Modus wird der gesamte Reichtum von Hilborgs Instrumentation auf einer breiten orchestralen Klangbühne offenkundig.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Hillborg, Anders: Sirens

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
BIS Records
1
10.11.2015
EAN:
7318599921143

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BIS Records

Most record labels begin with a need to fill a niche. When Robert von Bahr founded BIS in 1973, he seems to have found any number of musical niches to fill. The first year's releases included music from the renaissance, Telemann on period instruments, Birgit Nilsson singing Sibelius and works by 29 living composers - Ligeti and Britten as well as Rautavaara and Sallinen - next to Purcell, Mussorgsky and Richard Strauss. A musical chameleon was born, a label that meant different things to different - and usually passionate - devotees.


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