> > > Chopin, Frederic: Klavierkonzerte Nr. 1 & 2
Montag, 23. Juli 2018

Chopin, Frederic - Klavierkonzerte Nr. 1 & 2

Chopin für Klaviersextett


Label/Verlag: OehmsClassics
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Chopins Klavierkonzerte in anderem Klanggewand – klanglich und interpretatorisch attraktiv.

Die beiden Klavierkonzerte e-Moll op. 11 und f-Moll op. 21 hat Frédéric Chopin in den Jahren 1829/30 komponiert, als er noch in Warschau lebte. Auf dieser klangschönen, 2015 bei Oehms Classics erschienenen Aufnahme erklingen diese frühen Werke, die erstaunlicherweise Chopins einzige Beiträge zur Gattung blieben, in Fassungen für Klaviersextett, die die Berliner Camerata vorgenommen hat (ihrerseits auf Grundlage von Bartłomiej Komineks Bearbeitung für Streichquartett und Klavier). Die kammermusikalische Besetzung steht der introvertierten, intimen Klangwelt des großen Klavierpianisten hervorragend. Dies allein wäre freilich nicht viel wert, wenn die Interpreten nicht auf solch hohem Niveau agieren würden, wie sie es hier tun.

Pianist Joseph-Maurice Weder überzeugt mit edlem Ton – etwa bei der schön ausgesungenen Melancholie im Kopfsatz des e-Moll-Konzerts – und mit beseelter Virtuosität. Das Zusammenspiel mit der Berliner Camerata ist emphatisch, wie überhaupt eine klare Diktion des Musizierens und ein schlanker Gesamtklang vorherrschen. Im zweiten Satz, den der Komponist mit einer ‚Träumerei in einer schönen, mondbeglänzten Frühlingsnacht‘ verglich, zeigt der Solist seine lyrischen Qualitäten – zart, konturiert, emotional schlüssig. Die Virtuosität im Rondo nimmt er mühelos; das Finale des f-Moll-Konzerts mit seinen Energieschüben erklingt rhythmisch genau und elastisch zugleich. Eine klanglich und interpretatorisch attraktive Einspielung.


Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.



Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



Cover vergrößern

    Chopin, Frederic: Klavierkonzerte Nr. 1 & 2

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
OehmsClassics
1
27.11.2015
EAN:
4260330918314

Cover vergössern

OehmsClassics

Ein erfülltes Leben ist ohne Musik kaum denkbar. Musik spiegelt unsere Wahrnehmung der Umwelt und die Realität heutiger wie vergangener Zeiten. Gute Musik ist immer neu, immer frisch, immer wieder entdeckenswert. Deshalb bin ich überzeugt: Es gibt nicht -die- eine, definitive, beste Interpretation der großen Werke der Musikgeschichte. Und genau das macht klassische Musik so spannend: Jede Musikergenerationen experimentiert, entdeckt neue Blickwinkel, setzt unterschiedliche Schwerpunkte - derselbe Notentext wird immer wieder von anderen Strömungen belebt.

Deshalb ist ein Musikstück, egal aus welchem Jahrhundert, auch immer Neue Musik. OehmsClassics hat es sich zur Aufgabe gemacht, am Entdecken der neuen Seiten der klassischen Musik mitzuwirken.

Unser Respekt vor den künstlerischen Leistungen der legendären Interpreten ist gewiss. Unser Ziel als junges CD-Label sehen wir jedoch darin, den interpretatorischen Stil der Gegenwart zu dokumentieren. Junge Künstler am Anfang einer internationalen Karriere und etablierte Künstler, die neue Blickwinkel in die Interpretationsgeschichte einbringen - sie unterstützen wir ganz besonders und geben ihnen ein Forum, um auf dem Tonträgermarkt präsent zu sein.

Sie, liebe Musikhörer, bekommen damit die Gelegenheit, heute die Musikaufführung zu Hause nachzuvollziehen, die Sie gestern erst im Konzertsaal oder Opernhaus gehört haben. Wir laden Sie ein, gemeinsam mit uns die neuen Seiten der klassischen Musik zu erleben!


Ihr
Dieter Oehms


Mehr Info...


Cover vergössern
Jetzt kaufen bei...
Titel bei JPC kaufen


Weitere Besprechungen zum Label/Verlag OehmsClassics:

  • Zur Kritik... Von wegen bieder!: Das ist eine zeitgemäße 'Martha', musikalisch ein wirkliches Feuerwerk und der beste Beweis, dass Flotows berühmteste Oper noch heute einen Heidenspaß machen kann. Weiter...
    (Benjamin Künzel, )
  • Zur Kritik... Goethe-Lieder: Dieses Album präsentiert in attraktiver Besetzung viele unerhörte Goethe-Vertonungen. Weiter...
    (Benjamin Künzel, )
  • Zur Kritik... Der jüngere Galilei: Axel Wolf, Kammermusiker, Begleiter und Ensemblepartner von Rang, beweist mit Michelangelo Galileis Musik, dass er auch solistisch glänzen kann. Weiter...
    (Dr. Matthias Lange, )
blättern

Alle Kritiken von OehmsClassics...

Weitere CD-Besprechungen von Dr. Dennis Roth:

  • Zur Kritik... Brillanter Auftakt: Daniele Gatti und das Concertgebouw-Orchester legten gleich zu Beginn ihrer Zusammenarbeit die Messlatte sehr hoch: Ihre 'Symphonie fantastique' überzeugt auf ganzer Linie. Weiter...
    (Dr. Dennis Roth, )
  • Zur Kritik... In besten Händen: Louis Schwizgebel und das BBC Symphony Orchestra bringen die noble Klassizität zweier Klavierkonzerte von Saint-Saëns hervorragend zur Geltung. Weiter...
    (Dr. Dennis Roth, )
  • Zur Kritik... Phantastik und Gewalt: Stimmig inszeniert, aber musikalisch nicht in allen Belangen überzeugend: 'Die Meistersinger von Nürnberg' bei den Salzburger Festspielen. Weiter...
    (Dr. Dennis Roth, )
blättern

Alle Kritiken von Dr. Dennis Roth...

Weitere Kritiken interessanter Labels:

  • Zur Kritik... Eigenwillig: Das Russian National Orchestra präsentiert eine gelungene Einspielung der Vierten und Zehnten Sinfonie Schostakowitschs, die von hohem musikalischen Niveau und einer enormen Bandbreite im Ausdruck zeugt und interpretatorisch Mut zu neuen Wegen beweist. Weiter...
    (Dr. Uta Swora, )
  • Zur Kritik... Klingendes Faszinosum: Johannes Hämmerle spielt das gesamte Orgelwerk von Hugo Distler – eine wahre Bereicherung. Weiter...
    (Dr. Aron Sayed, )
  • Zur Kritik... Das Spinnrad läuft von alleine, die Symphonie nicht: Den Kreis aller neun Symphonien von Antonín Dvorak hat Marcus Bosch jetzt mit seiner Staatsphilharmonie Nürnberg geschlossen. Die frühe zweite Symphonie, ein Stiefkind im Repertoire, kommt aber nicht überzeugend daher. Weiter...
    (Dr. Hartmut Hein, )
blättern

Alle CD-Kritiken...

Magazine zum Downloaden

Class aktuell (2/2018) herunterladen (3463 KByte) NOTE 1 - Mitteilungen (7/2018) herunterladen (3001 KByte)

Anzeige

Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Isabelle van Keulen im Portrait "Mir geht es vor allem um Zwischentöne"
Isabelle van Keulen im Gespräch mit klassik.com über ihre Position als Artist in Residence der Deutschen Kammerakademie Neuss am Rhein, historische Aufführungspraxis und das Spielen ohne Dirigent.

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Anzeige

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich