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Mittwoch, 20. Februar 2019

Bizet, Georges - Roma, Marche funebre u.a.

Einstudiert


Label/Verlag: Naxos
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Jean-Luc Tingaud und das Irische Nationalorchester RTÉ haben Orchesterwerke von Georges Bizet eingespielt.

Auch wenn er den Erfolg seiner 'Carmen' selbst nicht mehr erlebte, steht das Gesamtwerk Georges Bizets bis heute im Schatten seiner weltbekannten Oper. Namhafte Dirigenten wie Michel Plasson, Neville Marriner, Daniel Barenboim oder Paavo Järvi setzen sich jedoch auch für das orchestrale Schaffen des französischen Komponisten ein. Für das Label Naxos hat sich Jean-Luc Tingaud, der beim Ravel-Schüler Manuel Rosenthal studierte, zusammen mit dem Irischen Nationalorchester RTÉ eine Auswahl orchestraler Werke Bizets vorgenommen, die einen Überblick über die kurze Karriere des Komponisten erlauben.

Ganze elf Jahre beschäftigt

Ausgehend von der wohl ersten Orchesterkomposition Bizets, der Ouvertüre in a-Moll, die der Komponist um 1855 herum im Alter von 16 Jahren vollendete, decken die weiteren Werke der CD einen Zeitraum von rund 17 Jahren ab: Die am Anfang der CD stehende 'Marche funèbre' schrieb Bizet als Ouvertüre der heute verlorengegangenen Oper 'La coupe du roi de Thulé', die er zwischen 1867 und 1868 schuf. Aus den zwölf Stücken für Klavier zu vier Händen, die Bizet 1871 unter dem Titel 'Jeux d’enfants' komponiert hatte, richtete er später fünf Sätze als 'Petite Suite' für Orchester ein. 'Esquisse: Les quatre coins', ein weiterer orchestrierter Satz aus 'Jeux d’enfants', hat Tingaud den fünf Sätzen der Suite vorangestellt. Den größten Raum auf der CD nimmt die Sinfonie in C-Dur 'Roma' ein, die Bizet mit Unterbrechungen ganze elf Jahre beschäftigte, wenn man die letzte Revision des Werkes mitzählt. Die patriotische Ouvertüre 'Patrie' schließlich schrieb Bizet zwei Jahre vor seinem Tod im Jahre 1873.

Selten wirklich empfunden

Vor allem in der säbelrasselnd-grotesken 'Patrie' beweist Jean-Luc Tingaud viel Humor und Sinn für die bombastischen Effekte der Musik. Doch in den weiteren Werken wie der 'Marche funèbre', der 'Petite Suite', oder der 'Roma'-Sinfonie kann der Dirigent zusammen mit dem RTÉ National Symphony Orchestra weit weniger überzeugen. Tingaud geht sorgfältig vor und entfaltet immer wieder schöne Einzelmomente. Dennoch fehlt seinen Interpretationen, die er in oftmals schleppenden Tempi entwickelt, das entscheidende Etwas: Tingauds Ansatz wirkt nicht lebendig, atmet nicht, klingt durchweg einstudiert und selten wirklich empfunden. Der Dirigent lässt es viel zu oft an Natürlichkeit des Ausdrucks, Charme sowie romantischem Instinkt fehlen. Auch nach mehrmaligem Hören wird der rote Faden seiner Deutung nicht deutlich. Wer George Bizet auch abseits seiner 'Carmen' als fesselnden Komponisten kennenlernen möchte, sollte lieber auf andere Aufnahmen zurückgreifen.


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    Bizet, Georges: Roma, Marche funebre u.a.

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Naxos
1
30.03.2015
EAN:

747313334476


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Naxos

Als der Unternehmer Klaus Heymann 1982 für seine Frau, die Geigerin Takako Nishizaki in Hongkong das Plattenlabel Marco Polo gründete, war dies der Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. Fünf Jahre später rief Heymann das Label NAXOS ins Leben, das in der Klassikwelt längst zur festen Größe geworden ist und es bis heute versteht, hohe Qualität zu günstigen Preisen anzubieten. Der einzigartige und sich ständig erweiternde Katalog des Labels umfasst mittlerweile über 8.000 CDs mit mehr als 130.000 Titeln - von Kostbarkeiten der Alten Musik über sämtliche berühmten "Klassiker" bis hin zu Schlüsselwerken des 21. Jahrhunderts. Dabei wird der Klassik-Neuling ebenso fündig wie der Klassikliebhaber oder -sammler. International bekannte Künstler wie das Kodály Quartet, die Geigerin Tianwa Yang, der Pianist Eldar Nebolsin und die Dirigenten Marin Alsop, Antoni Wit, Leonard Slatkin und Jun Märkl werden von NAXOS betreut. Darüber hinaus setzt NAXOS modernste Aufnahmetechniken ein, um höchste Klangqualität bei seinen Produktionen zu erreichen und ist Vorreiter in der Produktion von hochauflösenden Blu-ray Audios - Grund genug für das renommierte britische Fachmagazin "Gramophone", NAXOS zum "Label of the Year" 2005 zu küren. Auch im digitalen Bereich nimmt NAXOS eine Vorreiterrolle ein: Bereits seit 2004 bietet das Label mit der NAXOS MUSIC LIBRARY ein eigenes Streamingportal mit inzwischen über 1 Million Titel an und unterhält mit ClassicsOnline zudem einen eigenen Download-Shop.


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