> > > Spontini, Gasparo: La Fuga In Maschera
Samstag, 15. August 2020

Spontini, Gasparo - La Fuga In Maschera

Nach 212 Jahren wieder auf der Bühne


Label/Verlag: EuroArts
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Spontinis erst vor kurzer Zeit wiederentdeckte Oper 'La fuga in maschera' ist eine wertvolle Ausgrabung. EuroArts macht sie in einer musikalisch und szenisch sehr glücklichen Produktion zugänglich.

Eine Entdeckung ist diese unbekannte Oper von Gaspare Spontini, ein Vergnügen ist die lebendig humorvolle Regiearbeit von Leo Muscato. Zusammen mit dem Bühnenbildner Benito Leonori hat dieser eine grandiose Inszenierung erarbeitet, die kurzweilig intensiv angelegt ist und zudem noch mit einer beeindruckenden Personenregie aufwartet. Auch das Licht (Alessandro Verazzi) sowie die fantasievollen Kostüme (Giusi Giustino) verdienen Beifall. Das Manuskript von 'La fuga in maschera' galt als verschollen, wurde dann 2007 in England in einem Antiquariat entdeckt und versteigert. Aufgeführt wurde die Oper erstmals nach 1800 wieder 2012 beim Festival Pergolesi Spontini in Jesi als Koproduktion mit dem Teatro San Carlo Neapel.

Das Werk gilt als Spontinis siebte Oper und wurde 1800 während des Karnevals am Teatro Nuovo in Neapel uraufgeführt. Danach verschwand es den Bühnen der Welt. Der später wiederaufgefundene Oper zeigt den frühen Schaffensstil Spontinis und beleuchtet seinen Werdegang als Komponist, der durchaus Rossinische Genialität zeigt.

Die Handlung von 'La fuga in maschera' erzählt von heimlichen Liebeleien, Verstrickungen, Intrigen sowie Maskeraden und öffnet den Blick in die damalige italienische Gesellschaft. Die Überarbeitung von Federico Agnostinelli verleiht dem Werk zudem eine humorvolle Aktualität, die in dieser Inszenierung mit viel Geschick herausgearbeitet wurde.

Die Solisten sind allesamt brillant besetzt: Ruth Rosique (Sopran) als widerspenstige und selbstbewusste Elena besitzt eine beeindruckend stimmliche Präsenz und kann auch darstellerisch bezaubern. Sie erweist sich als gar nicht so dümmlich wie im Programm angekündigt. Ebenso grandios Caterina Di Tonno (Sopran) als Olimpia und Allessandra Marianelli (Sopran) als Corallina. Die Männerriege agiert ebenfalls auf hohem Niveau: Clemente Daliotto (Bass) als Nardullo, Filippo Morace (Bass) als Marzucco, Alessandro Spina (Bass) als Nastagio und Dionigi D’Ostuni (Tenor) in der Rolle des Doralba. Alle Personen werden stark überzeichnet; ein jeder ist letztendlich ein Intrigant. Ein explosives Gemisch, das mit seiner flüssigen Handlung durchaus amüsieren kann, um dann harmonisch mit einem Happyend abzuschließen.

Kurze Arien und textintensive Rezitative sind mit vielschichtigen Klangfarben und großem musikalischen Temperament auskomponiert und gehen schnell ins Ohr. Musiziert wird diese Oper mit viel Verve sowie solidem Können von den Virtuosi Italiani unter der schwungvollen Leitung von Carroda Rovaris.

Eine lohnenswerte Entdeckung ist Spontinis 'La fuga in maschera' allemal, zumal auch die Inszenierung sowie die musikalische Umstezung durchaus auf sehr hohem Niveau angesiedelt sind.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:
Features:
Regie:






Midou Grossmann Kritik von Midou Grossmann,


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Spontini, Gasparo: La Fuga In Maschera

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
EuroArts
1
07.07.2014
Medium:
EAN:

DVD
880242726483


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EuroArts

EuroArts Music International ist im Bereich audio-visueller Klassikproduktionen eine der weltweit führenden Produktions- und Distributionsfirmen. Das 1979 gegründete Unternehmen produziert jährlich 10-15 hochwertige Klassik-Programme – darunter Konzertaufzeichnungen in aller Welt sowie aufwändige Dokumentationen.

Renommierte, preisgekrönte Programme und Events haben EuroArts Music zu einem exzellenten internationalen Ruf verholfen. Eine intensive und langjährige Partnerschaft verbindet EuroArts Music mit führenden Klangkörpern wie den Berliner Philharmonikern, dem Mariinsky Theater Orchester, dem Lucerne Festival Orchestra, der Staatskapelle Berlin, dem Gewandhausorchester Leipzig und vielen anderen.

Die alljährlichen Aufzeichnungen des EUROPAKONZERTs, des Waldbühnen- und Silvester-Konzerts der Berliner Philharmoniker sind erfolgreiche und weltweit etablierte Musikprojekte von EuroArts Music. Im August 2005 produzierte und übertrug EuroArts Music live das weltweit beachtete Ramallah-Konzert des West-Eastern Divan Orchestra unter Daniel Barenboim. Im Januar 2006 produzierte EuroArts Music die erste Klassik-Live-Übertragung von Peking nach Europa (u.a. mit Lang Lang). Die weltweit einmaligen Musik-TV-Formate 24hoursBach und 24hoursMozart wurden zu zwei international erfolgreichen Musikevents dieses Unternehmens.

In 2012 wurde ein kompletter Prokofiev-Zyklus mit sämtlichen Sinfonien und Klavierkonzerten aufgezeichnet.

Seit vielen Jahren verbindet EuroArts Music eine enge Zusammenarbeit mit herausragenden Künstlern wie Daniel Barenboim, Sir Simon Rattle, Valery Gergiev, Claudio Abbado, Martha Argerich, Yuja Wang und András Schiff sowie renommierten Regisseuren Bruno Monsaingeon, Frank Scheffer und Peter Rosen. Das Ergebnis sind Gesamtaufnahmen wie „The Beethoven Symphonies“ (Abbado/Berliner Philharmoniker) und preisgekrönte Dokumentationen wie Claudio Abbado – Hearing the Silence“ oder „Multiple Identities – Encounters with Daniel Barenboim“. 2006 wurde die EuroArts Music Produktion „Knowledge is the Beginning“ mit dem International Emmy Award (Arts Programming) ausgezeichnet. Der Dokumentarfilm wurde 2007 mit weiteren Preisen geehrt, darunter der FIPA D'OR Grand Prize 2007 (Kategorie „Performing Arts”) sowie als „Best Arts Documentary„ bei dem renommierten 2007 Banff World Television Festival.

Innovation und Qualität bildeten von Anfang an die Grundpfeiler der Firma. Zahlreiche internationale Auszeichnungen bestätigen dies, darunter:

Oscar® für die Koproduktion von „Journey of Hope”

Grammy Award für „Kurt Weill’s: Rise and Fall of the City of Mahagonny”

Emmy Award und ECHO Klassik für „Knowledge is the Beginning”

2 weitere ECHOs für „A Surprise in Texas” (ECHO Klassik) und

„Django Reinhardt- Three-fingered Lighnting” (ECHO Jazz)

Peabody Award für „Blue Note – A Story of Modern Jazz”

National Education Award (USA) für „Sir Peter Ustinov: Celebrating Haydn”

 

Sowie folgende Nominierungen:

 

Emmy Award für „Robbie Robertson”

Rocky und Grammy Award für „Blue Note – A Story of Modern Jazz”

 

Der Katalog von EuroArts Music umfasst rund 1.800 Musikprogramme, darunter gehören neben EuroArts Eigenproduktionen auch Programme von zahlreichen unabhängigen Produktionsfirmen.
Das in Berlin ansässige Unternehmen vertreibt seine Programme weltweit selbst. EuroArts Music gehört auch im Vertrieb von audio-visuellen Musikproduktionen (TV und DVD/Blu-ray) zu den weltweit führenden Distributoren.

Viele eigene Produktionen werden weltweit auf dem eigenen Label EuroArts als DVD und Blu-ray, sowie als digitales Produkt vermarktet.

Seit 2016 werden die physischen Produkte durch Warner Music vertrieben.


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