> > > Im Volkston: Werke von Martinu, Schumann, Dvorak u. a.
Mittwoch, 28. Juni 2017

Im Volkston - Werke von Martinu, Schumann, Dvorak u. a.

Kunstvoller Volkston


Label/Verlag: Genuin
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Dank seiner ungewöhnlichen Kombination von Akkordeon und Cello ermöglicht das Duo Escarlata mit seinem Debüt einen neuen Blickwinkel auf zum Teil recht bekannte Werke.

Seit 2011 sind die Akkordeonistin Ina Hofmann und die Cellistin Daniela Hunziker als Duo Escarlata auf den Bühnen in Deutschland und der Schweiz zu erleben. Ihr Repertoire umfasst die gesamte Bandbreite von der Renaissance, über die Romantik bis hin zur Moderne. 2012/2013 wurden sie bereits mit dem Pro Agovia Artist Förderpreis ausgezeichnet. Nun erschien bei Genuin ihre Debüt-CD ‚Im Volkston’. Darauf präsentieren die Musikerinnen ausgewählte Duette aus 110 Jahren Musikgeschichte von 1849 bis 1959 in neuem Gewand. Die Werke aus der Feder von Robert Schumann, Antonín Dvořák und Bohuslav Martinů greifen allesamt auf volkstümliche Strukturen oder gar ganze Melodien zurück.

Maßgeschneidert für die nicht alltägliche Besetzung schrieb das Duo eigene Arrangements, die den Originalkompositionen so nahe wie möglich kommen sollen und gleichzeitig ein unverwechselbares Klangbild erzeugen. Die raffinierten Transkriptionen halten einige Überraschungen bereit, zum Beispiel wenn an einigen Stellen die Instrumente ihre Rollen tauschen und plötzlich das Akkordeon die ursprüngliche Cello-Stimme spielt, während das Cello die Begleitung übernimmt.

Der Anspruch von Schumanns 'Stücken im Volkston' op. 102 (original für Cello und Klavier) und den beliebten 'Märchenbildern' op. 113 (für Viola und Klavier) liegt in der Verschränkung von kompositorischer Kunstfertigkeit und melodischer Einfachheit, für die das Duo in den meisten Fällen die richtige Balance findet. Mit viel Liebe zum Detail ergründen die Musikerinnen den ursprünglichen Charakter der Werke, die mal verträumt, mal spielerisch daherkommen.

Die Tschechen Dvořák und Martinů waren tief in ihrer Heimat verwurzelt und schöpften auch musikalischen aus dieser reichen Quelle. Dvořáks Polonaise in A-Dur op. posth. (für Cello und Klavier) erschien posthum, wurde jedoch schon zu seinen Lebzeiten erfolgreich aufgeführt. Martinůs Variationen über ein slowakisches Thema (Cello und Klavier) sind das letzte Kammermusikwerk des Komponisten, in dem er persönliche Erfahrungen, Tradition und Kunstfertigkeit miteinander verbindet. Seine 'Sept arabesques' (Violine oder Cello und Klavier) bedienen sich nicht nur des volksmusikalischen Idioms, sondern auch der Tonsprache der 1920er und 30er Jahre und waren als Etüden ausdrücklich für Schüler gedacht.

Den Volkston verdanken die Einspielungen in besonderer Weise dem Akkordeon, dessen bodenständiger Charakter durchaus nicht in Widerspruch mit dem Tänzerischen der schnellen Sätze steht. Mitunter kommt Ina Hofmanns Spiel jedoch etwas schwerfällig daher und verliert die Leichtigkeit der Originalkompositionen. Besonders gelungen sind die langsamen Sätze, in denen der teilweise melancholische und verträumte Charakter in beiden Instrumenten eindringlich zum Ausdruck gebracht wird. Insgesamt überzeugt das Duo Escarlata durch ein gutes Zusammenspiel mit sauber ausgearbeiteten Kontrasten in Rhythmik und Dynamik, doch zuweilen erscheint das Akkordeon etwas dominant. Die Instrumente verschmelzen zu einem harmonischen Klang, in dem das Cello an manchen Stellen sogar als Register des Akkordeons wahrgenommen werden kann.

Die abwechslungsreiche Aufnahme in ungewöhnlicher Besetzung eignet sich für alle, die an volkstümlicher Kunstmusik Gefallen finden und eventuell Bekanntes von einer neuen Seite kennenlernen wollen.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Im Volkston: Werke von Martinu, Schumann, Dvorak u. a.

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Genuin
1
04.07.2014
EAN:

4260036253030


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Genuin

Im Jahr 2002 standen die jungen Tonmeister von GENUIN vor einer wichtigen Entscheidung: Sollte man sich weiterhin lediglich auf das Aufnehmen und Produzieren konzentrieren, oder auf die zahlreichen Nachfragen und positiven Rückmeldungen von Musikern und Fachzeitschriften eingehen und ein eigenes Label ins Leben rufen? In einer Zeit, in der praktisch alle großen Klassik-Label ihre Produktion eingestellt oder zumindest stark gedrosselt hatten, fiel die Entscheidung nicht leicht – aber sie fiel einstimmig aus: zugunsten einer offiziellen Vertriebsplattform für die GENUIN-Aufnahmen. Und der Erfolg hat nicht lange auf sich warten lassen.

Das Label GENUIN hat sich in seinem zwölfjährigen Bestehen zu einem Geheimtipp unter Musikern und Musikliebhabern entwickelt. Schon vor dem Leipzig-Debüt im Oktober 2004, einem Antrittskonzert im Robert-Schumann-Haus mit Paul Badura-Skoda, wurden die CDs in den deutschlandweiten Vertrieb gebracht und von Fachpresse und Musikerwelt hochgelobt. Inzwischen werden GENUIN-CDs in den meisten Ländern Europas sowie in Japan, Süd-Korea, Hongkong und den USA vertrieben.

Das Erfolgsrezept von GENUIN: Die gesamte Produktion, also die Beratung der Künstler bei Aufnahmeraum und Repertoire, die Vorbereitung und Durchführung der Aufnahme selbst, der Schnitt mit allen notwendigen Korrekturen, generelle Entscheidungen beim Cover- und Bookletentwurf bis hin zur fertigen Veröffentlichung liegen in der Hand der Tonmeister. Nur so haben die Musiker den größtmöglichen Entfaltungsspielraum bei der Einspielung und Gestaltung ihrer CDs. Und gleichzeitig kann bis zuletzt eine gleichbleibend hohe Qualität garantiert werden.

GENUIN bietet auch abseits ausgetretener Pfade etablierten Künstlern genauso wie der Nachwuchsgeneration die Möglichkeit, Musik nach eigenen Vorstellungen zu verwirklichen. Das macht sich positiv bemerkbar für die Hörer der mittlerweile mehr als 300 GENUIN-CDs mit Interpreten wie Paul Badura-Skoda, Nicolas Altstaedt oder der Dresdner Philharmonie.


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