> > > Chaplin: Leipzig Ballett
Samstag, 15. August 2020

Chaplin - Leipzig Ballett

Getanztes Leben


Label/Verlag: EuroArts
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Der Choreograph Mario Schröder gab seinen Einstand in Leipzig mit einem Ballett, das sich dem Leben von Charlie Chaplin widmet.

Der Leipziger Choreograf Mario Schröder hegt seit seiner Kindheit eine große Bewunderung für Charlie Chaplin. Diese brachte ihn sogar zum Tanz, denn Chaplin sei ein Tänzer gewesen, erzählt er. Da kann es nicht ausbleiben, dass er sich daran macht, ein Ballett zu kreieren, das auf Chaplins Leben basiert. Am 30. Oktober 2010 feierte Schröder damit seinen Einstand als Ballettchef in Leipzig, als Nachfolger von Uwe Scholz. 15 Minuten Ovationen belohnten seine Arbeit, anwesend war Chaplins Tochter Geraldine.

Verkörpert wird Chaplin durch ein Tänzerduo. Die Privatperson verkörpert Tyler Galster und als Tramp sehen wir Amelia Waller. Filme wie ‚Moderne Zeiten‘ und ‚Der große Diktator‘ werden als Videoprojektionen eingebunden. Sicherlich ist dieses Ballett mit einer Länge von fast 100 Minuten ein Mammutprojekt, und für jedes Ballettensemble ist es eine Herausforderung, die Spannung aufrecht zu halten. Über zwanzig verschiedene Musikstücke sind zu hören, u.a. von Chaplin selbst, Arvo Pärt, Benjamin Britten, Samuel Barber, John Adams, Richard Wagner, Charles Ives und Kurt Schwertsik. Das Gewandhausorchester unter Matthias Foremny spielt diese Passagen gekonnt einfühlsam, trägt zum Erfolg des Abends maßgeblich bei und wird zusammen mit den Tänzern am Schluss ebenfalls gefeiert.

Die Vielfältigkeit der Szenen sowie die grandiose Tanzperformance des Leipziger Ensembles zeigen eine beeindruckende Einstudierung. Galster und Waller sind bis zum Ende höchst präsent sowie tänzerisch intensiv. Oliver Preiß tanzt den Diktator in der Weltkugel, was ein gelungener Einfall ist. Auch das Privatleben Chaplins von Kindheit bis zum Ende steht im Raum. Mildred, Paulette und Oona werden hinreißend schön von Vessa Shield, Isis Calil de Albuquerque und Romy Avemarg getanzt. Die Bühne von Paul Zoller begnügt sich mit nur wenigen Requisiten vor zumeist einer weißen Wand, die ebenfalls als Spielfläche für Videoprojektionen dient. Mir fehlt dieser Bühne letztendlich doch eine Nuance Drama, Fantasie sowie etwas mehr Farbe. Das betrifft letztendlich auch die Choreografie. Der traurige, gescheiterte Clown als Schlussbild wirkt leicht übertrieben. Chaplins Filme zeigten immer einen tiefen unterschwelligen Humor, zelebrierten die Kunst, nach dem Scheitern wieder aufzustehen. Gerade dieser Aspekt des ‚American Spirit’ fehlt in Schröders Choreographie, die sich manchmal zu sehr im einfachen Nacherzählen einer eindrucksvollen Biografie verliert.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
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Features:
Regie:






Midou Grossmann Kritik von Midou Grossmann,


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Chaplin: Leipzig Ballett

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
EuroArts
1
07.04.2014
Medium:
EAN:

DVD
880242598288


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EuroArts

EuroArts Music International ist im Bereich audio-visueller Klassikproduktionen eine der weltweit führenden Produktions- und Distributionsfirmen. Das 1979 gegründete Unternehmen produziert jährlich 10-15 hochwertige Klassik-Programme – darunter Konzertaufzeichnungen in aller Welt sowie aufwändige Dokumentationen.

Renommierte, preisgekrönte Programme und Events haben EuroArts Music zu einem exzellenten internationalen Ruf verholfen. Eine intensive und langjährige Partnerschaft verbindet EuroArts Music mit führenden Klangkörpern wie den Berliner Philharmonikern, dem Mariinsky Theater Orchester, dem Lucerne Festival Orchestra, der Staatskapelle Berlin, dem Gewandhausorchester Leipzig und vielen anderen.

Die alljährlichen Aufzeichnungen des EUROPAKONZERTs, des Waldbühnen- und Silvester-Konzerts der Berliner Philharmoniker sind erfolgreiche und weltweit etablierte Musikprojekte von EuroArts Music. Im August 2005 produzierte und übertrug EuroArts Music live das weltweit beachtete Ramallah-Konzert des West-Eastern Divan Orchestra unter Daniel Barenboim. Im Januar 2006 produzierte EuroArts Music die erste Klassik-Live-Übertragung von Peking nach Europa (u.a. mit Lang Lang). Die weltweit einmaligen Musik-TV-Formate 24hoursBach und 24hoursMozart wurden zu zwei international erfolgreichen Musikevents dieses Unternehmens.

In 2012 wurde ein kompletter Prokofiev-Zyklus mit sämtlichen Sinfonien und Klavierkonzerten aufgezeichnet.

Seit vielen Jahren verbindet EuroArts Music eine enge Zusammenarbeit mit herausragenden Künstlern wie Daniel Barenboim, Sir Simon Rattle, Valery Gergiev, Claudio Abbado, Martha Argerich, Yuja Wang und András Schiff sowie renommierten Regisseuren Bruno Monsaingeon, Frank Scheffer und Peter Rosen. Das Ergebnis sind Gesamtaufnahmen wie „The Beethoven Symphonies“ (Abbado/Berliner Philharmoniker) und preisgekrönte Dokumentationen wie Claudio Abbado – Hearing the Silence“ oder „Multiple Identities – Encounters with Daniel Barenboim“. 2006 wurde die EuroArts Music Produktion „Knowledge is the Beginning“ mit dem International Emmy Award (Arts Programming) ausgezeichnet. Der Dokumentarfilm wurde 2007 mit weiteren Preisen geehrt, darunter der FIPA D'OR Grand Prize 2007 (Kategorie „Performing Arts”) sowie als „Best Arts Documentary„ bei dem renommierten 2007 Banff World Television Festival.

Innovation und Qualität bildeten von Anfang an die Grundpfeiler der Firma. Zahlreiche internationale Auszeichnungen bestätigen dies, darunter:

Oscar® für die Koproduktion von „Journey of Hope”

Grammy Award für „Kurt Weill’s: Rise and Fall of the City of Mahagonny”

Emmy Award und ECHO Klassik für „Knowledge is the Beginning”

2 weitere ECHOs für „A Surprise in Texas” (ECHO Klassik) und

„Django Reinhardt- Three-fingered Lighnting” (ECHO Jazz)

Peabody Award für „Blue Note – A Story of Modern Jazz”

National Education Award (USA) für „Sir Peter Ustinov: Celebrating Haydn”

 

Sowie folgende Nominierungen:

 

Emmy Award für „Robbie Robertson”

Rocky und Grammy Award für „Blue Note – A Story of Modern Jazz”

 

Der Katalog von EuroArts Music umfasst rund 1.800 Musikprogramme, darunter gehören neben EuroArts Eigenproduktionen auch Programme von zahlreichen unabhängigen Produktionsfirmen.
Das in Berlin ansässige Unternehmen vertreibt seine Programme weltweit selbst. EuroArts Music gehört auch im Vertrieb von audio-visuellen Musikproduktionen (TV und DVD/Blu-ray) zu den weltweit führenden Distributoren.

Viele eigene Produktionen werden weltweit auf dem eigenen Label EuroArts als DVD und Blu-ray, sowie als digitales Produkt vermarktet.

Seit 2016 werden die physischen Produkte durch Warner Music vertrieben.


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