> > > Jansons, Mariss dirigiert: Sinfonien von Beethoven, Ludwig van
Montag, 20. Mai 2019

Jansons, Mariss dirigiert - Sinfonien von Beethoven, Ludwig van

Alle Neune


Label/Verlag: Arthaus Musik
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Mit ihrem Beethoven-Zyklus feiern Mariss Jansons und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks in Japan einen großen Erfolg.

Aus dem Jahr 2012 stammt der vorliegende, bei Arthaus auf drei DVDs erschienene Zyklus mit sämtlichen Beethoven-Symphonien. Aufgeführt wurden damals ‚alle Neune‘ in der Suntory Hall von Tokio vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunk unter Mariss Jansons.

Präzisionsarbeit

Die Einleitung von der Ersten Sinfonie op. 21 nimmt Jansons relativ rasch, bereits im Eingangssatz herrscht eine – im positiven Sinn – nervöse Anspannung. Exakte Phrasierung und Stimmübergabe, flackernde Tremoli und gewissenhafte Linienführung kennzeichnen das präzise Spiel des Klangkörpers. Weiteres Gesamtmerkmal: ein wunderbar weicher, elastischer, dabei aber nicht glatt gebügelt wirkender Streicherklang. Auch im Menuett und im Finale herrscht eine energiegeladene Atmosphäre. Exemplarisch für die Intonationsgenauigkeit stehen auch die sauber ausgearbeiteten kontrapunktischen Passagen in der 'Adagio molto'-Einleitung der Zweiten. Die Synkopen im folgenden 'Allegro con brio' könnten etwas markanter gesetzt werden. Das 'Larghetto' nimmt Jansons auffallend rasch, auf diese Weise wirkt es zu oberflächlich und ruht nicht in sich. Im Scherzo werden kontrastreiche dynamische Effekte erzeugt, der Finalsatz wiederum wirkt nicht ganz leichtgängig.

Ohne falsches Pathos

Immer wieder eine Herausforderung im Rahmen eines Beethoven-Zyklus: Der Umgang mit Schlachtrössern wie der ‚Eroica‘, der Fünften oder der ‚Pastorale‘. Der Kopfsatz der ersteren ist angenehm frei von künstlich erzeugter Schwere, im zweiten Satz funkelt klares, scharf umrissenes Blech. Und auch beim ‚Schicksals-Thema‘ der Fünften oder dem Sturmgewitter der Sechsten gelingt es Jansons und seinem langjährig vertrauten, hörbar verlässlich eingespielten Orchester, diese symphonischen Evergreens ohne falsches Pathos und doch mit emotionaler Intensität zu spielen.

In der Siebten bestechen der dritte Satz durch dynamische Vitalität, der vierte durch glühendes Temperament und wirkungsvoll unterstrichene Linienführung in den Bass-Stimmen. Das 'Allegretto scherzando' der Achten besitzt federnde Leichtigkeit, das Menuett hingegen gerät klanglich etwas undifferenziert, die Zwischensequenz mit ihrem Wechselspiel von Holz und Blech wirkt zu schwerfällig. Das 'Allegro vivace' hingegen hat wiederum Biss und bis ins Streicher-Pianissimo hinein nuancenreich schattierte Verve. Für die Neunte hat man sich für die Japan-Tournee der Dienste so prominenter Solisten wie Christiane Karg oder Michael Volle versichert. Mit ihnen und einem von Peter Dijkstra gewohnt glänzend eingestellten Chor ergibt sich auch hier ein überzeugendes Gesamtbild. Nicht nur in diesem global populären Höhepunkt des Zyklus, auch sonst werden die Gäste aus Bayern vom Publikum nicht ohne Grund begeistert gefeiert. Eine gekonnte Bildführung hält die Auftritte filmisch lebendig fest.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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    Jansons, Mariss dirigiert: Sinfonien von Beethoven, Ludwig van

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Arthaus Musik
3
23.09.2013
EAN:

807280753691


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Arthaus Musik

Arthaus Musik wurde im März 2000 in München gegründet und hat seit 2007 seinen Firmensitz in Halle (Saale), der Geburtsstadt Georg Friedrich Händels.

Das Pionierlabel für Klassik auf DVD veröffentlicht nunmehr seit 13 Jahren hochkarätige Aufzeichnungen von Opern, Balletten, klassischen Konzerten, Jazz, Theaterinszenierungen sowie ausgesuchte Dokumentationen über Musik und Kunst. Mit bis zu 150 Veröffentlichungen pro Jahr sind bisher über 1000 Titel auf DVD und Blu-ray erschienen. Damit bietet Arthaus Musik den weltweit umfangreichsten Katalog von audiovisuellen Musik- und Kunstproduktionen und ist seit Gründung des Labels international führender Anbieter in diesem Segment des Home Entertainment Marktes.

In vielen referenzgültigen Aufzeichnungen sind die größten Künstler unserer Zeit wie auch aus vergangenen Tagen zu hören und zu sehen. Unter den Veröffentlichungen finden sich Aufnahmen mit Plácido Domingo, Cecilia Bartoli, Luciano Pavarotti, Maria Callas, Jonas Kaufmann, Elīna Garanča; mit Dirigenten wie Carlos Kleiber, Claudio Abbado, Nikolaus Harnoncourt, Lorin Maazel, Pierre Boulez, Zubin Mehta; aus Opernhäusern wie der Mailänder Scala, der Wiener Staatsoper, dem Royal Opera House Covent Garden, der Opéra National de Paris , der Staatsoper Unter den Linden, der Deutschen Oper Berlin und dem Opernhaus Zürich.

Zahlreiche Veröffentlichungen des Labels wurden mit internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter der Oscar-prämierte Animationsfilm ?Peter & der Wolf? von Suzie Templeton, die aufwändig produzierte ?Walter-Felsenstein-Edition? und die von Sasha Waltz choreographierte Oper ?Dido und Aeneas?, die beide den Preis der deutschen Schallplattenkritik erhielten. Mit dem Midem Classical Award wurden u. a. die Dokumentationen ?Herbert von Karajan ? Maestro for the Screen? von Georg Wübbolt und ?Celibidache ? You don?t do anything, you let it evolve? von Jan Schmidt-Garre ausgezeichnet. Die Dokumentation ?Carlos Kleiber ? Traces to nowhere? von Eric Schulz erhielt den ECHO Klassik 2011.

Mit der Tochterfirma Monarda Arts besitzt Arthaus Musik eine ca. 900 Produktionen umfassende Rechtebibliothek zur DVD-, TV- und Onlineauswertung. Seit 2007 entwickelt das Unternehmen kontinuierlich die Sparte Eigenproduktion mit der Aufzeichnung von Opern, Konzerten, Balletten und der Produktion von Kunst- und Musikdokumentationen weiter.

Arthaus Musik DVDs und Blu-ray Discs werden über ein leistungsfähiges Vertriebsnetz, u.a. in Kooperation mit Naxos Global Distribution in ca. 70 Ländern der Welt aktiv vertrieben. Darüber hinaus veröffentlicht und vertreibt Arthaus Musik die 3sat-DVD-Edition und betreut für den Buchhandel u.a. die Buch- und DVD-Edition über Pina Bausch von L’Arche Editeur, Preisträger des Prix de l’Académie de Berlin 2010.


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