> > > Sacred Music for Male Choir: Werke von Cyrillus, Rene, Andres u. a.
Dienstag, 26. Mai 2020

Sacred Music for Male Choir - Werke von Cyrillus, Rene, Andres u. a.

Anspruchsvolle geistliche Männerchöre


Label/Verlag: BIS Records
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Der schwedische Männerchor Orphei Drängar bietet ein buntes, anspruchsvolles Programm mit geistlichen Werken. Schwerpunkte: das Baltikum und Skandinavien mit Werken des 20. Jahrhunderts.

Die Platte beginnt mit tiefen Klängen der Orgel, doch den größten Teil bestreitet der Männerchor Orphei Drängar ohne Begleitung. Die Tiefe allerdings ist wohl kein Zufall, denn ‚De profundis‘ heißt diese CD mit geistlicher Musik für Männerchor. Der erste Titel ist ein estnisches Kirchenlied in majestätischem Gewand; es folgen Gesänge aus verschiedenen europäischen Ländern und Jahrhunderten, stark vertreten ist allerdings das Baltikum, Skandinavien und zeitlich das 20. und 21. Jahrhundert. Die Auswahl ist spannend, denn anspruchsvolle geistliche Literatur für Männerchor ist so häufig nicht zu hören.

Der Chor wirkt klangvoll, nobel und rund, und diese Stärken kann er am besten in den ruhigen, flächigen Werken der Auswahl entfalten, zum Beispiel in Cyrillus Kreeks Vertonung des 137. Psalms, der an die orthodoxe Kirchenmusik erinnert. Einige weitere Werke wären hier zu nennen, besonders solche des 20. Jahrhunderts mit ihren harmonisch spannungsreichen und manchmal düsteren Klängen. Franz Xaver Biebls 'Ave Maria' gehört in diese Kategorie, ein siebenstimmiges Werk mit Bass- und Tenorsolo. Und natürlich ist auch Arvo Pärts 'De profundis' am Ende des Programms äußerst effektsicher gesetzt mit Orgel und Schlagwerk. Es sind solche Werke, die im Gesamteindruck überwiegen und die Platte interessant machen. Auch ein Werk wie das kraftvolle 'Daemon irrepit callidus' von György Orbán verfehlt seine Wirkung nicht und gehört sogar zu den eindrucksvollsten der Platte. Allerdings ist der Chor für virtuose Passagen eigentlich etwas groß, weshalb sie nicht ganz perfekt geraten.

Dynamisch ist der Chor unter der Leitung seiner Chefin Cecilia Rydinger Alin sehr beweglich, manchmal fast schon übertrieben. Bei der verwendeten Orgel scheint es sich um ein digitales Instrument mit gesampelten Klängen zu handeln. Das gehört zwar bei einer klassischen Choraufnahme nicht zum guten Ton, aber das Instrument klingt gar nicht so schlecht, wie man vielleicht annehmen könnte.

In zwei Titeln tritt die Sopranistin Elin Rombo auf, doch ihr Solo klingt eher etwas schwach und hat für die schlichte Stimmung zu viel Vibrato. Auch der Klang der SACD gehört nicht zu den größten Vorzügen der Aufnahme. Er ist etwas pauschal und wird dem Chor wohl nicht voll gerecht. Das Klangbild ist nicht klar genug, obwohl die Akustik der Bälinge Kyrka im schwedischen Uppsala gar nicht besonders hallig ist. Dennoch ist weder der Bass klar konturiert noch kommt die höchste Tenorstimme genügend zur Geltung. Allerdings singen die Tenöre auch meist sehr kopfig und könnten kerniger klingen, doch das ist eine Geschmacksfrage.

Es gibt also durchaus Kritikpunkte, dennoch bleibt ein positiver Gesamteindruck zurück. Durchweg positiv auch das Beiheft: Zu jedem Werk gibt es kurze Erläuterungen, die gesungenen Texte sind im jeweiligen Original und in englischer Übersetzung abgedruckt.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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    Sacred Music for Male Choir: Werke von Cyrillus, Rene, Andres u. a.

Label:
Anzahl Medien:
BIS Records
1
Medium:

SACD


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BIS Records

Most record labels begin with a need to fill a niche. When Robert von Bahr founded BIS in 1973, he seems to have found any number of musical niches to fill. The first year's releases included music from the renaissance, Telemann on period instruments, Birgit Nilsson singing Sibelius and works by 29 living composers - Ligeti and Britten as well as Rautavaara and Sallinen - next to Purcell, Mussorgsky and Richard Strauss. A musical chameleon was born, a label that meant different things to different - and usually passionate - devotees.


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