> > > Kaminski, Heinrich: Kammermusik mit Klarinette
Donnerstag, 28. Oktober 2021

Kaminski, Heinrich - Kammermusik mit Klarinette

Sinn für reizvolle Klangfarben


Label/Verlag: Sterling
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Kammermusik mit Seltenheitswert und von großem klanglichem Reiz aus dem 20. Jahrhundert. Heinrich Kaminski komponierte in sehr individueller Klangsprache.

Eigenartige Besetzungen hat sich Heinrich Kaminski da ausgedacht. Eine beim Raritäten-Label Sterling erschienene Platte enthält ein Quartett für Klavier, Klarinette, Viola und Cello, ein Quintett für Klarinette, Horn, Violine, Viola und Cello sowie drei Lieder für Sopran, Violine und Klarinette.

Heinrich Kaminskis Einfallsreichtum beschränkt sich aber keineswegs nur auf die Wahl der Instrumente. Viel bemerkenswerter sind die Klänge, die er mit diesen Besetzungen erreicht. Von Brahmsscher Fülle ist diese Musik, nur eben ein halbes Jahrhundert jünger. Kaminski lebte von 1886 bis 1946, und das Quartett op. 1b von 1912 gehört zu seinen ersten Werken. Kaminski schrieb tonal, wie die weitaus meisten Komponisten auch in jener Zeit. Dennoch sollte man ihn nicht als konservativ bezeichnen, denn konventionell klingen seine Werke wahrlich nicht, und ganz leicht zu hören ist seine Musik nicht durchgängig, wenn auch über weite Strecken. Der Komponist besaß offenbar einen ausgeprägten Sinn für reizvolle Klangfarben, die in dieser Aufnahme gut zur Geltung kommen. Nicht zuletzt seine Bearbeitungen eines ruthenischen und eines bretonischen Volksliedes, die den langsamen Sätzen zugrunde liegen, enthalten äußerst aparte Wirkungen.

Der Violinist Kolja Lessing ist hier mit von der Partie, der sich immer wieder um vergessene Komponisten bemüht und dabei oft Spannendes zutage fördert. Hier hat er, gemeinsam mit dem Klarinettisten Stephan Siegenthaler, auch den kenntnisreichen und anregenden Einführungstext geschrieben.

Interpretatorisch fehlt zwar der Maßstab – Vergleichsaufnahmen sind nicht erhältlich, denn Kaminski ist auf dem Tonträgermarkt bislang nur äußerst selten berücksichtigt worden. Die Aufnahmen, wirken jedoch schlüssig. Lediglich Sopranistin Anna Maria Pammer vermag in den drei geistlichen Liedern, zu denen Kaminski selbst den Text verfasst hat, nicht zu überzeugen, da sie in ihrem Part sinnvolle und sensible Gestaltung zumindest teilweise durch pauschales Vibrato ersetzt und so ein klanglich durchwachsenes Resultat erzielt.

Abgesehen von diesen acht Minuten ist die neue Platte jedoch ziemlich beeindruckend. Neben den bereits genannten Künstlern verleihen Cora Irsen am Klavier, Mark Gothoni und Ulrich Eichenauer an der Bratsche, Peter Hörr und Guido Schiefen am Cello sowie Olivier Darbellay am Horn den nie gehörten Klängen gehörigen Glanz. Technisch sind die 2005 und 2012 entstandenen Aufnahmen ebenfalls gut gelungen, der Klang wirkt natürlich und transparent.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Kaminski, Heinrich: Kammermusik mit Klarinette

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Sterling
1
03.01.2013
Medium:
EAN:

CD
7393338168126


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Sterling

Sterling is a record label specialising in orchestral music from the Romantic era, founded by Bo Hyttner. Most of the CDs released by Sterling contain previously unrecorded works. After setting out with Swedish romantics, Sterling is now spreading out towards the musical heritage of other European countries. In Sweden, the label is represented through CDA.



Additional to our series of Romantic orchestral classics, we release two more series:
  • The Artist series, dedicated to musical excellence from Swedish performers
  • The Historical Recordings series, with many unique pieces of musical heritage taken from the Swedish Radio Archives.


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