> > > Beethoven, Ludwig van: Klaviersonaten Nr. 14-21
Sonntag, 22. April 2018

Beethoven, Ludwig van - Klaviersonaten Nr. 14-21

Barenboim als Beethoven-Interpret


Label/Verlag: EuroArts
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Eine DVD-Reihe zeigt Daniel Barenboims Interpretation der Klaviersonaten Ludwig van Beethovens aus den Jahren 1983/84.

Ein großer Saal, prunkvoll ausgestattet. Vor einem Fenster steht ein Steinway-Flügel. Der Pianist beginnt leise zu spielen. Es ist Ludwig van Beethovens sogenannte ‚Mondscheinsonate‘, die Sonate Nr. 14. Zunächst erkennt man nicht, wer da spielt, so weit ist die Kamera vom Geschehen entfernt. Dann steigert sich die Dramatik der Musik. Gleichzeitig wird herangezoomt. Somit gerät der Pianist Daniel Barenboim ins Visier der Kamera.

Das Label EuroArts widmet dem Künstler eine Serie mit Aufnahmen der Beethoven-Sonaten, deren letzter Teil erschienen ist. Man sieht darin Daniel Barenboim auf dem Höhepunkt seiner pianistischen Karriere. Seine erste erfolgreiche Annäherung an Beethovens Sonaten lag da schon über 20 Jahre zurück: 1960 glänzte er als Achtzehnjähriger in Tel Aviv mit der Interpretation der gesamten Klaviersonaten Ludwig van Beethovens.

Die Aufnahmen zeigen Barenboims Spiel in verschiedenen historischen Stätten in Wien. Allerdings wird damit Barenboims Spiel ein etwas biederer Rahmen gegeben. Die reizarme Regie und Kameraführung unterstreichen dies zusätzlich. Lange Totalen auf die Hände des Pianisten und fast vollständige minutenlange Verdunklung des Raumes können auf die Dauer langweilig werden. Interessanter wäre es, das Minenspiel Barenboims zu filmen. Das passiert an einigen Stellen und ist jedes Mal aufschlussreich. Denn Barenboims musikalisches Empfinden drückt sich vor allem auf seinem Gesicht aus: Mal schnellen die Augenbrauen in die Höhe, mal furcht sich die Stirn.

Vergleicht man die Interpretation Barenboims mit jüngeren Einspielungen, wird deutlich, dass der ‚späte‘ Barenboim doch mehr Dirigent als Pianist (geworden) ist. Zwar spielte er damals vieles langsamer und bedächtiger, dafür aber auch technisch präziser und bewusster. Das wird vor allem in der ‚Appassionata‘, der Sonate Nr. 23, deutlich: Der ‚mittlere‘ Barenboim scheint hier besser im Training zu sein, das Zusammenspiel von rechter und linker Hand ist genauer als zum Beispiel in einer Einspielung aus dem Jahr 2009. Dort prescht er zwar hitzig über die Tasten, nimmt dafür aber technische Ungenauigkeiten in Kauf.

Die DVD-Reihe bietet eine gute Möglichkeit, einen Vergleich zwischen Barenboims Beethoven-Interpretationen anzustellen. Dabei zeigt sich, dass sich neben den technischen Unterschieden in der Idee der Interpretation nicht viel geändert hat. Barenboim ist sich treu geblieben.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:
Regie:






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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Beethoven, Ludwig van: Klaviersonaten Nr. 14-21

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
EuroArts
1
07.01.2013
EAN:

880242664983


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EuroArts

EuroArts Music International ist im Bereich audio-visueller Klassikproduktionen eine der weltweit führenden Produktions- und Distributionsfirmen. Das 1979 gegründete Unternehmen produziert jährlich 10-15 hochwertige Klassik-Programme – darunter Konzertaufzeichnungen in aller Welt sowie aufwändige Dokumentationen.

Renommierte, preisgekrönte Programme und Events haben EuroArts Music zu einem exzellenten internationalen Ruf verholfen. Eine intensive und langjährige Partnerschaft verbindet EuroArts Music mit führenden Klangkörpern wie den Berliner Philharmonikern, dem Mariinsky Theater Orchester, dem Lucerne Festival Orchestra, der Staatskapelle Berlin, dem Gewandhausorchester Leipzig und vielen anderen.

Die alljährlichen Aufzeichnungen des EUROPAKONZERTs, des Waldbühnen- und Silvester-Konzerts der Berliner Philharmoniker sind erfolgreiche und weltweit etablierte Musikprojekte von EuroArts Music. Im August 2005 produzierte und übertrug EuroArts Music live das weltweit beachtete Ramallah-Konzert des West-Eastern Divan Orchestra unter Daniel Barenboim. Im Januar 2006 produzierte EuroArts Music die erste Klassik-Live-Übertragung von Peking nach Europa (u.a. mit Lang Lang). Die weltweit einmaligen Musik-TV-Formate 24hoursBach und 24hoursMozart wurden zu zwei international erfolgreichen Musikevents dieses Unternehmens.

In 2012 wurde ein kompletter Prokofiev-Zyklus mit sämtlichen Sinfonien und Klavierkonzerten aufgezeichnet.

Seit vielen Jahren verbindet EuroArts Music eine enge Zusammenarbeit mit herausragenden Künstlern wie Daniel Barenboim, Sir Simon Rattle, Valery Gergiev, Claudio Abbado, Martha Argerich, Yuja Wang und András Schiff sowie renommierten Regisseuren Bruno Monsaingeon, Frank Scheffer und Peter Rosen. Das Ergebnis sind Gesamtaufnahmen wie „The Beethoven Symphonies“ (Abbado/Berliner Philharmoniker) und preisgekrönte Dokumentationen wie Claudio Abbado – Hearing the Silence“ oder „Multiple Identities – Encounters with Daniel Barenboim“. 2006 wurde die EuroArts Music Produktion „Knowledge is the Beginning“ mit dem International Emmy Award (Arts Programming) ausgezeichnet. Der Dokumentarfilm wurde 2007 mit weiteren Preisen geehrt, darunter der FIPA D'OR Grand Prize 2007 (Kategorie „Performing Arts”) sowie als „Best Arts Documentary„ bei dem renommierten 2007 Banff World Television Festival.

Innovation und Qualität bildeten von Anfang an die Grundpfeiler der Firma. Zahlreiche internationale Auszeichnungen bestätigen dies, darunter:

Oscar® für die Koproduktion von „Journey of Hope”

Grammy Award für „Kurt Weill’s: Rise and Fall of the City of Mahagonny”

Emmy Award und ECHO Klassik für „Knowledge is the Beginning”

2 weitere ECHOs für „A Surprise in Texas” (ECHO Klassik) und

„Django Reinhardt- Three-fingered Lighnting” (ECHO Jazz)

Peabody Award für „Blue Note – A Story of Modern Jazz”

National Education Award (USA) für „Sir Peter Ustinov: Celebrating Haydn”

 

Sowie folgende Nominierungen:

 

Emmy Award für „Robbie Robertson”

Rocky und Grammy Award für „Blue Note – A Story of Modern Jazz”

 

Der Katalog von EuroArts Music umfasst rund 1.800 Musikprogramme, darunter gehören neben EuroArts Eigenproduktionen auch Programme von zahlreichen unabhängigen Produktionsfirmen.
Das in Berlin ansässige Unternehmen vertreibt seine Programme weltweit selbst. EuroArts Music gehört auch im Vertrieb von audio-visuellen Musikproduktionen (TV und DVD/Blu-ray) zu den weltweit führenden Distributoren.

Viele eigene Produktionen werden weltweit auf dem eigenen Label EuroArts als DVD und Blu-ray, sowie als digitales Produkt vermarktet.

Seit 2016 werden die physischen Produkte durch Warner Music vertrieben.


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