> > > Belder, Pieter-Jan spielt: The Fitzwilliam Virginal Book Vol. 2: Werke von William Byrd
Freitag, 13. Dezember 2019

Belder, Pieter-Jan spielt - The Fitzwilliam Virginal Book Vol. 2: Werke von William Byrd

Geschmackvoll und detailgenau


Label/Verlag: Brilliant classics
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Pieter-Jan Belder legt den zweiten Teil seiner Gesamtaufnahme des 'Fitzwilliam Virginal Book' vor.

Die Handschrift des ‚Fitzwilliam Virginal Book‘, heute aufbewahrt im Fitzwillam Museum in Cambridge und benannt nach ihrem früheren Besitzer Viscount Richard Fitzwilliam, ist eine der bedeutendsten und umfangreichsten britischen Sammlungen von Musik für Tasteninstrumente. Der Folioband versammelt rund 300 Einzelwerke, darunter vor allem zahlreiche zwischen 1562 und 1612 entstandene Stücke von Komponisten wie John Bull, William Byrd, Giles Farnaby, Orlando Gibbons oder Peter Philips, aber auch anonyme Beiträge und Stücke weniger bekannter Tonsetzer wie William Inglott, John Mundy, Edward Johnson und Martin Peerson. Pieter-Jan Belder, bei Brilliant Classics in den vergangenen Jahren durch seine schlüssigen und hochwertigen Einspielungen von Cembalowerken Jean-Philippe Rameaus, Georg Friedrich Händels oder Johann Sebastian Bachs hervorgetreten, hat nun bei diesem Label den zweiten Teil einer Einspielung des Fitzwilliam-Repertoires als Doppel-CD mit vorgelegt.

Nachdem er für die erste Veröffentlichung eine Mischung von Stücken unterschiedlicher Komponisten ausgewählt hatte, fokussiert Belder diesmal ausschließlich auf Werke und Transkriptionen aus der Feder von William Byrd und nutzt zu deren Darstellung insgesamt vier verschiedene Instrumente: Neben einem italienischen Cembalo von Cornelis Bom (2003), dem Nachbau eines Ruckers-Cembalos von Gerhard Boogard (2010) und einer Truhenorgel von Henk Klop (2004) kommt dabei – und dies ist der heimliche Star der Einspielung – ein Virginals von Ruckers aus dem Jahr 1604 zum Einsatz. Tanzpaare wie 'Pavan & Galliard in c' MB29 und 'Pavan & Galliard in G' MB71, beide vorgetragen auf dem zuletzt genannten Originalinstrument, überzeugen durch Belders sensible Annäherung, während andere Stücke (so beispielsweise die 'Fantasia in a' MB13) vom Vermögen des Cembalisten zeugen, mit relativ beschränkten Mitteln eine überraschend große Klangpracht zu entfalten.

Immer wieder ist es die Darstellung kontrapunktischer Verschlingungen und Windungen, die bei der Umsetzung beeindruckt: So lässt sich Belder auch in den mit Orgel interpretierten 'Fantasia in G' MB62 viel Zeit, dem ruhigen Gang der Musik mit klarer Artikulation zu folgen und leuchtet dabei insbesondere die Harmonik aus, um schließlich den variationsartigen Satz auch hier mit großer Klangsteigerung zu Ende führt. Die Ruhe und Genauigkeit, mit der die Ornamente der Musik jeweils angegangen werden, etwa in Byrds Transkription von John Dowlands 'Lachrymae Pavan' MB54, macht auch die kleinen Details der Einspielung sehr hörenswert. Nicht nur in den ruhigen Titeln erweist sich Belder als sorgfältiger Interpret, auch die von Passagenwerk durchzogenen Titel, etwa die 'Galliard' MB55 (Transkription eines Titels von James Harding), zeugen mit ihrer impulsartigen Einpassung von Skalen in einen übergreifenden rhythmischen Duktus vom geschmackvollen musikalischen Zugriff des Cembalisten. Dies macht, wie so oft bei Belder, Lust auf mehr – vor allem auf die Fortsetzung dieser Gesamtaufnahme.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Belder, Pieter-Jan spielt: The Fitzwilliam Virginal Book Vol. 2: Werke von William Byrd

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Brilliant classics
2
30.11.2012
Medium:
EAN:

CD
5028421943626


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Mit den Veröffentlichungen von komplettierten Gesamtwerks- Editionen und Zyklen berühmter Komponisten, hat sich das Label erfolgreich am Musikmarkt etabliert. Der Klassikmusikchef, Pieter van Winkel, ist Musikwissenschaftler und selbst Pianist. Mit seinem professionellen musikalischen Gespür für den Klassikmarkt, hat er in den letzten Jahren ein umfangreiches Klassikprogramm aufgebaut. Neben hochwertigen Lizenzprodukten fördert er mit Eigenproduktionen den musikalischen Nachwuchs und bietet renommierten Musikern eine ideale Plattform.


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