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Donnerstag, 22. Oktober 2020

Mozart, Wolfgang Amadeus - The Piano Quartets

Gesamtkunstwerk


Label/Verlag: Tacet
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Ein meisterhaftes Gesamtkunstwerk stellt diese Produktion dar. Zum achten mal präsentiert sich das Gaede Trio mit einer Produktion bei ‘Tacet’, diesmal in inspirierter Zusammenarbeit mit dem Pianisten Markus Schirmer.
Zwei Besonderheiten treffen bei dieser Aufnahme zusammen. Einerseits das ausgewogene Zusammenspiel und die enorme Klangfarbenpracht des Ensembles, und andererseits die klangliche Realisation im sogenannten ‚TACET Real Surround Sound’ auf einer DVD-Audio. Um in den vollen Hörgenuss zu kommen sind nicht weniger als fünf hochwertige Lautsprecher mit entsprechendem Verstärker, ein DVD – Audioplayer und die richtige Positionierung im Abhörraum notwendig, die im DVD – Booklet leicht verständlich und humorvoll erläutert wird.

Die ersten Takte des eröffnenden Unisonos des g-moll Quartetts öffnen gleichzeitig das Tor zu einem äußerst mitreißendem Klangerlebnis. Die Instrumente wurden um den Zuhörer herum im Klangbild verteilt. Man hat also den Eindruck mitten im Ensemble, zwischen den Musikern zu sitzen. Das Klavier nimmt man rechts neben sich wahr, das Cello fast immer hinten links, die Geige links vorne und die Bratsche mittig von vorne. Dieses Prinzip findet sich im Es- Dur Quartett spiegelsymmetrisch wieder. Dadurch wird der Eindruck erweckt mitten im Geschehen zu sein, und man bekommt die Gelegenheit an der Interaktion der Musiker und der Komposition entspannt teilnehmen zu können.

Erst beim mehrmaligen Hören, wenn sich die Begeisterung für diese neue Art der Widergabe etwas gelegt hat, wird klar, dass es sich nicht nur um eine technische Finesse handelt, sondern dass der Facettenreichtum der Musik in völlig neuer Form zum Ausdruck kommt, und dadurch das konzertante Wechselspiel der Instrumente auch räumlich erlebbar wird.

Zu Lebzeiten Mozarts stieß sein g-moll Quartett nicht auf große Resonanz seitens der Musiker, da die spieltechnischen Anforderungen, besonders für den Pianisten, bei weitem höher waren als es bei bisherigen Kammermusikwerken ähnlicher Besetzung der Fall war. Die Leichtigkeit der Interpretation Markus Schirmers und des Gaede Trios lässt nichts von derlei Schwierigkeiten vermuten. Im Gegenteil: perlende Läufe, ausgestaltete melodische Phrasen und das Wechselspiel der Motive zeigen, wie sehr die Musik zum Spielball der Ausdrucksfreude des Ensembles wird.

Alles in allem ist diese DVD – Audio ein sehr gelungenes Beispiel für Mehrkanaltechnik, und für jeden Klassikliebhaber, der immer noch nicht von den Vorteilen dieser Technik überzeugt wurde, ein Muss.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Mozart, Wolfgang Amadeus: The Piano Quartets

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Spielzeit:
Veröffentlichung:
Tacet
1
01.09.2002
54:51
2002
Medium:
EAN:
BestellNr.:
DVD
4009850011606
D 116

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Mozart, Wolfgang Amadeus


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Interpret(en):Gaede Trio,
Schirmer, Markus (Piano)


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Tacet

Das Wort TACET kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "er/sie/es schweigt". Es steht in den Noten, wenn ein Musiker für ein ganzes Stück nichts zu spielen hat. In einem solchen Fall steht in den Noten "TACET". Ein paradoxer Name für eine Plattenfirma?

Der Produzent des Labels, Andreas Spreer, liebt das Paradox. Im April 1989 gründete der Diplom-Tonmeister die Musikfirma TACET in Stuttgart/Germany. Seither produziert TACET Musik für höchste Ansprüche auf den verschiedensten Tonträgern (CD, LP, SACD, DVD-Audio, Blu-ray). Von Beginn an erhielten die Aufnahmen herausragende Rezensionen und höchste Auszeichnungen (u. a. mehrere Jahrespreise der deutschen Schallplattenkritik, Cannes Classical Award, Echo, Diapason d'or, Grammy-Nominierung und viele mehr; stöbern Sie ein wenig in den Kritiken auf den Produktseiten), aber was noch wichtiger ist, sie erfreuen sich größter Beliebtheit beim Publikum. Dabei ist noch kein Ende abzusehen: Die Zahl der TACET-Fans wächst immer weiter. Woher kommt dieser langandauernde große Erfolg?

Vielleicht liegt es daran: TACET arbeitet konsequent an der Synthese von zwei Ebenen, die häufig als sehr unterschiedlich oder sogar gegensätzlich angesehen werden: dem musikalischen Gehalt und der aufnahmetechnischen Qualität.

Als Begriff, der sowohl die musikalischen als auch die aufnahmetechnischen Vorzüge der TACET-Aufnahmen umfasst, bietet sich das Wort "Klang" an. Klang entsteht in einem Instrument, der Musiker bringt ihn daraus hervor, doch ob gewollt oder nicht - die nachfolgenden Apparaturen und Personen beeinflussen den Klang auch. Wenn alle Beteiligten, Musiker, Instrumente, Raum, Aufnahmegeräte und "Tonbearbeiter" gut zusammenpassen bzw. zusammenarbeiten, wächst in der Mitte zwischen ihnen wie von selbst etwas Neues empor, das dem Wesen einer Kompositon sehr nahe kommt. Davon handelt unser Slogan "Der TACET-Klang - sinnlich und subtil".

"This is one of the best sounding records you'll ever hear" schrieb das US-Magazin "Fanfare" über die TACET-LP L207 "oreloB". György Ligeti äußerte über die Kunst der Fuge "... doch wenn ich nur ein Werk auf die "einsame Insel" mitnehmen darf, so wähle ich Koroliovs Bach, denn diese Platte würde ich, einsam verhungernd und verdurstend, doch bis zum letzten Atemzug immer wieder hören.". "Entscheidend aber ist die Gemeinsamkeit des Geistes. Die Auryn-Leute beseelt die gleiche Kunstgesinnung..." (Rheinische Post). Stöbern Sie ein wenig in den Kritiken auf den Produktseiten oder noch besser hören Sie sich TACET-Aufnahmen an und überprüfen, was die Kritiker schreiben.

Bei uns darf Musik all das anrühren und ausdrücken, was das Leben ausmacht. Sie erlaubt dem Hörer Gefühle zu empfinden, ohne sentimental zu werden. Sie kann witzig sein und zum Lachen bringen. Sie kann auf ehrliche Weise "romantisch" sein, ohne den Hörer in einen Kaufhausmief von Wohlfühlklängen zu versenken. Sie darf in unendlichen Variationen geistreich sein. Sie darf zum Denken und zum Erkennen anregen, ohne musikalische Vorbildung zu erfordern. Sie darf effektvoll sein und um die Ohren fliegen, wenn es dem Wesen der Werke entspricht. Sie kann Revolutionen im Kopf auslösen, ohne ein einziges Wort. Sie kann widersprechen und korrigieren. Musik kann Verzweiflung wecken, aber auch trösten. Und und und. Die vollständige Liste wäre endlos.

Der TACET-Inhaber und -Gründer Andreas Spreer erhielt u. a. die Ehrenurkunde des Preises der deutschen Schallplattenkritik.


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