> > > Accolay, Jean-Baptiste: Konzert Nr. 1 in a-Moll
Montag, 18. November 2019

Accolay, Jean-Baptiste - Konzert Nr. 1 in a-Moll

Neuauflage eines Unterrichtsklassikers


Label/Verlag: Edition Peters
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Mit einer Ausgabe von Jean-Baptiste Accolaÿs Concerto Nr. 1 a-Moll setzt die Violinpädagogin Franziska Matz die Reihe ihrer bei der Edition Peters erscheinenden Neueinrichtungen beliebter Schülerkonzerte fort.

In seiner ‚Encyclopedia of the Violin‘ (1925) führt Alfredo Bachmann insgesamt sieben Konzerte des belgischen Geigers und Pädagogen Jean-Baptiste Accolaÿ (1833-1900) auf. Nicht nur Accolaÿs Lebensumstände gehen aus keinem der gängigen Musiklexika mehr hervor, auch sein kompositorisches Schaffen ist inzwischen längst vergessen. Allein sein einsätziges Concerto Nr. 1 a-Moll (1868), vom Komponisten auch mit Streicherbegleitung veröffentlicht, ist heute noch als Unterrichtswerk und gleichermaßen ansprechendes wie wirkungsvolles Vorspielstück weit verbreitet und gehört als solches zum unverwüstlichen Bestand didaktisch wertvoller Schülerkonzerte für den Gebrauch in der Mittelstufe und bei Wettbewerben wie ‚Jugend musiziert‘.

Die Anforderungen an die jungen Ausführenden halten sich in Grenzen: Der Tonumfang des Werkes geht niemals über die fünfte Lage hinaus, die Probleme der Bogentechnik erschöpfen sich im relativ einfachen Alternieren unterschiedlicher Stricharten, das mehrgriffige Spiel beschränkt sich vorwiegend auf klanglich wirkungsvolle Griffverbindungen, die unter Ausnutzung leerer Saiten zustande kommen. Dennoch beleuchtet das angenehm spontane Stück ein musikalisches Paradoxon: Dass nämlich große musikalische Wirkungen oft genug durch die einfachsten technischen Mittel erzielt werden können. Insofern bietet Accolaÿs Concerto dem Schüler die Möglichkeit, mit relativ geringem technischen Aufwand seine Fähigkeiten in den Dienst einer auf sehr unterschiedliche musikalische Charaktere gerichteten Interpretation zu stellen und dabei insbesondere an der Herausbildung einer schönen Tongebung zu feilen.

Die Violinpädagogin Franziska Matz, die während der vergangenen Jahre bereits Neuausgaben mehrerer Schülerkonzerte unterschiedlichen Schwierigkeitsgrads wie etwa des Concertinos D-Dur op. 15 von Ferdinand Küchler, des Konzerts h-Moll op. 35 von Oskar Rieding oder des Konzerts D-Dur op. 22 von Friedrich Seitz für die Edition Peters betreute, hat ihre langjährige Unterrichtserfahrung auch in die neue Publikation des Accolaÿ-Concertos einfließen lassen. Resultat ist eine empfehlenswerte Ausgabe, deren separate, typografisch angenehm anzuschauende Violinstimme vor allem durch Einrichtung mit Bogenstrichen, dynamischen Empfehlungen und Fingersätzen an die Erfordernisse des heutigen Unterrichts angepasst ist, sich aber auch durch ein besonderes Augenmerk auf Details wie ein praktikables Umblättern auszeichnet. Als Vergleichsmöglichkeit findet sich über der Klavierstimme der Wortlaut des Soloparts nach dem Originaldruck, so dass die Entscheidungen der Herausgeberin nachvollziehbar bleiben und gegebenenfalls vom Lehrer zugunsten einer alternativen Lösung geändert werden können.

Klangqualität:
Repertoirewert: 



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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Accolay, Jean-Baptiste: Konzert Nr. 1 in a-Moll

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Edition Peters
1
10.02.2012

EAN:
BestellNr.:

9790014111366
EP 11249

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"Von den Violinkonzerten des belgischen Komponisten und Geigers Jean Baptiste Accolay ist das erste in a-Moll unter dem Namen Concertino I zu einem beliebten Vorspielstück geworden. Das einsätzige Werk, vom Komponisten auch mit Streicherbegleitung veröffentlicht, ist ansprechend und wirkungsvoll, trotzdem nicht zu schwer. Als „Schülerkonzert“ hat es sich im Mittelstufenunterricht wie auch bei internationalen Wettbewerben etabliert, so in Deutschland bei „Jugend musiziert“. Die Violinpädagogin Franziska Matz, die bereits mehrere Schülerkonzerte in der Edition Peters vorgelegt hat (z. B. von Rieding, Seitz und Küchler), hat ihre langjährige Unterrichtserfahrung auch in diese Ausgabe einfließen lassen. Bei der Einrichtung der Violinstimme wurde besonderes Augenmerk auf praktikables Umblättern gelegt."


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Edition Peters

Seit mehr als 200 Jahren steht der Musikverlag C. F. Peters im Dienst von Musikpflege und Musikwissenschaft. Ausgaben klassischer wie zeitgenössischer Werke vereinigen sich in der EDITION PETERS zu einem Gesamtkatalog mit mehr als 12.000 lieferbaren Titeln. Erstklassige Qualität im Druck, ihr eigenes wissenschaftliches Profil und ihre Bezogenheit zur Praxis haben die Ausgaben der EDITION PETERS zu verlässlichen Garanten für eine musikalische Beschäftigung auf hohem Niveau werden lassen. Ungeachtet dessen hat es sich der Verlag zur selbstverständlichen Aufgabe gemacht, die an seine Editionen gestellten Qualitätskriterien immer wieder neu zu überprüfen.

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