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Dienstag, 25. Juni 2019

Kwart - Ludium

Quartett trifft Human Beatboxing


Label/Verlag: DUX
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Zweite CD des polnischen Quartetts Kwartludium. Kwartludium spielt die hier vorgestellten Kompositionen genau, sorgfältig, mit viel Liebe, atmosphärisch und vor allem überaus lebendig.

Das polnische Quartett Kwartludium weist mit Violine, Klarinette, Schlagzeug und Klavier eine interessante Besetzung auf. Obwohl es nur vier Interpreten sind, hat es fast die Farbigkeit eines weit größeren Kammerorchesters. Im Jahr 2002 gegründet hat sich Kwartludium mittlerweile einen guten Ruf erarbeitet, insbesondere in der Aufführung zeitgenössischer Musik. Dies bestätigt die vorliegende, zweite CD des Quartetts, wie schon die erste beim polnischen Label Dux erschienen. Kwartludium spielt die Kompositionen genau, sorgfältig, mit viel Liebe, atmosphärisch und vor allem überaus lebendig.

Human Batboxing

Bei drei der sechs vorliegend eingespielten Kompositionen hat sich das Quartett um je einen Gast verstärkt, entweder um Patrick ,TikTak' Matela und Jakub ,Zgas‘ Zmijowski. Beide sind Human Beatboxer und gehören in Polen zu den besten ihres Fachs. Beim Beatboxing, das seine Wurzeln im Hip Hop hat, werden mit Mund, Nasen und Rachen allerhand Geräusche und Töne erzeugt, deren Schwerpunkt bei der Erzeugung von Schlagzeugrhythmen liegt, aber nicht darauf begrenzt sind. Das Human Beatboxing ist – dem Booklet der CD zufolge – in Polen zu einem einzigartigen Phänomen angewachsen. Während des Warschauer Herbstes 2008 wurden in einem Konzert für einen Beatboxer und Kammerensemble sieben Kompositionen von Kwartludium aufgeführt. Die drei vorliegend eingespielten Werke 'Hum…' von Dobromila Jaskot, 'Distancia (efectos de superficie)' von Gabriel Paiuk und 'Cyclostratus' von Pawel Hendrich wurden eigens für dieses Konzert komponiert. Nun, es ist noch ein weiter Weg bis zur vollendeten Verschmelzung eines Ensembles mit klassischen Instrumenten mit Human Beatboxing. Zurzeit klingt es ungefähr so, als würde während einer Lesung zeitgenössischer Poesie ein Poetry Slammer auftreten. Gleichwohl sind interessante Ansätze zu erkennen, wie etwa Dobromila Jaskots 'Hum…', die den Beatboxer an tibetanische heilige Gesänge erinnernde Töne erzeugen lässt.

Lyrische Stimmungen

Der interessantere Teil der CD ist aber der erste, drei Kompositionen ohne Beatboxing. Das spannendste Stück ist Arne Sanders 'Dubug (Strange, I‘ve seen that face before)'. Seine Komposition ist eher ein Konzert für Klarinette und Kammerensemble. Ihm gelingen überzeugende lyrische, schöne Stimmungen. Slawomir Wojciechowski changiert klanglich mit 'Rope of sands' gelungen zwischen absoluter, seriell scheinender Musik und rein illustrativer Musik. 'Torpor' von Wojciech Blecharz ist eine flotte Komposition, in der zahlreiche Instrumente der Unterhaltungsmusik verarbeitet werden, die zumindest für das einmalige Hören sehr wirkungsvoll gemacht ist. Insgesamt eine abwechslungsreiche, unterhaltsame Einspielung.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:




Patrick Beck Kritik von Patrick Beck,


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Kwart: Ludium

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
DUX
1
22.03.2011
Medium:
EAN:

CD
5902547008080


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DUX

Das polnische Label DUX wurde 1992 von Malgorzata Polanska und Lech Tolwinski, beides Absolventen der Toningenieur-Fakultät der Frédéric Chopin Musikakademie in Warschau, gegründet. Hauptanliegen war die Produktion von Aufnahmen mit klassischer Musik, wobei man von Anfang an höchste Ansprüche an künstlerische und technische Standards stellte.Viele Aufnahmen von Dux erlangten sowohl in Polen als auch im Ausland breites Interesse bei Publikum und Kritik, die sich in zahlreichen Preisen und Auszeichnungen widerspiegelt.

Ein Schwerpunkt des Labels ist natürlich das reiche musikalische Erbe Polens, das weitaus mehr umfasst als Chopin oder Penderecki. Im Katalog finden sich daher neben bekannteren Namen wie Wieniawski, Szymanowski oder Lutoslawski auch zahlreiche hierzulande bislang weniger bekannte oder völlig unbekannte Komponisten von der Renaissance bis zur Gegenwart, wie Ignaz Jan Paderewski, der Klaviervirtuose und spätere Premier- und Außenminister der Zweiten Polnischen Republik oder Stanislaw Moniuszko, ein Zeitgenosse Verdis und Schöpfer der polnischen Nationaloper. Aber auch zahlreiche polnische Künstler, Ensembles und Orchester gilt es bei DUX zu entdecken, darunter international renommierte Namen wie beispielsweise die gefeierte Altistin Ewa Podles.


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