> > > Chin, Unsuk: Fantaisie mecanique
Freitag, 1. Juli 2022

Chin, Unsuk - Fantaisie mecanique

Unsuk Chin wieder aufgelegt


Label/Verlag: Kairos
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Das Ensemble Intercontemporain spielt Werke von Unsuk Chin - auch in Wiederauflage eine tolle Aufnahme.

Im Jahr 2005 erschien bei der Deutschen Grammophon in der Reihe ,20/21 – Music of Our Time‘ eine Portrait-CD mit Kompositionen der koreanischen, in Berlin lebenden Komponistin Unsuk Chin. Aufgenommen wurden Chins 'Fantaisie mécanique' (1994/1997), 'Xi' (1991/1993), das 'Double Concerto' (2002) und 'Akrostichon-Wortspiel' (1991/1993), interpretiert vom Ensemble Intercontemporain, für das Unsuk Chin die ersten drei Kompositionen auch verfasst hatte. Diese CD ist beim Label nur noch als Download erhältlich.

Jetzt, 2011, hat das Wiener Label Kairos gleichfalls eine Portrait-CD mit Werken von Unsuk Chin herausgebracht, zeitlich passend zu bedeutenden Aufführungen von Kompositionen Unsuk Chins in London (Total Immersion Day) und Paris. Hier sind dieselben Werke zu hören wie auf der Grammophon-Platte, ebenfalls eingespielt vom Ensemble Intercontemporain. Man könnte zunächst denken, dass diese vier Werke nun einmal die Hauptwerke von Unsuk Chin sind und eben keinesfalls auf einer CD fehlen sollten. Doch es sind genau dieselben Aufnahmen wie auf der DG-Platte, was Kairos leider im Booklet nicht erwähnt. Lediglich die Reihenfolge der Werke wurde etwas verändert. Wer also bereits die Platte von 2005 hat, braucht diese ‚verkappte Neuauflage‘ nicht mehr.

Motorisch

Unsuk Chins Kompositionen sind sehr sorgfältig ausgeführt. Glänzend changiert die Komponistin zwischen Klangfarbennuancen. Im 'Akrostichon-Wortspiel', in dem sie an der Grenze zwischen Sprachklang und Tonklang arbeitet und beide verschmilzt, lotet sie ein breites Spektrum der Möglichkeiten aus, Sprache musikalisch darzustellen. In 'Xi' wiederum verschmilzt sie instrumentale Musik mit elektronischer so perfekt, dass kaum zu hören ist, welche Töne elektronisch und welche instrumental erzeugt sind.

Das 'Double Concerto' und die 'Fantaisie mécanique' haben beide je einen mitreißenden Beginn und Schluss, während die langen Mittelteile an flirrende Tonflächen denken lassen, die eine Traditionslinie hin zum französischen Impressionismus aufzeigen. Typisch für Unsuk Chin sind die Thematisierung eines Tons sowie ein schneller motorischer Puls, der die Kompositionen vorantreibt. Unsuk Chins Kompositionen gleichen perfekt geschliffenen Edelsteinen ohne Makel. Aber nicht für jeden ist ein perfekter Diamant etwas brennend Lebendiges.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:




Patrick Beck Kritik von Patrick Beck,


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Chin, Unsuk: Fantaisie mecanique

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Kairos
1
15.04.2011
Medium:
EAN:

CD
9120010281631


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