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Montag, 28. September 2020

Bach, Johann Sebastian - Die Motetten

Neuaufnahme der Bach-Motetten setzt Massstäbe


Label/Verlag: Tacet
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Neue Bach-Motetten

Für die Freunde barocker Chormusik waren und sind sie stets ein besonderer Leckerbissen, gleichzeitig sind sie auch heute noch eine besondere Herausforderung für jeden Chor.
Gemeint sind die Motetten von Johann Sebastian Bach (BWV 225-229), die jetzt in einer Neueinspielung mit dem Sächsischen Vocalensemble unter der Leitung von Matthias Jung vorliegen. Nur von einer dieser Motetten wissen wir den Entstehungsanlass, bei den anderen sind sowohl die Zeit als auch der Grund der Komposition nicht genau feststellbar. Auch die viel diskutierte Frage, ob es sich um a-capella-Werke handelt oder ob Bach an Aufführungen mit Instrumentalbegleitung gedacht hat, wird sich wohl nie endgültig klären lassen.

Matthias Jung hat sich für eine Interpretation entschieden, bei der Orgel, Streicher und Oboen den Singstimmen folgen. Das 1996 gegründete Sächsische Vokalensemble besteht aus knapp 30 Sängerinnen und Sängern, von denen jeder einzelne auch als Solist bestehen kann; nur so bewältigt das Ensemble die Tücken der zum Teil fünf- oder auch acht-stimmigen Partituren. Denn im Gegensatz zu anderen zeitgenössischen Komponisten stellt Bach an seine Sängerinnen und Sängern die gleichen musikalischen Anforderungen wie an Instrumentalisten; darüber hinaus behandelt er bei den doppelchörigen Passagen beide Chöre als gleichwertige Partner.
Von diesen bekannten Schwierigkeiten ist beim Sächsischen Vocalensemble jedoch nichts zu hören: Sie produzieren einen wunderbar ausgewogenen und durchhörbaren Gesamtklang, bei dem auch in den verzwicktesten Fugenpassagen jede Stimme völlig sicher geführt ist. Dazu kommen absolute Textverständlichkeit und eine große dynamische Bandbreite. Die Tempi sind durchweg zügig und straff, die dynamischen Wechsel manchmal fast schon abrupt.

Das Label Tacet hat die Zeichen der Zeit erkannt und die Aufnahme sowohl auf CD als auch als Audio-DVD veröffentlicht. Die Audio-DVD wurde im Real Surround Sound produziert, dessen klangliche Finessen nur Hörer mit einem DVD-Player und einer Surround-Anlage mit sechs Lautsprechern voll geniessen können. Wer lediglich zwei Lautsprecher an seiner Anlage hat, sollte sich mit der ‘normalen’ CD begnügen.
Die CD bzw. DVD vereinigt neueste Aufnahmetechnik und das Können eines herausragenden Ensembles auf höchstem Niveau und wird daher besonders die Audiophilen unter den Freunden der Chormusik glücklich machen. Kurz: Eine Aufnahme, die das Zeug zum Klassiker hat.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 




Kritik von Nora Burda,


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Bach, Johann Sebastian: Die Motetten

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Spielzeit:
Aufnahmejahr:
Veröffentlichung:
Tacet
1
16.01.2001
54:14
2000
2001
Medium:
EAN:
BestellNr.:
DVD
4009850010838
TACET DVD 108

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Bach, Johann Sebastian


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Dirigent(en):Jung, Matthias
Interpret(en):Sächsisches Vocalensemble,


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Tacet

Das Wort TACET kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "er/sie/es schweigt". Es steht in den Noten, wenn ein Musiker für ein ganzes Stück nichts zu spielen hat. In einem solchen Fall steht in den Noten "TACET". Ein paradoxer Name für eine Plattenfirma?

Der Produzent des Labels, Andreas Spreer, liebt das Paradox. Im April 1989 gründete der Diplom-Tonmeister die Musikfirma TACET in Stuttgart/Germany. Seither produziert TACET Musik für höchste Ansprüche auf den verschiedensten Tonträgern (CD, LP, SACD, DVD-Audio, Blu-ray). Von Beginn an erhielten die Aufnahmen herausragende Rezensionen und höchste Auszeichnungen (u. a. mehrere Jahrespreise der deutschen Schallplattenkritik, Cannes Classical Award, Echo, Diapason d'or, Grammy-Nominierung und viele mehr; stöbern Sie ein wenig in den Kritiken auf den Produktseiten), aber was noch wichtiger ist, sie erfreuen sich größter Beliebtheit beim Publikum. Dabei ist noch kein Ende abzusehen: Die Zahl der TACET-Fans wächst immer weiter. Woher kommt dieser langandauernde große Erfolg?

Vielleicht liegt es daran: TACET arbeitet konsequent an der Synthese von zwei Ebenen, die häufig als sehr unterschiedlich oder sogar gegensätzlich angesehen werden: dem musikalischen Gehalt und der aufnahmetechnischen Qualität.

Als Begriff, der sowohl die musikalischen als auch die aufnahmetechnischen Vorzüge der TACET-Aufnahmen umfasst, bietet sich das Wort "Klang" an. Klang entsteht in einem Instrument, der Musiker bringt ihn daraus hervor, doch ob gewollt oder nicht - die nachfolgenden Apparaturen und Personen beeinflussen den Klang auch. Wenn alle Beteiligten, Musiker, Instrumente, Raum, Aufnahmegeräte und "Tonbearbeiter" gut zusammenpassen bzw. zusammenarbeiten, wächst in der Mitte zwischen ihnen wie von selbst etwas Neues empor, das dem Wesen einer Kompositon sehr nahe kommt. Davon handelt unser Slogan "Der TACET-Klang - sinnlich und subtil".

"This is one of the best sounding records you'll ever hear" schrieb das US-Magazin "Fanfare" über die TACET-LP L207 "oreloB". György Ligeti äußerte über die Kunst der Fuge "... doch wenn ich nur ein Werk auf die "einsame Insel" mitnehmen darf, so wähle ich Koroliovs Bach, denn diese Platte würde ich, einsam verhungernd und verdurstend, doch bis zum letzten Atemzug immer wieder hören.". "Entscheidend aber ist die Gemeinsamkeit des Geistes. Die Auryn-Leute beseelt die gleiche Kunstgesinnung..." (Rheinische Post). Stöbern Sie ein wenig in den Kritiken auf den Produktseiten oder noch besser hören Sie sich TACET-Aufnahmen an und überprüfen, was die Kritiker schreiben.

Bei uns darf Musik all das anrühren und ausdrücken, was das Leben ausmacht. Sie erlaubt dem Hörer Gefühle zu empfinden, ohne sentimental zu werden. Sie kann witzig sein und zum Lachen bringen. Sie kann auf ehrliche Weise "romantisch" sein, ohne den Hörer in einen Kaufhausmief von Wohlfühlklängen zu versenken. Sie darf in unendlichen Variationen geistreich sein. Sie darf zum Denken und zum Erkennen anregen, ohne musikalische Vorbildung zu erfordern. Sie darf effektvoll sein und um die Ohren fliegen, wenn es dem Wesen der Werke entspricht. Sie kann Revolutionen im Kopf auslösen, ohne ein einziges Wort. Sie kann widersprechen und korrigieren. Musik kann Verzweiflung wecken, aber auch trösten. Und und und. Die vollständige Liste wäre endlos.

Der TACET-Inhaber und -Gründer Andreas Spreer erhielt u. a. die Ehrenurkunde des Preises der deutschen Schallplattenkritik.


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