> > > Brahms, Johannes: Sonate Es-Dur für Klavier und Viola op.120 Nr.2
Dienstag, 29. September 2020

Brahms, Johannes - Sonate Es-Dur für Klavier und Viola op.120 Nr.2

Ein voller und satter Ton


Label/Verlag: Coviello Classics
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Hier wird Unbekannten und Unbekanntem zur Geltung verholfen.

Veröffentlicht hat die Firma Coviello Classics diese CD in ihrer Reihe ‚Portrait’. Als ein solches angekündigt weckt sie so bereits im Vorhinein gewisse Assoziationen und Erwartungen bei ihrem gespannten Hörer. Unbekannten und Unbekanntem zu Geltung zu verhelfen, aus ihrer bis dato unscheinbaren Rand-Existenz unterhalb des gemein Wahrgenommenen hervorzuziehen und damit einem breiteren Kreise vorzustellen, ihm in diesem Falle Hörgenuß zu bieten – dies mögen die Ziele eines Porträts sein und dies sind auch die Erwartungen an einen solchen Titel. All das trifft hier auch zu, in hohem Maße auf beide Interpretinnen und in zu hohem Maße auf Instrument und Musik. Die Bratschistin Tatjana Masurenko und ihre Begleiterin Nina Kogan sind der musikalischen Öffentlichkeit bisher größtenteils verborgen geblieben, ebenso die meisten der hier gebotenen Kompositionen. Obwohl sich eigentlich, will man doch Interesse wecken, nur sogenannte ‚Standards’ auf dieser CD finden – bloß sind es ‚Standards’ des Violarepertoires, und das hat sich bekanntlich eben jene musikalische Öffentlichkeit bisher noch nicht in übertriebener Manier zu eigen gemacht. Insgesamt haben wir es in diesem Falle also mit einer Konstellation zu tun, die ein Porträt in obigem Sinne durchaus gebrauchen kann, vielleicht sogar darauf angewiesen ist.

Als Eckpunkte für ihr Programm haben Masurenko und Kogan zwei Sonaten gesetzt, die zentrale Positionen innerhalb der Violaliteratur einnehmen. Die Sonate in Es-Dur, op. 120 Nr. 2 von Johannes Brahms gehört mit Fug und Recht zu den bekanntesten Werken für Viola und sind fest im Werkkanon verankert. Zusammen mit ihrem Schwesterwerk, der Sonate in f-Moll, op. 120 Nr. 1, 1894 komponiert, bilden beide Sonaten die letzten Kammermusikwerke des Komponisten. Obwohl Brahms sie ursprünglich für die Klarinette bestimmt hatte, braucht die Fassung für Viola keinesfalls als Bearbeitung deklariert zu werden, sondern erhebt durchaus den Anspruch einer Originalkomposition, denn der Komponist hat diese Alternativbesetzung aus Erwägungen um die praktische Verwendbarkeit selbst vorgenommen und sie weist darüber hinaus erhebliche instrumentenspezifische Differenzen wie Akkorde und Doppelgriffe auf. Die Wahl des Instrumentes fiel auf die Bratsche, da sie in Ambitus und Klangregister der Klarinette nicht unähnlich ist und somit großartige Veränderungen auch des Klavierparts nicht vonnöten waren (im Gegensatz zu einer weiteren Version für Violine, die sich jedoch nicht durchgesetzt hat und deren Klavierpart stark verändert wurde, um die Klangbalance zu wahren). Die zweite Sonate dieses denkbar unterschiedlich und konträren Werkpaares nun ist hier eingespielt. Sie ist dreisätzig und ohne eigentlichen langsamen Satz. Diese Rolle übernimmt das einfache, volksliedhafte Thema des letzten Satzes, dessen allmählich zunehmende Bewegungsintensität durch eine Folge von Variationen eine ungemein große und abwechslungsreiche Klangentfaltung ermöglicht. Eine Herausforderung, die Tatjana Masurenko annimmt und mit facettenreichen Dynamikschattierungen überzeugend gestaltet, wobei, und das setzt sich im Verlauf des Programms fort, ihre Tonentwicklung in den höheren Lagen zu direkt gerät, zu wenig von der wehmütigen Grundstimmung des Werkes erahnen läßt. Zwar ist von beiden Brahms-Sonaten dies die weitaus entspanntere, hellere, freundlichere – signifikant für diese vorherrschende Ruhe ist das fließende Eröffnungsthema des Kopfsatzes, Brahms schreibt hier ein ungewöhnliches amabile vor –, doch läßt sich eine gedämpfte klangliche Diktion durch die rhapsodischen Anklänge im zweiten Satz mit seinem breiten, choralartigen Klaviersatz im Mittelteil nicht überhören. Gerade in diesen Passagen offenbart sich der Schwachpunkt dieser Aufnahme, den zum einen der Tontechniker und zum anderen die Pianistin Nina Kogan zu verantworten haben. Zu Lasten ersteren geht ein wenig präsenter und sehr ‚muffiger’ Klavierklang und letztere übersieht zu oft, daß Brahms ausdrücklich ‚Sonate für Klavier und Viola’ in dieser Reihenfolge vorschreibt und hält sich statt dessen brav im Hintergrund, wodurch das für dieses Werk erforderliche klangliche Verhältnis zu ihrer Partnerin dadurch sehr unausgewogen ist. Zugegebenermaßen tut das schlechte Klangbild das Übrige und läßt ihr für die Ohren des CD-Hörers wenig Möglichkeiten.

Gewissermaßen als Gegengewicht zu dieser Sonate steht am Schluß des Programms die Sonate für Viola solo op. 25 Nr. 1 von Paul Hindemith. Sie bildet eindeutig den gelungenen Höhepunkt der CD. Masurenko meistert hier bravourös alle technischen Schwierigkeiten der Sonate, die alle Möglichkeiten des Instrumentes bis zum äußersten ausreizt, nicht verwunderlich, da Hindemith zu den besten Bratschern seiner Generation gehörte. Der vierte Satz dieser Solosonate ist mit der berühmt-berüchtigten Vortragsanweisung ‚Rasendes Zeitmaß. Wild. Tonschönheit ist Nebensache’ überschrieben, die man sich bei Masurenko aber noch viel übertriebener in Tempo – Hindemith gibt hier immerhin die Viertel mit mindestens 600 an – und Klangproduktion wünscht, denn Tonschönheit ist bei ihr auch unter diesen Umständen keinesfalls Nebensache. In dieser radikalisierten Sicht auf den musikalischen Vortrag noch deutlicher wurde Hindemith im selben Jahr in seiner ‚Suite 1922’ für Klavier, deren fünftem Satz, einem Ragtime, er voranstellt: ‚Mode d’emploi – Direction for Use!! Nimm keine Rücksichten auf das, was Du in der Klavierstunde gelernt hast. Überlege nicht lange, ob Du Dis mit dem vierten oder sechsten Finger anschlagen mußt. [...] Betrachte hier das Klavier als eine interessante Art Schlagzeug und handle dementsprechend.’ Beide Anweisungen zeigen prägnant Hindemiths Vorstellung einer Musik, die in einem ganzheitlichen Sinne alle ihre an sich disparaten Eigenschaften in sich vereint.

Innerhalb dieses Rahmens stehen bei dem vorliegenden musikalischen Porträt noch das ‚Konzertstück für Viola und Klavier’ des Rumänen Georges Enescu, Benjamin Brittens ‚Lachrymae’ und Darius Milhauds ‚Quatre Visages’ auf dem Programm. Georges Enescu schrieb sein einziges Bratschenwerk 1906 als Wettbewerbsstück für das Pariser Konservatorium. Masurenko spielt auch hier wieder mit vollem und sattem Ton, doch machen sich hier zum ersten Mal deutliche rhythmische Schwächen und vor allem Intonationstrübungen bemerkbar. Kogan begleitet weitaus zupackender als beim Brahms, allen Balanceschwierigkeiten zum Trotz.

Sehr gelungen ist beiden Interpretinnen Benjamin Brittens ‚Lachrymae – Reflections on a Song by John Dowland op. 48’. Britten gehört zu den wenigen britischen Komponisten, die mit Erfolg den historischen Graben der jahrhundertelangen musikalisch-schöpferischen Stagnation in England nach dem Tod Henry Purcells 1695 im allgemeinen Musikbewußtsein zu überbrücken wußten. Die Orchesterfassung des hier eingespielten Werkes gehört ohne Zweifel zu den meistaufgeführten Werken Brittens. Es beruht auf der Melodie der ersten acht Liedtakte des Liedes ‚If my complaints could passions move’ des Renaissance-Komponisten John Dowland und Britten verändert dieses Thema in der Folge in einer Reihe von Variationen. Er komponierte das Werk 1950 anlässlich des Aldeburgh-Festivals für den Bratscher William Primrose, der in seiner Autobiographie schreibt: ‚Lachrymae, eine Serie sehr bemerkenswerter, höchst origineller und teuflisch einfallsreicher Variationen’. Besonders bemerkenswert in dieser Interpretation ist die schattenreiche Klanggestaltung, die vor allem in den verhaltenen Passagen des Werkes zur Geltung kommt und von beiden Interpretinnen überzeugend dargestellt wird.

Unter den zahlreichen Werken, die Darius Milhaud für die Viola schrieb, sind seine ‚Quatre Visages’ bisher sehr selten aufgenommen worden. In diesen 1943 für Germain Prévost, dem Geiger des belgischen Pro-Arte-Quartetts, komponierten vier äußerst geistreichen kleinen Stücken schildert Milhaud die verschiedenen Charakterzüge junger Damen aus vier verschiedenen Gegenden: Kalifornien, Wisconsin, Brüssel und Paris. Masurenko und Kogan gelingt – vermag man über Intonationsschwächen vor allem in Nr. II und dem extrem dumpfen Klavierklang besonders in Nr. IV hinwegzuhören – eine beispielhafte Interpretation, indem sie in imponierender Weise die leichte, spielerische Stimmung dieser kurzen Charakterbeschreibungen einzufangen wissen. Ohne Zweifel gehört sie damit zu den besten Milhaud-Aufnahmen, die es zur Zeit gibt.

Man hat es hier mit einer CD zu tun, die in jeder Hinsicht das hält, was sie als ‚Portrait’ ausgezeichnet, das heißt mit den erwähnten Intentionen ausgestattet verspricht. Der gewonnene Gesamteindruck ist sehr gemischt. Zum einen hat der Hörer Bekanntschaft mit verhältnismäßig wenig bekannten Kompositionen und einer durchweg äußerst lebendig spielenden Tatjana Masurenko gemacht, und das ist die große Auszeichnung, die diese Aufnahme mit gutem Recht verdient hat. Zum anderen gestaltet Masurenko ihren Ton im Großen und Ganzen zu wenig abwechslungsreich, um sich den sehr verschiedenen Stimmungen und Tonfällen der aufgenommenen Werke anzupassen, spielt die Begleiterin Nina Kogan zu zurückhaltend und zumeist ohne eine musikalisch-konstruktive Initiative zu übernehmen, und nicht zuletzt stört der äußerst unausgewogene und nebulöse Klavierklang den Hörgenuß gewaltig.

Das zweisprachige Beiheft zur CD ist ein wenig stiefmütterlich behandelt worden und zu dürftig ausgefallen.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 



Kritik von Jo Wilhelm Siebert,


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Brahms, Johannes: Sonate Es-Dur für Klavier und Viola op.120 Nr.2

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Spielzeit:
Aufnahmejahr:
Veröffentlichung:
Coviello Classics
1
01.05.2003
66:31
2000
2000
Medium:
EAN:
BestellNr.:
CD
4039956000617
00061

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Brahms, Johannes


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Interpret(en):Masurenko, Tatjana (Viola)
Kogan, Nina (Piano)


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Coviello Classics

Für Coviello Classics steht bei einer Musikproduktion immer das besondere Hörerlebnis im Vordergrund ? alle technischen und organisatorischen Entscheidungen müssen sich diesem ästhetisch definierten Ziel unterordnen. Wesentliche Entscheidungen treffen bei coviello classics nicht gewinnorientierte Manager, sondern kreative Musik-Gestalter: zum einen die Gründer, Geschäftsführer und prägenden Köpfe Olaf Mielke und Moritz Bergfeld, die als Diplom-Tonmeister und Aufnahmeleiter den coviello classics-Produktionen ihr ?klangliches Gesicht? geben, zum anderen die Interpreten, die für coviello classics immer die wichtigsten Partner sind. Ihre künstlerische Aussage ist das zentrale Kriterium für die Qualität einer Aufnahme; sie sind in alle ästhetischen Fragen einer Veröffentlichung einbezogen.

Hoher Repertoirewert

Grundvoraussetzung für unsere Neuproduktionen sind die besonderen Anforderungen an Künstler und Repertoire. Um dem Klassikmarkt neue Impulse zu geben, produziert coviello classics bislang wenig beachtetes Repertoire, oftmals in Weltersteinspielungen, und sorgt damit immer wieder für überraschende Entdeckungen. Bekanntere Werke erscheinen durch ungewöhnliche Interpretationen in neuem Licht ? hier gibt es keine ideologischen Grenzen oder vermeintlichen Authentizitäts-Anspruch; lebendige Musikkultur zeigt oft das vertraute in ganz anderem klanglichem Gewand. Ein besonderer Schwerpunkt ist die seit einigen Jahren etablierte Reihe coviello contemporary, in der sich die Nähe zum weltbekannten Darmstädter Institut für neue Musik in ganz aktuellen Kompositionen bemerkbar macht.

Technische und ästhetische Kompetenz

coviello classics ist das Label, unter dem die Aufnahmen der Produktionsfirma MBM vertrieben werden ? ob als CD, DVD oder SACD. Durch einen ganz speziell für die Anforderungen hochwertigster Musikproduktionen konzipierten Übertragungswagen sind die Voraussetzungen für die Aufnahmequalität bei MBM optimal. coviello classics bietet darüber hinaus in jedem Bereich und in jeder Phase der Realisierung einer Musikproduktion ? bis hin zu grafischer Gestaltung und Textredaktion bei den begleitenden Druckmedien ? sowohl Logistik und hochwertiges Gerät wie auch technisches und ästhetisches Know-how.

Grafiken, Texte und weltweite Wege

Zu einer Musikveröffentlichung gehört nicht nur der gespeicherte Ton ? da gibt es noch einiges mehr zu gestalten. Das Cover einer CD, DVD oder SACD muss nicht nur grafisch ansprechend gestaltet sein, sondern auch einen sinnvollen Zusammenhang mit dem musikalischen Inhalt herstellen. Das begleitende Booklet soll umfassend über Werke, Künstler und Aufführungspraxis informieren; die Texte müssen wissenschaftlicher Prüfung standhalten, aber trotzdem allgemein verständlich und auch noch unterhaltsam sein ? schwierige Herausforderungen auch über die Musik hinaus, für die coviello classics mit erfahrenen Grafikern und Textautoren zusammenarbeitet. Schließlich muss das fertige Produkt an möglichst vielen Orten der Welt erhältlich sein. Dafür haben wir in vielen Ländern in Europa, Asien und Nordamerika Partner vor Ort, die ihren Markt genau kennen. Sie werden laufend mit Neuheiten, Informationsmaterial und Rezensionen aus der Presse versorgt ? auch wenn die Produktion eigentlich fertig ist, macht sie uns noch viel Arbeit.


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