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Montag, 18. Oktober 2021

The golden age of light music - Musical Kaleidoscope - Volume 1

Schätze aus dem Restearchiv


Label/Verlag: Guild
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Mit der Präsentation historischer Aufnahmen aus den Archiven der BBC mit Orchestern der BBC haben David Ades und Alan Bunting einen wichtigen editorischen Schritt getan und diese Scheibe zu einem Höhepunkt der ‚Golden Age of Light Music’-Reihe gemacht.

Vor etlichen Monden gab es beim damaligen Südfunk oder Süddeutschen Rundfunk (welcher Radiosender dafür verantwortlich zeichnete, ist dem Rezenten gerade nicht gewärtig), eine Sendung mit Namen ‚Musikalisches Kaleidoskop’, wo gespielt wurde, was nicht nur gefiel, sondern was, unabhängig ob nun eigentlich mehr U- oder eigentlich mehr E-Musik, Qualität hatte. Die universelle Einsetzbarkeit der an sich genialen Begrifflichkeit des musikalischen Kaleidoskops machte sich nun auch David Ades für die Reihe ‚The Golden Age of Light Music’ zunutze. In schöner Regelmäßigkeit stellt Ades thematisch subsumierte Kompilationen mit alten, teils uralten Schätzen der leichten Muse, zumeist englisch-amerikanischer Couleur, zusammen. Eine unschätzbare Großtat für eifrige Sammler. Doch immer wieder gibt es Musiknummern, die sich nicht einem bestimmten Thema zuordnen lassen wollen. Flugs reagierte Ades und kompilierte zwei Folgen solcher Schätze aus dem Restearchiv.

Folge eins wartet mit dem der CD den Titel gebenden ‚Kaleidoscope’ von Arthur Clemens Schreckenberger auf, aber auch mit Titeln wie ‚Double Cross’ aus der BBC TV-Serie, ‚Dance of the Spanish Onion’ von David Rose, ‚Policeman’s Holiday’ von Montague Ewing, ‚Sailor’s Holiday’ von Edgar Martell’ oder ‚Blue Devils’ von Charles Williams. Und wieder sind es die bekannten versierten Orchesterchefs wie Frank Cordell, Mantovani, George Melachrino, Reginald King, Walter Collins, Louis Voss oder Richard Crean, die ihre Ensembles zu perfekt leichthändiger Spitzenqualität animieren. Einen besonderen Platz unter den herausragenden editorischen Leistungen David Ades’ und seines Tonrestaurators Alan Bunting – und derer gibt es ohnehin nicht wenige – nimmt diese Kompilation nicht zuletzt durch die Aufnahmen von sieben berühmten Orchestern der BBC ein. Seinerzeit, in den 30er, 40er und 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts war die BBC einer der weltgrößten Brotgeber für Musiker. Das ist auch heute noch so, wenngleich auch bei der BBC der Rotstift schon längst umgegangen ist und das eine oder andere Instrumentalensemble wegrationalisiert oder mit anderen zusammengelegt wurde.

Hier geben sich folgende BBC-Orchester, in der damals existierenden Formation und Namensgebung, ein Stelldichein: die London Studio Players unter Michael Krein, das BBC Northern Orchestra unter der Leitung von Charles Groves, das BBC Theatre Orchestra mit Harold Lowe, das BBC Scottish Orchestra mit Guy Warrack am Pult, das BBC Revue Orchestra unter der Leitung von Charles Groves, das BBC Midland Light Orchestra mit Gilbert Vinter als Dirigent sowie das BBC Variety Orchestra, dessen Stabführung in den Händen von Charles Shadwell lag. Diese Aufnahmen der 40er und 50er Jahre offenbaren samt und sonders ganz wunderbare Arrangements und Kompositionen. Die zauberhafte ‚Open Windows-Suite’ von Geoffrey Henman oder Vinters Arrangements traditioneller englischer Lieder für ‚Music of the People – England’. Sie zeugen von einer spieltechnischen Qualität und einem intensiven Musikantentum, das Alan Bunting durch seine feinfühligen und intelligenten digitalen Restaurationen der Hörerschaft in bestmöglicher Tonqualität preisgeben kann. Zweifellos eines der Highlights dieser wichtigen CD-Reihe.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:




Erik Daumann Kritik von Erik Daumann,


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    The golden age of light music: Musical Kaleidoscope - Volume 1

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Guild
1
28.10.2007
Medium:
EAN:

CD
795754513929


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Guild

Guild entstand in den frühen Achtzigerjahren auf Initiative des berühmten englischen Chorleiters Barry Rose, der den St Paul's Cathedral Choir in London leitete. Der Name hat nichts mit der nahe gelegenen Londoner Guild Hall zu tun, sondern kommt von Barry Roses erstem Chor, dem Guildford Cathedral Choir. Das frühere Logo (ein grosses G) entstand indem Barry Rose kurzerhand eine Teetasse umstülpte und mit einem Bleistift ihrem Rand bis zum Henkel entlang fuhr. Seit 2002 hat die Firma als Guild GmbH ihren Sitz in der Schweiz, in Ramsen bei Stein am Rhein.
Bei den Aufnahmen arbeiten wir mit Fachleuten zusammen, die für grosse internationale Firmen und unabhängige kleinere und grössere Labels tätig sind. Unsere Programmschwerpunkte sind Welt-Erstaufnahmen, vergessene Werke bekannter Meister, noch nicht entdeckte Komponisten und Schweizer Musiker sowie historische Aufnahmen, etwa die Toscanini Legacy und Mitschnitte der Metropolitan Opera New York.
Wir arbeiten intensiv mit der Zentralbibliothek in Zürich und mit der Allgemeinen Musikgesellschaft Zürich zusammen, produzieren CDs mit Chören wie dem Salisbury Cathedral Choir und den Chören der Cambridge und Oxford University - und als Steckenpferd pflegen wir die grossen englischen und amerikanischen Unterhaltungsorchester mit ihren Light-Music-Hits der Dreissiger- bis Fünfzigerjahre.


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