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Samstag, 24. August 2019

King's Singers - The Triumphs of Oriana

Daheim angekommen


Label/Verlag: signum classics
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Die madrigalistische Panegyrik für die Jungfräuliche Königin wird zum sängerischen Triumph für die King?s Singers. Eine Referenzeinspielung der ?Triumphs of Oriana?.

Mit Imageproblemen hatten die allseits bekannten King’s Singers eigentlich nie zu kämpfen. Nicht einmal, als das Ensemble glaubte, nun auch auf der unsäglichen Crossover-Welle mitreiten und sich mit großer Orchesterbesetzung swingend und jazzend in die Herzen der Hörer singen zu müssen. Erstaunlichweise fällt in genau jene Zeit eine Produktion des Kölner WDR. 1999 schickte er eine im Jahr zuvor von den King’s Singers in Mandelsloh aufgezeichnete Aufnahme der Madrigalsammlung ‚Triumphs of Oriana’ über den Äther. ‚Signum Classics’ hat diese Produktion nun auf den Silberling gebracht. Schnell wird der Hörer gewahr: das ist das ureigenste Terrain der King’s Singers, hier sind sie zu Hause.

Die Triumphe der King’s Singers

‚Long live fair Oriana’. Mit diesem auskomponierten frommen Wunsch endet jedes der 25 Madrigale, die Thomas Morley in der Sammlung ‚The Triumphs of Oriana’ vereinte und 1601 – er besaß das Monopol dazu – druckte. 23 Komponisten, darunter jedoch seltsamerweise nicht William Byrd, trugen zu dieser musikalischen Ehrung von Königin Elisabeth I. bei, die zu jener Zeit längst mit Oriana, der Heldin des Ritterromans ‚Amadis de Gaul’ verglichen wurde, aber auch mit der Jagdgöttin Diana, der ewig schönen Königin über das idyllische Arkadien. Die allegorisch-metaphorisch aufgeladenen Textvorlagen für diese Madrigalsammlung hatten mit der Realität freilich kaum mehr etwas gemein. Elisabeth sah ihrem 70. Geburtstag entgegen, hatte gerade eben ihren Liebling, den Earl of Essex wegen Hochverrats enthaupten lassen, war selbst nicht mehr die Gesündeste und ihre Schönheit war nur noch auf Portraits nicht anzuzweifeln. Thomas Morleys Madrigalsammlung geriet zu einer Schwanengesang nicht nur für die Königin, sondern im Grunde für die Epoche, die sie prägte.

Lange hat man keine Aufnahme der King’s Singers mehr gehört, in der sie mit so viel innerer Spannung, klanglich bestechender Kontinuität und homogener Balance gesungen haben. Freilich ist diese Einspielung nicht die erste, in der sich das britische Gesangsensemble dem englischen Madrigal widmet. Etliche Jahre zuvor schon brachten die King’s Singers eine Scheibe mit englischen Madrigalen der elisabethanischen Epoche heraus. Doch welche Entwicklung hat das Ensemble seither genommen! Hier legen sie die Textur der Stücke um so vieles mehr offen, differenzieren die Formung von Phrasen und die Transparenz der Linie viel stringenter aus als früher. Hier herrscht Demokratie der Stimmen, aber Aristokratie der Binnenspannung. Tonentwicklungen, dynamisch feinstes Abwägen, agogische Abstufungen – dies alles wird von den King’s Singers mit äußerster Flexibilität gehandhabt. Und wer der englischen Sprache mächtig ist, benötigt die Textbeilagen des Booklets nicht. Das Ensemble singt mit hundertprozentiger Textverständlichkeit. Die perfekte Einspielung und dringend empfehlenswert.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





Erik Daumann Kritik von Erik Daumann,


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    King's Singers: The Triumphs of Oriana

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
signum classics
1
01.04.2007
Medium:
EAN:

CD
635212008225


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signum classics

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