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Donnerstag, 18. Juli 2019

Mahler, Gustav: Das Lied von der Erde

Anna Larsson, Stuart Skelton, Düsseldorfer Symphoniker, Adam Fischer

Mahler, Gustav: Das Lied von der Erde: Anna Larsson, Stuart Skelton, Düsseldorfer Symphoniker, Adam Fischer
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Komponist(en): Mahler, Gustav
Werke:
  1. Das Lied von der Erde
    "I. Das Trinklied vom Jammer der Erde" (07:55)
  2. Das Lied von der Erde
    "II Der Einsame im Herbst" (09:20)
  3. Das Lied von der Erde
    "III Vonder Jugend" (03:06)
  4. Das Lied von der Erde
    "IV Von der Schönheit" (07:03)
  5. Das Lied von der Erde
    "V Der Trunkene im Frühling" (04:25)
  6. Das Lied von der Erde
    "VI Der Abschied" (29:42)
Label/Verlag: CAvi-music
Medium: CD
Aufnahmedatum: 1.2018
Veröffentlichung: 15.03.2019
Booklet: im Format PDF anzeigen
Bestellnummer: 8553407
Spielzeit: 61:33



Aus dem Pressetext:


Adam Fischer über DAS LIED VON DER ERDE Das Lied von der Erde durchdringt eine ganz besondere Stimmung, eine Abschiedsstimmung. Vor allem natürlich im letzten Satz, dem Abschied. Diesen Satz aufzubauen, ist für jeden Dirigenten und für jedes Orchester eine speziell komplizierte, aber wunderbare Herausforderung. Ich finde, es ist rein technisch das schwierigste Stück zu dirigieren. Mahler sagt sich so sehr vom Takt los! Es gibt zwar schon früher bei ihm den Hinweis, man solle nicht den Takt, sondern den Rhythmus dirigieren, aber hier ist es noch anders: Diese Dreivierteltakte am Schluss lösen sich förmlich von der Erde, es gibt kaum noch überhaupt irgendwelche Anhaltspunkte zum Zusammenbleiben für die Musiker. Es ist eine einzige Auflösung des Lebens. Wenn man alt wird und krank, dann bleibt man eben allein, und langsam hört alles auf. Ich kann diesen Abschied nicht trennen vom letzten Satz der Neunten [Anm: Mahler 9. Symphonie]. Wobei die Neunte noch mehr die ganz langsame Auflösung des Lebens in sich hat, aber im Lied von der Erde fängt sie schon an. Es ist eine große Linie von hier bis zur letzten Seite der Neunten. Die Musik im Lied von der Erde hat von Anfang an eine ganz spezielle Atmosphäre. Auch die Texte, die auf fernöstliche Lyrik zurückgehen, sind eher eine Stimmung: Mahler löst sich immer wieder von den Worten, aber die Stimmung bleibt. Die Musik ist so viel mehr als die Worte. Im dritten Lied geht es zum Beispiel um Spiegelbilder im Wasser – in der Musik sehe ich diese Bilder aber gar nicht. Mahler geht es auch nicht darum, dass man jede Silbe genau versteht. Und wenn eine Stimme in der Verzweiflung vom Orchester übertönt wird und ganz untergeht, ist das ganz im Sinne der Musik. Der Schönklang ist an vielen Stellen nicht wichtig, im Gegenteil: Im Lied von der Erde muss auch deklamiert, gerufen und geschrien werden. Ich glaube, auch Menschen, die den deutschen Text gar nicht verstehen, können über die Musik den Sinn des Ganzen genau erfassen………. ADAM FISCHER on Mahler's Lied von der Erde Das Lied von der Erde is shot through with a special atmosphere: a mood of farewell – mostly, of course, in the last movement, Der Abschied. When attempting to construct that last movement, every conductor and every orchestra are faced with a challenge that is as complicated as it is thrilling. In my view, the last movement of Das Lied von der Erde is the most difficult one to conduct in the entire repertoire. Mahler even abandoned the sensation of regular metre. He had stated elsewhere that one should not conduct the metre but the rhythm, but here things are different. Toward the end of the last movement, the 3/4 bars seem to lose contact with the ground and start to float in midair; hardly any points of reference are left for the musicians to remain together. This truly is life in the process of dissolving. When we grow old and sick, we are alone, and things start slowly grinding to a halt. I cannot disassociate this farewell from the last movement of Mahler’s Ninth Symphony. Although the slow dissolving of life is even more apparent there, the tendency is already clear in Das Lied von der Erde – a continuous line can be drawn from here to the last page of the Ninth. From the onset, the music in Das Lied von der Erde is permeated by a special mood. Even the texts, based on Far Eastern poetry, are more mood than content. Mahler repeatedly abandons the words’ meaning, but the mood remains. The music implies so much more than the words! For instance, the third poem evokes the reflection of a mirror image in water, but I don’t see those images anywhere in the music. Mahler is not concerned with helping us understand every syllable. If the voice, in its anguish, is drowned out by the orchestra, that is what the music is trying to achieve. Throughout a great number of passages, “beautiful tone” is not what is important. To the contrary. In Das Lied von der Erde, the singers are likewise required to declaim, cry, and shriek. I think that even those concertgoers who have no command of the German language have no problem in gaining a quite precise grasp of what is going on………….

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