> > > Stadt Rostock setzt Intendant Piontek vor die Tür
Samstag, 15. Dezember 2018

Generalintendant des Rostocker Volkstheaters wird nach wochenlangem Streit fristlos entlassen

Stadt Rostock setzt Intendant Piontek vor die Tür

Rostock, . Das Sommertheater um den Rostocker Generalintendant Steffen Piontek endet in einem Schlussakt mit Pauken und Trompeten. Piontek wurde nach wochenlangen Querelen von Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) fristlos entlassen. Anfang August hatte Piontek angekündigt, sein Amt aufzugeben und den noch bis 2012 laufenden Vertrag vorzeitig zu beenden. Piontek hatte damit auf die Sparpläne der Stadt reagiert, wonach der Etat des Theaters drastisch gekürzen werden soll. Unter anderem soll das Orchester von 90 auf 66 Planstellen verkleinert werden.

Zur Begründung der Kündigung verlautete, dass Piontek während der bereits laufenden Aufhebungsgespräche - im Gespräch war eine Abfindung in Höhe von 300.000 Euro - noch Verträge mit leitenden Mitarbeitern um bis zu fünf Jahre verlängert habe, darunter auch den seiner am Theater als Dramaturgin beschäftigten Ehefrau. Die Kündigung steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch den Hauptausschuss, eine deutliche Mehrheit zeichne sich Medienberichten zufolge ab. Den Vorwurf der Vetternwirtschaft, Abschiedsgeschenken und der Vorteilsgewährung will Piontek nicht gelten lassen. Laut eines Berichts der "MVregio News" wollen die Anwälte Pionteks vor dem Arbeitsgericht Klage gegen die Kündigung einreichen. Kritiker werfen der Stadtverwaltung zudem eine Vernachlässigung ihrer Aufsichts- und Kontrollpflichten in der Kultureinrichtung vor.

Bis der Nachfolger Pionteks fest steht, soll der Amerikaner Peter Leonard die Leitung des Hauses übernehmen. Leonard war von 2004 bis 2006 Generalmusikdirektor der Norddeutschen Philharmonie am Volkstheater.

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