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Sonntag, 24. März 2019

Konzert von Yossi Reshef wegen anti-israelischer Proteste abgebrochen

Tumult bei Klavierabend in Südafrika

Johannesburg, . Proteste während eines Auftritts des israelischen Pianisten Yossi Reshef in Johannesburg haben zum Abbruch des Konzerts geführt. In einer Pressemitteilung der University of the Witwatersrand heißt es, Reshefs Auftritt in der Konzerthalle auf dem Campus sei von anti-israelischen Aktivisten massiv gestört worden. Bereits vor Beginn des Konzerts hätten sich rund 60 Personen vor dem Saal versammelt, um die Gäste am Betreten zu hindern. Nachdem Sicherheitskräfte die Demonstranten aus dem Saal gedrängt hatten, lärmten diese mit Vuvuzelas und Gesängen unter den Fenstern weiter. Schließlich beruhigte sich das Geschehen vorübergehend. Mitten in der Interpretation von Ludwig van Beethovens "Sturm"-Sonate dann brachen die Aktivisten die Türen auf und strömten in den Saal. Das Wachpersonal konnte die Situation aufgrund der Vielzahl der Störer nicht mehr unter Kontrolle halten, so dass Reshef in Sicherheit gebracht und das Konzert abgebrochen werden musste. In einer offiziellen Erklärung entschuldigte sich der Direktor der University of the Witwatersrand bei den Gästen für den Vorfall. Zugleich betonte er die Offenheit dieser Institution gegenüber den Ansichten aller Studenten, Angestellten und Alumni.

Yossi Reshef wurde 1973 in Israel geboren. An der Rubin Academy of Music in Tel Aviv studierte er unter anderem bei Pnina Salzmann. Später wurde er an der University of Southern California im Fach Musical Arts promoviert. Neben seiner Tätigkeit als Pianist wirkt Reshef als Dirigent sowie als Filmmusikkomponist in Hollywood. Zu Reshefs Preisen gehören der Zilbermann first prize award for the best interpretation of Israeli piano music, der America Israel Cultural Foundation Excellency scholarship award sowie das Apple Hill Playing for Peace Scholarship. Reshef lebt und arbeitet seit längerer Zeit in Berlin.

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