> > > Tumult bei Klavierabend in Südafrika
Montag, 6. April 2020

Konzert von Yossi Reshef wegen anti-israelischer Proteste abgebrochen

Tumult bei Klavierabend in Südafrika

Johannesburg, . Proteste während eines Auftritts des israelischen Pianisten Yossi Reshef in Johannesburg haben zum Abbruch des Konzerts geführt. In einer Pressemitteilung der University of the Witwatersrand heißt es, Reshefs Auftritt in der Konzerthalle auf dem Campus sei von anti-israelischen Aktivisten massiv gestört worden. Bereits vor Beginn des Konzerts hätten sich rund 60 Personen vor dem Saal versammelt, um die Gäste am Betreten zu hindern. Nachdem Sicherheitskräfte die Demonstranten aus dem Saal gedrängt hatten, lärmten diese mit Vuvuzelas und Gesängen unter den Fenstern weiter. Schließlich beruhigte sich das Geschehen vorübergehend. Mitten in der Interpretation von Ludwig van Beethovens "Sturm"-Sonate dann brachen die Aktivisten die Türen auf und strömten in den Saal. Das Wachpersonal konnte die Situation aufgrund der Vielzahl der Störer nicht mehr unter Kontrolle halten, so dass Reshef in Sicherheit gebracht und das Konzert abgebrochen werden musste. In einer offiziellen Erklärung entschuldigte sich der Direktor der University of the Witwatersrand bei den Gästen für den Vorfall. Zugleich betonte er die Offenheit dieser Institution gegenüber den Ansichten aller Studenten, Angestellten und Alumni.

Yossi Reshef wurde 1973 in Israel geboren. An der Rubin Academy of Music in Tel Aviv studierte er unter anderem bei Pnina Salzmann. Später wurde er an der University of Southern California im Fach Musical Arts promoviert. Neben seiner Tätigkeit als Pianist wirkt Reshef als Dirigent sowie als Filmmusikkomponist in Hollywood. Zu Reshefs Preisen gehören der Zilbermann first prize award for the best interpretation of Israeli piano music, der America Israel Cultural Foundation Excellency scholarship award sowie das Apple Hill Playing for Peace Scholarship. Reshef lebt und arbeitet seit längerer Zeit in Berlin.

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel.

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.


Weitere aktuelle Nachrichten:

Corona-Virus: Österreichische Kultur-Manager verzichten auf Teil ihres Gehaltes
Spenden sollen Mitarbeiter und Stiftungen unterstützen (06.04.2020) Weiter...

Sinfonieorchester Liechtenstein: Sozialplan für Musiker
Notfalllösung für ausgefallene Veranstaltungen zunächst bis Ende Juni (03.04.2020) Weiter...

Coronavirus: Sinfonieorchester Peking probt Wuhan-Komposition
Werk stammt von Komponist Enjott Schneider (03.04.2020) Weiter...

Tenor Robert Andreozzi gestorben
Französischer Sänger wurde 87 Jahre alt (03.04.2020) Weiter...

New Yorker Carnegie Hall schließt bis Herbst
Veranstalter rechnen mit einem Verlust von 9 Millionen US-Dollar (03.04.2020) Weiter...

Bayerische Staatsoper stellt Betrieb ein
Polizei kontrolliert Bedingungen vor Ort (02.04.2020) Weiter...

Staatsoper Stuttgart: Entscheidung zur Sanierung verschoben
Weitere Schritte sollen erst 2021 eingeleitet werden (02.04.2020) Weiter...

Musikaktivisten fordern Radioquote für deutsche Musik
50 Prozent der Musik soll von deutschsprachigen Künstlern kommen (01.04.2020) Weiter...

Tiroler Festspiele Erl abgesagt
Künstlerherberge als Lazarett angeboten (01.04.2020) Weiter...

Komponist und Dirigent Zoltan Pesko verstorben
Musiker wurde 83 Jahre alt (01.04.2020) Weiter...

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (4/2020) herunterladen (3000 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Dmitri Kabalewski: 24 Préludes op.38

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Liv Migdal im Portrait "Man spielt mit den Ohren!"
Liv Migdal im Gespräch mit klassik.com.

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich