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Freitag, 24. Februar 2017

Deutscher Organist stirbt im Alter von 84 Jahren

Franz Lehrndorfer ist tot

München, . Franz Lehrndorfer, langjähriger Organist des Münchner Doms, ist in der vergangenen Woche im Alter von 84 Jahren in einer Münchner Klinik gestorben. Dies teilte das erzbischöfliche Ordinariat mit.

Franz Lehrndorfer wurde am 10. August 1928 als Sohn eines Musikwissenschaftlers in Salzburg geboren. Seine musikalische Grundausbildung erhielt Lehrndorfer von seinem Vater, der auch als Chorleiter tätig war. Nach seinem Abitur begann er 1948 ein Studium an der Hochschule für Musik in München, wo er die Fächer Katholische Kirchenmusik sowie Orgel besuchte. In den folgenden Jahren wirkte er unter der Leitung von Domkapellmeister Theobald Schrems als Musikpädagoge bei den Regensburger Domspatzen. 1962 nahm er eine Dozententätigkeit an der Hochschule für Musik und Theater München auf, wo er bis zu seinem Ruhestand Leiter der Abteilung für katholische Kirchenmusik war. In den Jahren 1969 bis 2002 hatte Lehrndorfer das Amt des Domorganisten an der Münchner Frauenkirche inne. Zusätzlich war er ab 1998 als Gastprofessor an der Katholischen Universität in Porto, Portugal, beschäftigt. 1957 gewann Franz Lehrndorfer den ersten Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD. Lehrndorfer erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen von staatlicher und kirchlicher Seite, darunter unter anderem die Ehrendoktorwürde der Päpstlichen Hochschule für Musik in Rom sowie das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Neben seiner Tätigkeit als Musiker, entwarf Lehrndorfer mehrere große Orgeln, darunter 1980 die neue Orgel der Schlosskirche St. Quirinus am Tegernsee sowie die große Orgel im Münchner Dom, die von Georg Jann hergestellt wurde.

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