> > > Guarneri Geige im Wert von 800.000 Euro verschwunden
Sonntag, 22. Juli 2018

Römischer Geigenbauer im Verdacht

Guarneri Geige im Wert von 800.000 Euro verschwunden

Rom, . Wie die italienische Zeitung "il massagero" berichtet, steht der italienisch-schweizerische Geigenbauer Claude Lebet im Verdacht, ihm anvertraute Meistergeigen illegal weiter verkauft zu haben. Unter den Instrumenten soll sich eine Guarneri im Wert von 800.000 Euro befinden, die 1734 in Venedig gebaut wurde. Auch eine Guadagnini Geige im Wert von mehr als einer Million Euro ist verschwunden. Und auch die Geige, auf der Paganini als Kind gespielt hat, soll laut Behörden mit Hilfe von Lebet heimlich ins Ausland gebracht worden sein.

In dem Geschäft des italienischen Geigenbauers und Gutachters sind in den letzten drei Jahren den Angaben zufolge mindestens 15 Instrumente verschwunden. Das ist nicht das erste Vergehen, dessen Lebet beschuldigt wurde. So war er im vergangenen Jahr bereits für eine ähnliche Straftat von der Schweizer Justiz verurteilt worden.

Claude Lebet studierte in der Geigenbauschule in Cremona. Er restauriert alle Arten von Streichinstrumenten und fertigt Kopien von Geigen nach dem Bauprinzip der alten Meister Stradivari, Guarneri, Guadanini, Amati und anderen. Seine Instrumente werden von Antonio Menseses, Nikolaj Znaider, Antonio Salvatore, sowie von den Konzertmeistern des Berner Orchesters, des Münchner Orchesters und des Hessischen Rundfunks gespielt. Außerdem ist er Autor von Büchern zum Geigenbau.

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Bisherige Kommentare:

  1. Meine Erfahrung mit Claude Lebet
    Ich bin Cellist, und auch ich wurde von Claude Lebet betrogen. Im Glauben, dass dieser ein guter Freund sei, und er sich bis dahin meiner Frau und mir gegenüber als sehr vertrauenswürdig und großzügig erwiesen hatte, erwog ich mein Ruggieri Cello von 1684 über ihn zu verkaufen. Lange, bevor ich ihm konkret mein Cello zum Verkauf angeboten hatte, und mein Ruggieri noch in meinem Besitz war, verkaufte er es bereits an einen Arzt, der ein langjähriger Kunde von ihm war, und vertröstete diesen bis auf weiteres mit der Begründung, das Cello müsse erst restauriert werden! Nachdem ich es ihm dann tatsächlich zum Verkauf übergeben hatte, konnte sein Kunde angeblich die vereinbarten Zahlungsmodalitäten nicht einhalten, und bat deshalb um Aufschub, was sich dann aber bald als betrügerische Taktik herausstellen sollte. Er hat eine Expertise gefälscht, da ich ihm natürlich die originale Bear Expertise noch nicht übergeben hatte. Nur mit Hilfe zweier Anwälte konnte ich Claude Lebet wenigstens zur Zahlung eines Teiles des vereinbarten Verkaufspreises zwingen. Seither ist er für mich nicht mehr erreichbar und nach vagen Informationen in der Schweiz abgetaucht. Ich wäre überaus dankbar für eventuelle Informationen über Claude Lebet, seine neue Adresse , Telefonnummer usw, Vielen Dank im Voraus. Mit kollegialen Grüßen, Hartmut Tröndle
    Nutzer_YTGMPCL, 06.04.2018, 20:38 Uhr

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