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Dienstag, 11. Dezember 2018

Witwe des Komponisten Carl Orff mit 82 Jahren verstorben

Liselotte Orff ist tot

Murnau, . Die Witwe des Komponisten Carl Orff, Liselotte Orff, ist in der Nacht zum vergangenen Mittwoch im Alter von 82 Jahren in einem Krankenhaus in Murnau gestorben. Sie hatte sich nach dem Tod ihres Mannes für die Verbreitung seines kompositorischen Schaffens und des Orff-Schulwerks eingesetzt.

"Frau Orff hat sich in vielfältiger Weise um die Musik und das Kulturleben in Bayern verdient gemacht. Mit Liselotte Orff verliert Bayern eine große authentische Persönlichkeit der bayerischen Kultur, vor deren Lebenswerk wir uns verneigen.", so Bayerns Kunst- und Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch.

Liselotte Orff (geborene Schmitz) wurde am 9. September 1930 geboren und war ausgebildete Hotelfachfrau. Sie und Carl Orff waren seit 1960 bis zu seinem Tod im Jahr 1982 verheiratet und lebten auf einem Anwesen in Dießen. Nach dem Tod Carl Orffs war sie bis zum Jahr 2008 Vorsitzende der Carl-Orff-Stiftung, die der Komponist zu seinen Lebzeiten initiiert hatte. Danach hatte sie den Ehrenvorsitz der Stiftung inne. Im Jahr 2010 wurde ihr von der Gemeinde Dießen der goldene Ehrenring und im Jahr 2011 der Bayerische Verdienstorden verliehen. Denn nicht nur mit der Carl-Orff-Stiftung, sondern auch mit dem 1981 gegründeten Orff-Museum in Dießen, der Gründung des Orff-Zentrums 1986 in München und des Orff-Schulwerks versuchte Liselotte Orff das musikdramatische Schaffen und die musikpädagogischen Konzepte ihres verstorbenen Mannes zu bewahren und weltweit zu verbreiten.

Der Komponist Carl Orff wurde am 10. Juli 1895 in München geboren. Mit fünf Jahren hat er seinen ersten Klavierunterricht erhalten, danach lernte er noch Cello und Orgel. Nach der Schule studierte Orff von 1912 bis 1914 an der Akademie der Tonkunst in München bei A. Beer-Walbrunn und H. Zilcher. Ab 1915 war er zunächst in seiner Heimatstadt Kapellmeister, später in Mannheim und Darmstadt. 1924 gründete er zusammen mit Dorothee Günther eine Schule für Gymnastik, Tanz und Musik, deren Konzept er zum Orff-Schulwerk weiter entwickelte. 1930 bis 1933 war er als Dirigent des Münchener Bachvereins tätig, von 1950 bis 1960 als Leiter der Meisterklasse für Komposition an der Münchener Musikhochschule. 1961 wurde er Leiter des im gleichen Jahr gegründeten Orff-Instituts in Salzburg. Orffs kompositorisches Schaffen umfasst Kantaten, Lamenti, Orchester- und Bühnenwerke, darunter "Carmina Burana", "Ein Sommernachtstraum" und "Die Bernauerin". Carl Orff starb am 29. März 1982 in München.

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