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Dienstag, 1. Dezember 2020

Violinistin wird von der Evangelischen Kirche ausgezeichnet

Anne-Sophie Mutter erhält Gustav-Adolf-Preis

Worms, . Die Geigerin Anne-Sophie Mutter erhält den Gustav-Adolf-Preis des gleichnamigen Hilfswerkes der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau verliehen. Die Verleihung des undotierten Preises findet Anfang Dezember in Worms statt. Mutter soll für ihr Engagement zugunsten Not leidender Kinder in Osteuropa geehrt werden, mit dem sie ein Zeichen gegen Rassismus jeder Art setze.

Die 1963 geborene Anne-Sophie Mutter erhielt bereits im sechsten Lebensjahr Geigenunterricht. Ihre internationale Karriere als Solistin begann sie bei den Festwochen Luzern 1976 und debütierte im folgenden Jahr unter der Leitung Herbert von Karajans bei den Salzburger Festspielen. Einspielungen mit den Berliner Philharmonikern und Karajan folgten, wodurch sich Mutter in den 1980er Jahren international etablieren konnte. Die weltweit konzertierende Geigerin widmet sich sowohl traditionellen als auch zeitgenössischen Werken und tritt als Kammermusikerin sowie bei Aufführungen orchestraler Werke in Erscheinung. Neben musikalischen Auszeichnungen wie dem internationalen Ernst von Siemens Musikpreis und dem Leipziger Mendelssohn Preis erhielt sie bereits Auszeichnungen für ihr soziales Engagement. So wurde ihr in diesem Jahr neben dem Gustav-Adolf-Preis der Erich-Fromm-Preis verliehen.

Das Gustav-Adolf-Werk wurde als ältestes Hilfswerk der Evangelischen Kirche 1832 gegründet und ist nach dem schwedischen König Gustav II. Adolf benannt. Die Stiftung versteht sich als Sammelbewegung, die Protestanten verschiedener Bekenntnisse in einem Verbindungswerk für evangelische Christen in der Diaspora verbindet. Die Schwerpunkte der Hilfstätigkeit sind Europa, Lateinamerika und Zentralasien. Der Gustav-Adolf-Preis wird seit 1997 in zweijährigen Turnus verliehen.

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