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Montag, 27. September 2021

Witwe des Pianisten Peter Wallfisch übergibt wertvolles Notenmaterial

Konservatorium Schwerin erhält exklusives Notenarchiv

Schwerin, . Zum Jahrestag der Reichsprogromnacht 1938 übergab die jüdische Cellistin Anita Lasker-Wallfisch dem Konservatorium Schwerin in der vergangenen Woche ein wertvolles Geschenk: Es handelt sich um etwa 800 Partituren und Notenblätter ihres verstorbenen Mannes, dem Pianisten Peter Wallfisch. Unter den Werken befinden sich auch sogenannte verfemte Stücke, die während des Nazi-Regimes als "entartete Musik" verboten waren.

Volker Ahmels, Leiter des Konservatoriums, versprach, die Noten für Forscher und Musiker sowie der Rostocker Musikhochschule zugänglich zu machen. Die Idee, das Notenarchiv ihres Mannes an Schwerin zu übergeben, kam Lasker-Wallfisch durch das Festival "Verfemte Musik" im vergangenen Jahr, das sie sehr beeindruckt hatte.

Peter Wallfisch wurde am 20. Oktober 1924 in Breslau geboren und flüchtete vor den Nazis nach Jerusalem und Paris, ehe er sich 1952 in Großbritannien niederließ. In den Jahren 1973 bis 1991 war er Professor für Klavier am Royal College of Music in London. Wallfisch war sowohl als Solist als auch als Ensemblemusiker bekannt. Er folgte vorrangig der Tradition Bachs bis Reger und Krenek. Außerdem widmete er sich britischen Komponisten wie Kenneth Leighton und auch weniger bekannten Komponisten. Peter Wallfisch begründete gemeinsam mit seiner Ehefrau Anita Lasker-Wallfisch eine regelrechte Musikerdynastie. Sohn Raphael ist international als Konzertcellist tätig, Schwiegertochter Elisabeth als Geigerin, sowie die Enkel Benjamin als Komponist und Dirigent, und Simon als Cellist und Tenor. Peter Wallfisch verstarb am 10. November 1993 in London.

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