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Samstag, 20. April 2019

Kölner Hochschule für Musik und Tanz ehrt den Dirigenten und Wissenschaftler

Weitere Ehrendoktorwürde für Harnoncourt

Köln, . Nikolaus Harnoncourt erhält die Ehrendoktorwürde der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Der Dirigent und Cellist wird nicht nur für sein künstlerisches, sondern auch für sein wissenschaftliches und pädagogisches Wirken geehrt, das von Innovation und Kontinuität geprägt sei. Bei der Verleihung der Ehrendoktorwürde werden die Kölner Professoren Konrad Junghänel, Pierre-Laurent Aimard und Anthony Spiri als Laudatoren erwartet. Es ist das erste Mal, dass die Kölner Musikhochschule einen Ehrendoktortitel an einen Künstler verleiht.

Nikolaus Harnoncourt wurde am 6. Dezember 1929 in Berlin geboren. Er studierte Cello in Graz und Wien und wurde 1952 Cellist bei den Wiener Symphonikern. 1953 gründete er den 'Concentus Musicus' in Wien, der sich die Aufführung Alter Musik auf Originalinstrumenten zur Aufgabe machte. Von 1972 bis 1992 lehrte Harnoncourt am Mozarteum und an der Salzburger Universität. Seine Monteverdi- und Mozart-Zyklen in Zürich erlangten große Bedeutung. Im Rahmen seiner musikwissenschaftlichen Forschung gab Harnoncourt zahlreiche Schriften heraus, die in über 20 Sprachen übersetzt wurden. Harnoncourt erhielt unter anderem 1994 den Polar Music Prize, 1995 den Hanseatische Goethe-Preis, 2002 wurden ihm der Ernst von Siemens Musikpreis und der Bremer Musikfest-Preis zuerkannt. 2005 erhielt er zudem den Kyoto-Preis, 2008 das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst. Er ist Mitglied in der Royal Swedish Academy of Music, Ehrenmitglied der Kunstuniversität Graz und Träger des Ordens Pour le Mérite für Wissenschaft und Künste. Ehrendoktortitel erhielt Harnoncourt bereits von der Universität Edinburgh sowie vom Mozarteum Salzburg.

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