> > > Lehmann-Ring der Wiener Staatsoper für Waltraud Meier
Donnerstag, 9. Juli 2020

Auszeichnung erinnert an Sopranistin Lotte Lehmann (1888-1976)

Lehmann-Ring der Wiener Staatsoper für Waltraud Meier

Wien, . Die Sopranistin Waltraud Meier wird Trägerin des Lotte-Lehmann-Rings der Wiener Staatsoper mit dem die Staatsoper an die Sopranistin Lotte Lehmann (1888-1976) erinnert. Meier ist die vierte Sängerin, der diese Ehre zu teil wird, und folgt auf Hildegard Behrens, die den Ring bis zu ihrem Tode im Jahr 2009 trug.

Waltraud Meier wurde 1956 in Würzburg geboren und studierte Anglistik und Romanistik, bevor sie sich ganz dem Gesang widmete. Nach Stationen in Mannheim, Dortmund, Hannover und Stuttgart gab sie 1980 ihr internationales Debüt in Buenos Aires. Von 1983 bis 1993 sang sie die Kundry in Wagners "Parsifal" bei den Bayreuther Festspielen, wo sie auch nach einem Wechsel ins dramatische Sopranfach weiterhin brillierte. Meier gilt als eine der international bedeutendsten Wagner-Interpretinnen und ist unter anderem Bayerische und Österreichische Kammersängerin, sowie Trägerin des hohen französischen Ordens Commandeur de l'Ordre des Arts et des Lettres. Für eine Tannhäuser-Einspielung unter der Leitung von Daniel Barenboim wurde sie 2003 mit einem Grammy ausgezeichnet.

Der Lotte-Lehmann-Ring wurde 1955 vom Solistenverband der Wiener Staatsoper gestiftet, um die Leistungen der Namensgeberin zu würdigen. Die Auszeichnung wird jeweils an eine der führenden Sängerinnen des deutschen Faches an der verliehen. Bis zu ihrem Tod im August 1976 trug Lehmann selbst die Auszeichnung. Auf Beschluss des Verbandes ging der Ring nach dem Tod Lehmanns 1976 im September 1979 an Leonie Rysanek. Auf diese folgte Hildegard Behrens, die im August 2009 verstarb.

Mit der Verleihung des Ringes an Waltraud Meier ändert sich die Vergabepraxis. So wird der Ring künftig jeweils für die Dauer von zehn Jahren verliehen. Über die Neuvergabe entscheidet der Solistenverband auf Vorschlag des Vorstandes.

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