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Donnerstag, 13. Dezember 2018

Langjähriger Solo-Oboist der Berliner Philharmoniker verstirbt kurz vor Vollendung des 90. Lebensjahres

Karl Steins verstorben

Berlin, . Professor Karl Steins, langjähriger Solo-Oboist der Berliner Philharmoniker und Honorar-Professor an der Hochschule der Künste, ist kurz vor Vollendung seines 90. Lebensjahres am 22. April 2009 in Berlin gestorben. Das teilte seine Familie jetzt mit.

Karl Steins wurde am 22. Mai 1919 in Hannover geboren, wo er von 1935 bis 1938 auch das dortige Konservatorium besuchte. Während seiner Militärzeit von 1939 bis 1945 spielte er im Musikcorps der Luftwaffe und nebenbei an den Opernhäusern von Hannover und Bukarest als Oboist. Nach seiner Heimkehr aus der Kriegsgefangenschaft 1946 schlossen sich Engagements an den Opernhäusern in Bremen und Kiel an, bevor er 1949 als Solo-Oboist bei den Berliner Philharmonikern begann, zunächst noch unter Wilhelm Furtwängler und - nach dessen Tod - ab 1955 unter der Leitung von Herbert von Karajan.

Bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1981 blieb Karl Steins Mitglied der Berliner Philharmoniker. Epochalen Schallplatten-Aufnahmen, hauptsächlich unter Leitung des langjährigen Chefdirigenten Karajan, gab er federführend - gemeinsam mit seinen Solisten-Kollegen - den einzigartigen und unverwechselbaren Klang, der den Philharmonikern zu Weltruhm verhalf. Als zeitweiliges Mitglied des sogenannten Fünferrats war er zudem maßgeblich an wichtigen Entscheidungen des Orchesters beteiligt.

1958 erfolgte darüber hinaus ein Ruf an die Hochschule der Künste (HdK), die später in Universität der Künste (UdK) umbenannt wurde. Als Honorar-Professor für das Fach Oboe hat er dort in den 60er und 70er Jahren zahlreiche Musiker ausgebildet, die in Spitzenorchestern in aller Welt ihren Weg machten. Er selbst galt zu seiner Zeit als einer der weltbesten seines Faches. Und das von ihm bereits 1964 verfasste Buch "Rohrbau von Oboen" gilt bis heute als Standardwerk.

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