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Dienstag, 26. März 2019

Musikwissenschaftler erhalten Auszeichnung für ihre 1984 erschienenen Dissertationen

Robert-Schumann-Preis für Reinhard Kapp und Michael Struck

Zwickau, . Die Musikwissenschaftler Reinhard Kapp aus Wien und Michael Struck aus Kiel erhalten den Robert-Schumann-Preis der Stadt Zwickau. Die Preisverleihung soll Anfang Juni am Vorabend von Robert Schumanns (1810-1856) 199. Geburtstag in Zwickau stattfinden. Umrahmt wird die Veranstaltung vom Altenberg Trio Wien, welches die Auszeichnung im Jahr 1999 gewann.

Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass sich die beiden Musikwissenschaftler durch ihre 1984 fast zeitgleich erschienenen Dissertationen zum Spätwerk Schumanns einen herausragenden Platz in der Schumann-Forschung erworben haben. Damit haben sie laut Jury bahnbrechend bei der Erforschung, Erschließung sowie Popularisierung eines wesentlichen Schaffensgebiets des Komponisten gewirkt. Die Sicht auf das Spätwerk Schumanns habe sich seit dem Erscheinen ihrer Bücher deutlich gewandelt.

Reinhard Kapp wurde 1947 in Hof an der Saale geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums trat er ein privates Orgel- und Klavierstudium an. Ab 1966 studierte Kapp Musikwissenschaft und Philosophie an der Universität Heidelberg. Das Studium führte er später mit einem weiteren Fach (Religionswissenschaft) an der Freien Universität Berlin fort. Nachdem er ab 1974 als Teilzeitassistent am Musiwissenschaftlichen Institut der FU Berlin arbeitete, bekam er 1982 einen Lehrauftrag für Praktische Liturgik und Literaturkunde an der Hochschule der Künste Berlin. Es folgte eine Position als Redakteur an der Richard-Wagner-Forschungsstelle in München, eine Gastprofessur an der Gesamthochschule Kassel sowie ein Lehrauftrag am Musikwissenschaftlichen Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit dem Wintersemester 1992/93 ist Kapp ordentlicher Professor für Musikgeschichte an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien.

Michael Struck wurde 1952 in Hannover geboren. Ab 1973 studierte er Schulmusik, Klavier, Instrumentalpädagogik, Musikwissenschaft und Erziehungswissenschaft an der Musikhochschule und Universität Hamburg. 1983 trat Struck eine Refrendariatsstelle in Hamburg an. Ab 1985 war der Musikwissenschaftler zunächst im niedersächsischen Schuldienst tätig. Darauf folgte eine Stelle als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Kiel. Momentan ist Struck dort als Dozent beschäftigt. Überdies ist er außerdem als Pianist sowie als Musikjournalist tätig.

Seit 1964 vergibt die Geburtsstadt von Robert Schumann im zweijährigen Rhythmus den mit 10.000 Euro dotierten Preis. Bisherige Preisträger waren unter anderem der Dirigent Daniel Barenboim, die Musikwissenschaftlerin Margit McCorkle sowie der Pianist Anton Kuerti.

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