> > > Pianist Pogorelich will Warschau-Skandal neu aufrollen
Samstag, 15. Dezember 2018

Nach 28 Jahren sollen die Protokolle des Juryentscheids offen gelegt werden

Pianist Pogorelich will Warschau-Skandal neu aufrollen

Warschau , . Der Pianist Ivo Pogorelich verlangt von den Entscheidungsträgern des Warschauer Chopin-Wettbewerbs die Veröffentlichung der Juryentscheide, die im Jahre 1980 zu seinem Ausschluss von der Finalrunde geführt hatten. Wie die französische Nachrichtenagentur AFP vermeldete, verlangt der 49-jährige Musiker von den Verantwortlichen, dass die Protokolle des damaligen Juryentscheides offen gelegt werden.

Pogorelich war im 10. Chopin- Klavierwettbewerb 1980 nach der dritten Runde ausgeschieden. Pianistin Jurymitglied Martha Argerich hatte anschliessend aus Protest die Kommission verlassen. Der damalige Organisator des Wettbewerbs, Albert Grudzinski, hat die Forderung Pogorelichs offenbar zurückgewiesen. Medienberichten zufolge unterstellt er Pogorelic, nach 28 Jahren einen neuen Skandal zu suchen.

Ausgangspunkt der Debatte war eine Weigerung Pogorelichs von vergangener Woche, anlässlich eines Konzerts in Warschau Werke von Chopin zu spielen. Stattdessen entschied er sich kurzfristig für Rachmaninovs zweites Klavierkonzert.

Ivo Pogorelich wurde 1958 in Belgrad geboren. Seine pianistische Ausbildung begann er mit sieben Jahren. 1970 wechselte er an die zentrale Moskauer Musikschule und studierte später am dortigen Tschaikowski-Konservatorium. 1978 siegte er beim Casagrande-Wettbewerb im italienischen Terni und zwei Jahre später beim Musikwettbewerb in Montreal. Die Teilnahme am Chopin-Wettbewerb machte ihn international bekannt. In den 1980er Jahren ein vielbeachteter Pianist, der an allen großen Konzerthäusern und mit bedeutenden Orchestern auftrat, zog er sich jedoch in den 1990er Jahren nach dem Tod seiner Frau und aus gesundheitlichen Gründen von der Bühne zurück.

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