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Samstag, 3. Juni 2023

Aurel Dawidiuk, © Irene Zandel

Aurel Dawidiuk, © Irene Zandel

Aurel Dawidiuk sichert sich in Meiningen gleich vier Preise

Preisträger des Hans-von-Bülow Klavierwettbewerbs

Meiningen, . Beim diesjährigen Hans-von-Bülow-Wettbewerb nahmen 60 junge Künstler aus 34 Nationen im Alter von 12 bis 33 Jahren teil. Insgesamt wurden 23 Preise im Gesamtwert von 50.000 Euro vergeben.

Den ersten Platz in der Kategorie "Profies" belegte Rachel Breen (USA), gefolgt von Nejc Kamplet (Slowenien) und Masaharu Kambara (Japan) mit dem dritten Platz. In der Kategorie „Dirigieren vom Klavier“ beeindruckte Aurel Dawidiuk (Deutschland), der souverän Beethovens Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur mit der Meininger Hofkapelle musizierte, danach Gabriel Durliat (Frankreich) und an dritter Stelle Mikael Loponen (Finnland). Dawidiuk erspielte sich gleich vier Auszeichnungen – den Ersten Preis, den Publikumspreis und zwei Sonderpreise. Den Jugendwettbewerb bis 13 Jahre gewann Jeffrey Dong (Australien).

Beim Wettbewerb wurden darüber hinaus zahlreiche Sonderpreise und Konzertmöglichkeiten und die Möglichkeit vergeben, eine professionelle CD-Einspielung für Bewerbungen aufzunehmen. Sonderpreise erhielten Nejc Kamplet für seine Interpretation von Beethovens Hammerklaviersonate (Beethoven-Preis), Gabriel Durliat für Wolfgang Rihms Klavierstück Nr. 5 (Preis für zeitgenössisches Repertoire) und Felix Kehr für Max Regers Fünf Humoresken (Max-Reger-Preis).

Aurel Dawidiuk wurde 2000 in Hannover geboren. Als Pianist, Organist und Cembalist konzertiert er mit zahlreichen Orchestern wie der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Göttinger Symphonieorchester, der Sinfonietta Köln, der Eroica Berlin, dem Orchestre de l´Opera national de Lorraine und dem Orchestra da Camera del Trasimeno. Dawidiuk ist 1. Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, u. a. 2016 beim „Schumann-Wettbewerb“ in Zwickau, 2018 beim „The London Organ Competition“ und 2019 beim „International Young Organist Competition Moscow“. Im selben Jahr gewann er den TONALi19-Klavierwettbewerb in Hamburg und erhielt neben dem Hauptpreis den Publikumspreis, den Christoph Eschenbach-Preis und sechs weitere Sonderpreise. Bei „Jugend musiziert“ wurde er in verschiedenen Kategorien mit insgesamt sieben 1. Bundespreisen sowie Sonderpreisen und Stipendien ausgezeichnet, u. a. von der Jürgen Ponto-Stiftung, der Deutschen Stiftung Musikleben, der Carl Bechstein-Stiftung, der Stiftung Jugend Musiziert Niedersachsen und der Mozart Gesellschaft Dortmund. Im August 2022 gewann er den „Deutschen Musikwettbewerb“ in der Kategorie Orgel, verbunden mit dem Sonderpreis der Bundesstadt Bonn sowie einer eigenen CD-Produktion beim Label GENUIN in Koproduktion mit Deutschlandfunk Kultur und dem Deutschen Musikwettbewerb.

Seit September 2020 studiert er an der Zürcher Hochschule der Künste Orchesterdirigieren bei Johannes Schlaefli und Klavier bei Till Fellner und setzt sein Orgelstudium bei Martin Sander an der Musik-Akademie Basel fort.
2021 wurde Aurel Dawidiuk in das „Forum Dirigieren“ des Deutschen Musikrates für den dirigentischen Spitzennachwuchs aufgenommen. Er besuchte Meisterkurse unter anderem bei Paavo Järvi, Joana Mallwitz und Pierre-André Valade und dirigierte bereits Orchester wie das Berner Symphonieorchester, das Musikkollegium Winterthur und das Städtische Orchester Thessaloniki.

Der Internationale Hans-von-Bülow-Wettbewerb fand 2023 zum 4. Mal statt. In den Jahren 2012, 2015 und 2018 wurde er von der Internationalen Hans-von-Bülow-Gesellschaft veranstaltet. Seit 2021 ist das Max-Reger-Konservatorium in Trägerschaft des Zweckverbandes Kultur im Landkreis Schmalkalden-Meiningen Veranstalter des Wettbewerbs, Projektpartner sind die Meininger Museen und das Meininger Staatstheater mit der Meininger Hofkapelle.

Ausgetragen in bis zu vier Runden in den Kategorien Junioren, Profis und Dirigieren vom Klavier werden Preisgelder in einer Gesamthöhe von 50.000 Euro, Stipendien, CD-Aufnahmen und Anschlusskonzerte vergeben. Der Wettbewerb in der Kategorie Profis richtet sich an professionell ausgebildete oder im Studium stehende Pianistenen bis zum Alter von 32 Jahren. Nach einer Video-Vorrunde werden maximal 24 Teilnehmer für die 1. Runde zugelassen.

Schirmherrin des Wettbewerbs ist die Publizistin und Dramaturgin Nike Wagner. Jury-Vorsitzender war in diesem Jahr Christian Wilm Müller. Darüber hinaus gehörten der Jury Ewa Poblocka, Martin Hughes, Henri Sigfridsson, Sontraud Speidel, Paul Rickard-Ford sowie Hélène Tysman an.

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