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Montag, 30. Januar 2023

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Preisträger Ian Payne, © Severinus Press

Preisträger Ian Payne, © Severinus Press

Auszeichnung ist mit 2.500 Euro dotiert

Telemann-Preis 2023 für Ian Payne

Magdeburg, . Der britische Musikwissenschaftler Ian Payne erhält den diesjährigen Georg-Philipp-Telemann-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg. Mit der Verleihung  würdigt die Landeshauptstadt Magdeburg die besonderen Leistungen von  Payne als Herausgeber instrumentaler Kammermusik Georg Philipp Telemanns und als Autor wissenschaftlicher Studien über diese Werkgruppe. Die Verleihung des Preises nimmt Magdeburgs Oberbürgermeisterin Simone Borris im Rahmen eines Festaktes am 5. März 2023 vor. Der Preis besteht aus einer Bronzeplakette, einer Urkunde und ist mit 2.500 Euro dotiert.

Ausgehend von der Leidenschaft für Telemanns Werk offenbare Paynes Wirken ein entdeckungsfreudiges Streben danach, unveröffentlichte oder auf dem Musikalienmarkt nicht mehr verfügbare Werke Telemanns für die Musikpraxis neu zu edieren und in gedruckter Form zu publizieren. Payne ist Initiator und spiritus rector der seit 1995 erscheinenden Reihe „Severinus Urtext Telemann Edition“ (SUTE). „Mustergültig verbindet Ian Payne in über 120 Einzelausgaben mit langem Atem betriebene musikwissenschaftliche Arbeit, editorische Kompetenz, Herausgebertätigkeit und verlegerisches Know-how. Diverse Studien über die im Editionsprozess gewonnenen Erkenntnisse zeichnen ihn als fachkundigen Analytiker aus. Mit seiner fundierten Arbeit auf dem Gebiet des Editionswesens hat er den Zugang zum Instrumentalwerk Georg Philipp Telemanns weltweit erheblich erleichtert – gleichermaßen für die Musikwissenschaft und mehr noch für die Musikpraxis“, so das Kuratorium zur Vergabe des Telemann-Preises.

Ian Payne, geboren 1955, lebt und wirkt in England. Er ist Absolvent der University of Exeter und wurde 1991 mit einer Studie über Archivalien zu geistlicher Musik an Colleges in Cambrigde und ausgewählten englischen Kirchen im 16. und 17. Jahrhundert an der University of Cambridge promoviert. 1987/88 war er als Archivar an der Loughborough University tätig, seit 1991 ist Ian Payne General Editor beim Verlag Severinus Press. Daneben unterrichtete er nahezu zwanzig Jahre Musiktheorie und -geschichte sowie künstlerische Praxis zunächst in der schulischen Oberstufe und später an der englischen „The Open University“. Neben der Telemannforschung gilt sein wissenschaftliches Hauptinteresse der frühen englischen geistlichen und weltlichen Vokal- und Consortmusik. 1979 wurde Ian Payne von der University of Dublin (Trinity College) mit dem Stewart and Prout Prize ausgezeichnet. Aufgrund seines musikwissenschaftlichen Beitrags zur Erforschung des kulturellen Erbes wurde er 1994 zum Fellow der Society of Antiquaries of London gewählt.

Der Georg-Philipp-Telemann-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg wird seit 1987 jährlich vergeben. Er wird für besondere Leistungen bei Interpretation, Erforschung und Pflege des Lebens und Werks Georg Philipp Telemanns an Einzelpersonen, Ensembles oder Institutionen verliehen. Der Preis besteht aus einer Urkunde, dem Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro und einer Bronzeplakette. Die Preisverleihung findet jeweils im Umfeld des Geburtstages von Georg Philipp Telemann statt. Frühere Preisträger waren unter anderen Klaus Mertens, Ludwig Güttler, Nikolaus Harnoncourt, Hermann Max, René Jacobs, Martin Ruhnke, Wolf Hobohm, Paul Dombrecht, Burkhard Schmilgun, Thomaskantor Gotthold Schwarz und das CD-Label cpo. 2019 wurde Klaus Hofmann (Göttingen) mit dem Georg-Philipp-Telemann-Preis ausgezeichnet, 2020 die Blockflötistin Dorothee Oberlinger und 2021 die Violinistin Elizabeth Wallfisch.

Weiterführende Informationen:

Portrait Georg Philipp Telemann
Portrait René Jacobs

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