> > > Christian Thielemann springt erneut für Daniel Barenboim ein
Montag, 5. Dezember 2022

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Dirigent Christian Thielemann, © Christian Michelides

Dirigent Christian Thielemann, © Christian Michelides unter CC BY-SA 4.0

Staatskapelle Berlin auf Asienreise

Christian Thielemann springt erneut für Daniel Barenboim ein

Berlin, . Christian Thielemann, der Chef der Sächsischen Staatskapelle Dresden, übernimmt während der Asienreise der Staatskapelle Berlin die Dirigate für deren pausierenden Generalmusikdirektor Daniel Barenboim (80). Das Orchester tritt mit Werken von Brahms, Bruckner und Wagner unter anderem in Seoul, Kumamoto, Osaka und Tokio auf. Zwei weitere Konzerte in Dänemark wird Sir Andrew Davis übernehmen.

Barenboim hatte sich im Februar einem chirurgischen Eingriff an der Wirbelsäule unterzogen und in diesem Jahr bereits mehrfach Auftritte abgesagt. Zuletzt musste er die Leitung der Neuinszenierung von Richard Wagners Opernzyklus "Der Ring des Nibelungen" abgeben, die Christian Thielemann und Thomas Guggeis für ihn übernahmen (klassik.com berichtete). Anfang Oktober hatte Barenboim dann für die kommenden Monate eine Pause verkündet. "Mein Gesundheitszustand hat sich in den letzten Monaten verschlechtert und es wurde eine schwere neurologische Erkrankung bei mir diagnostiziert.", so Barenboim damals in einer persönlichen Nachricht. Er müsse sich jetzt so weit wie möglich auf sein körperliches Wohlbefinden konzentrieren.

Daniel Barenboim wurde 1942 in Buenos Aires geboren, die Familie siedelte 1952 nach Israel um. Im Alter von 10 Jahren gab Barenboim sein erstes internationales Konzert. Es folgten Auftritte in Paris 1955, London 1956, New York 1957 sowie regelmäßige Tourneen durch Europa, die USA, Südamerika, Australien und Fernost. Ab 1967 war er als Dirigent in London mit dem New Philharmonia Orchestra tätig, später ab 1969 auch in Berlin, New York und Chicago. 1975 übernahm er die Nachfolge Georg Soltis als Dirigent des Orchestre de Paris. Von 1973 bis 1989 war er Chefdirigent des English Chamber Orchestra und von 1987 bis 1989 künstlerischer Direktor der Opéra de la Bastille in Paris. 1981 debütierte er in Bayreuth mit "Tristan und Isolde", 1988 übernahm er den "Ring des Nibelungen". Von 1991 bis 2006 war er Chefdirigent des Chicago Symphony Orchestra, 1992 wurde er zusätzlich künstlerischer Leiter und Generalmusikdirektor der Deutschen Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Barenboim ist Schirmherr der Selbsthilfegruppe Musiker mit Dystonie der Deutschen Dystonie Gesellschaft und initiierte die Gründung eines staatlich geförderten Musikkindergartens in Berlin. 2012 gründete er ebenfalls in Berlin eine Akademie für Nachwuchsmusiker aus dem Nahen Osten, die Barenboim-Said-Akademie, die 2016 ihren Betrieb aufnahm.

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