> > > Berlin, Berlin: Kosten für Umbau der Komischen Oper explodieren
Donnerstag, 8. Dezember 2022

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Komische Oper Berlin (Außenansicht), © Jan Windszus

Komische Oper Berlin (Außenansicht), © Jan Windszus

Berliner Senatsverwaltung veranschlagt nun 437 Millionen Euro

Berlin, Berlin: Kosten für Umbau der Komischen Oper explodieren

Berlin, . Die Berliner Senatsverwaltung für Bauen und Wohnen unter Bausenator Andreas Geisel (SPD) rechnet für den Umbau und die Erweiterung der Komischen Oper mit einer Kostensteigerung auf 437,4 Millionen Euro. Im Jahr 2018 war noch von 227 Millionen die Rede. Der Staatssekretär für Kultur, Thorsten Wöhlert (Die Linke), rechtfertigte die Kostenexplosion mit der besonderen Qualität des Vorhabens. Wie es hieß, seien in die jetzige Kostenschätzung präventiv 42,6 Millionen Euro zur Abdeckung von Risiken einkalkuliert worden. 94 Millionen sollen sich durch "Konkretisierungen im Planungsprozess" ergeben haben, 35 Millionen Euro seien zur Sicherung des laufenden Spielbetriebs während der Bauphase angesetzt. Zusätzliche Probleme könnten bei einem Blick auf die Bausubstanz, die erst nach dem Auszug der Komischen Oper begutachtet werden könne, ans Licht kommen..

Ursprünglich sollte 2023 mit dem Umbau des Gebäudes begonnen werden. Es war geplant, bis zum Jahr 2027 neue Probensäle, Büros und weitere Räumlichkeiten zu errichten. Verlässliche Angaben zum weiteren zeitlichen Verlauf könnten laut Senatsbaudirektorin Petra Kahlfeldt frühestens mit Einreichung der Bauplanungsunterlagen gemacht werden. Das Planungsteam habe aktuelle Daten zur baufachlichen und haushaltsrechtlichen Prüfung eingereicht. Mit einem Ergebnis werde Ende des Jahres gerechnet, anschließend soll es den Fachausschüssen vorgestellt werden.

Als Interimsstätten stehen neben dem Schiller-Theater auch weitere Orte in der Stadt zur Verfügung. Den Wettbewerb um das Bauvorhaben hatte das Aachener Büro Kadawittfeldarchitektur gewonnen.

Die Komische Oper Berlin wurde 1892 von Hermann Helmer und Ferdinand Fellner erbaut. Bis zur teilweisen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg hieß der Theaterbau Metropol-Theater, zur Wiedereröffnung 1947 erhielt das Haus seinen heutigen Namen. Das Amt des Intendanten hatte von 1947 bis 1975 Walter Felsenstein inne, der den ausgezeichneten Ruf des Hauses im modernen Musiktheater begründete. Intendant war bis zur letzten Spielzeit Barrie Kosky, Generalmusikdirektor ist Ainars Rubikis. Derzeit wird das Haus von Susanne Moser und Philip Bröking geleitet.

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